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swissuniversities Präsident Michael O. Hengartner wiedergewählt

Die Plenarversammlung der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities wählte Michael O. Hengartner für eine zweite Amtsperiode in den Jahren 2019-2021 zum Präsidenten. Der Rektor der Universität Zürich hat das Präsidium von swissuniversities seit Anfang 2016 inne.

Experimentierartikel SGK-N: knappe Unterstützung für Motion

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) empfiehlt ihrem Rat mit 12 zu 11 Stimmen die Annahme einer Motion, die in der Schweiz wissenschaftliche Studien zur regulierten Abgabe von Cannabis ermöglichen soll. Zu diesem Zweck soll im Betäubungsmittelgesetz ein entsprechender Experimentierartikel ergänzt werden. Der Ständerat hatte die Motion in der Frühjahrssession 2018 ohne Gegenstimme gutgeheissen. Die SGK der beiden Räte hatten zudem bereits eine parlamentarische Initiative für einen neuen Experimentierartikel verabschiedet.

ETH Zürich Lino Guzzella verzichtet auf zweite Amtszeit

Der Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Professor Lino Guzzella, verzichtet auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit. Seit 2012 war er als Rektor tätig, im Jahr 2015 übernahm er das Präsidium der ETH Zürich, welcher er noch bis Ende 2018 als Präsident vorstehen wird. Lino Guzzella wird sich ab 2019 wieder als Professor in Lehre und Forschung an seinem Lehrstuhl für Thermotronik im Departement für Maschinenbau und Verfahrenstechnik engagieren. Der Bundesrat wird auf Antrag des ETH-Rats über die Nachfolge entscheiden.

Standpunkt

Chance für Open Access nutzen

Prof. Dr. Matthias Egger
Präsident des Nationalen Forschungsrats des SNF

Die Wissenschaft ist der beste Weg, um systematisch neue Erkenntnisse zu gewinnen. Deswegen fördert die öffentliche Hand die Forschung mit grossem Aufwand. Diesem Aufwand sollte ein grösstmöglicher Nutzen für die Gesellschaft und die Wirtschaft gegenüberstehen. Open Access, also der kostenlose und ungehinderte Zugang zu Publikationen, die aus öffentlich finanzierter Forschung hervorgehen, trägt erheblich dazu bei.

Aktuell sind nur etwa 30 Prozent aller Artikel, die von Forschenden in der Schweiz verfasst werden, frei im Internet verfügbar. Das obwohl die Forschenden Open Access publizieren möchten. Der Schweizerische Nationalfonds, die Hochschulen und andere Partner unterstützen sie dabei. Leider fehlt den Forschenden heute ein unabdingbares Recht, ihre Arbeiten nach der Veröffentlichung bei einem Verlag und nach Ablauf einer angemessenen Frist ein zweites Mal und für alle frei zu publizieren das Zweitveröffentlichungsrecht.

Die aktuelle Revision des Urheberrechts enthält viele positive Neuerungen für die Wissenschaft, zum Beispiel ein Artikel zum Text- und Data-Mining. Die Revision bietet zusätzlich Gelegenheit, für öffentlich finanzierte Forschung ein Zweitveröffentlichungsrecht im Obligationenrecht zu verankern. Dort wird schon heute das Verhältnis zwischen Autorinnen und Autoren und Verlagen geregelt und es ist nur eine Anpassung nötig. Diese würde den Zugang zu den Ergebnissen Schweizer Forschender nicht nur für Interessierte und die Öffentlichkeit erheblich vereinfachen, sondern den Forschungsplatz Schweiz insgesamt vorwärts bringen.