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Global Innovation Index 2018 Schweiz erneut auf Platz 1

Im Global Innovation Index 2018 belegt die Schweiz zum wiederholten Mal den Spitzenplatz. Auf den nachfolgenden Rängen klassieren sich die Niederlande, Schweden, Grossbritannien, Singapur und die USA. Erstmals seit der Gründung des Rankings gehört China zu den 20 innovativsten Ländern der Welt; das asiatische Land belegt Platz 17. Der Global Innovation Index misst die Innovationsleistung von weltweit über 120 Ländern und wird von der Cornell University, der Wirtschaftshochschule INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht.

ETH-Rat Erhöhung der Studiengebühren um 300 Franken

Die Studiengebühren an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne werden um 300 Franken jährlich und nicht wie ursprünglich vorgesehen um 500 Franken erhöht. Dies entschied der ETH-Rat nach einer Anhörung im ETH-Bereich, einer Ämterkonsultation und Gesprächen mit politischen Parteien. Die Erhöhung erfolgt per Herbstsemester 2019, stufenweise über zwei Jahre verteilt.

SBFI Martina Hirayama neue Staatssekretärin

Der Bundesrat ernannte Martina Hirayama zur neuen Staatssekretärin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Die promovierte Chemikerin ist Direktorin der School of Engineering der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie ist ausserdem Präsidentin des Institutsrats des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS), Vizepräsidentin des Verwaltungsrats von Innosuisse und Mitglied des Stiftungsrates des Schweizerischen Nationalfonds. Sie tritt per 1. Januar 2019 die Nachfolge von Mauro Dell’Ambrogio an. 

Standpunkt

Qualität statt Quantität

Dr. Markus Zürcher
Generalsekretär der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften

Im Wettbewerb um Spitzenplätze im internationalen Forschungsranking dient der Impactfaktor von Publikationen als Standardwährung. Im Februar 2018 publizierte das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation einen Bericht, der zeigt, dass die Schweizer Publikationen in den Jahren 2011-2015 weltweit den dritthöchsten «Impact» erzielten. Was eine objektive Messung spiegelt, ist eine Konstruktion, welche die verschiedenen Wissenschaftsbereiche benachteiligt oder bevorteilt: Beachtet werden nur internationale Zeitschriften mit Referenzsprache Englisch.

Schwerer als der Bias wiegen die vom Impact Faktor ausgehenden Fehlanreize und negativen Folgen: So konstatieren wir ein kostenträchtiges exponentielles, überdies sinnloses Wachstum der Anzahl Publikationen, da mehr als 50% der Artikel nie zitiert werden. Auch nicht im Interesse des Erkenntnisgewinns ist, dass Ergebnisse segmentiert veröffentlicht werden, um den Impact Faktor zu erhöhen. Da alle in Zeitschriften mit hohem Impact Faktor publizieren wollen, verzögert sich die Veröffentlichung wichtiger Erkenntnisse. Relevante Ergebnisse in weniger renommierten Zeitschriften werden hingegen weniger beachtet. Nicht die Qualität des Artikels, sondern der Impact Faktor der Zeitschrift gilt.

Es ist an der Zeit, dass im universitären Feld Ergebnisse wieder debattiert und nicht gezählt werden, denn gerade auch für den Wissenschaftsbereich gilt das Gersham Law: «Work that produces measurable outcomes tends to drive out work that produces unmeasurable outcomes». Verdrängt wird im Wissenschaftssystem gegenwärtig das Lesen von Artikeln sowie deren kritische Prüfung und Diskussion.