News

Forschungsinfrastrukturen Zugang zum ILL bis 2023 gesichert

Der Bundesrat verlängerte die Beteiligung der Schweiz am Institut Laue-Langevin (ILL) in Grenoble für die Jahre 2019-2023. Damit haben Forschende in der Schweiz weiterhin Zugang zu der weltweit leistungsstärksten Neutronenquelle. Die Kosten für die Beteiligung in den kommenden vier Jahren betragen 14,4 Millionen Franken. Das Parlament hatte den erforderlichen Kredit bereits im Jahr 2016 bewilligt.

Akademien der Wissenschaften Schweiz Mehrjahresplanung 2021-2024 veröffentlicht

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz publizierten ihre strategische Planung für die Jahre 2021-2024. In den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung wollen die Akademien Beiträge zur Lösung drängender Herausforderungen leisten. Mit der Einführung einer Globalbudgetierung legen die Akademien erstmals eine gemeinsame Mehrjahresplanung vor.

Digitalisierung Nationalrat fordert Impulsprogramme

Der Nationalrat sprach sich mit 118 zu 62 respektive 61 Stimmen bei einer Enthaltung für zwei Vorstösse aus, die vom Bundesrat die Umsetzung von Digitalisierungs-Impulsprogrammen fordern. Die eine Motion der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) soll die Verbreitung von innovativen Digitalisierungsprojekten in der Bildung fördern. Die zweite Kommissionsmotion fordert die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Hochschulen, Berufsbildung und Weiterbildung, und zwar unabhängig von der BFI-Botschaft 2021-2024.

Standpunkt

Europa ist ein unverzichtbarer Partner

Isabelle Chevalley
Nationalrätin, Mitglied Politikerteam FUTURE

Im Bereich der Forschung ist nicht Europa unsere Konkurrenz, sondern die USA und Asien. In diesem Kontext sind unsere Beziehungen zur EU von zentraler Bedeutung. Die Schweiz war schon immer eine tragende Säule des europäischen Forschungsraums. Denken wir an das CERN, an die Europäische Südsternwarte (ESO) oder an die Europäische Weltraumorganisation (ESA), bei denen die Schweiz zu den Gründungsmitgliedern zählt.

Im Falle eines Ausschlusses aus den europäischen Forschungsprogrammen wäre die Schweiz weitaus weniger attraktiv für globale Talente. Auch unsere Wirtschaft würde die Folgen rasch zu spüren bekommen: Die Abwanderung der besten Köpfe würde unweigerlich unsere Wettbewerbsfähigkeit schwächen und hätte einen Verlust von innovativen Unternehmen sowie geringere Investitionen zur Folge.
 
Horizon 2020 ist das grösste Forschungsprogramm der Welt, das ausschliesslich auf wissenschaftlicher Exzellenz basiert. In der Schweiz stammt etwa jeder dritte Franken aus der kompetitiven Forschungsförderung von der EU. Bei der Vergabe der prestigeträchtigen Förderungen des Europäischen Forschungsrats schneiden die Schweizer Hochschulen regelmässig sehr gut ab. Europa ist ein wichtiger Wirtschaftspartner der Schweiz. Aber Europa ist ebenso ein zentraler Partner für die Forschung. Wir müssen verhindern, dass politische Auseinandersetzungen einen Bereich gefährden, von dem alle profitieren.