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Forschungsinfrastrukturen Roadmap wurde aktualisiert

Der Bundesrat nahm die «Schweizer Roadmap Forschungsinfrastrukturen 2019» des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zur Kenntnis. Das strategische Planungsinstrument wurde im Hinblick auf die BFI-Botschaft 2021-2024 aktualisiert und zeigt die Prioritäten der Schweizer Hochschulen und der Schweiz als Vertragspartnerin bei internationalen Projekten auf.

Soziale Selektivität in der Bildung WBK-N fordert Massnahmen in BFI-Botschaft

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) fordert den Bundesrat auf, in der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 zusätzliche finanzielle Mittel einzuplanen, um die soziale Selektivität im Schweizer Bildungssystem zu verringern. Die WBK-N reichte mit 15 zu 10 Stimmen eine Kommissionsmotion ein, welche beispielsweise Massnahmen in den Bereichen Stipendien, Weiterbildung, Grundkompetenzen, höhere Berufsbildung oder Sprachförderung vorsieht.

Kohäsionsmilliarde APK-S lehnt Verknüpfung mit Erasmus+ ab

Nach der Beratung im Nationalrat befasste sich die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) erneut mit dem zweiten Schweizer Beitrag zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU (Kohäsionsmilliarde). Die APK-S lehnte eine vom Nationalrat ergänzte Bestimmung einstimmig ab, wonach der Bundesrat dem Parlament spätestens im Jahr 2020 einen Kredit zur erneuerten Assoziierung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ vorlegen soll. 

Standpunkt

Forschung im Dienst der Gesundheit von Mensch und Tier

Michael O. Hengartner
Präsident swissuniversities

Die eidgenössische Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» stellt radikale Forderungen: Sie will Forschung mit Tier- und Menschenversuchen generell verbieten, Tierversuche unter Strafe stellen und die Einfuhr von Produkten, für deren Entwicklung Tier- und Menschenversuche direkt oder indirekt durchgeführt werden, verbieten.

Was steht mit dieser Initiative auf dem Spiel? Die Gesundheit von Menschen und Tieren in der Schweiz, denn sie könnten künftig nicht mehr von den dank der Forschung entwickelten Behandlungsmethoden und Medikamenten profitieren. Heute können aufgrund der Fortschritte in der Human- und Tiermedizin immer mehr Krankheiten geheilt, Leiden gelindert und Leben gerettet werden.

Die Initiative stellt auch die heutigen gesetzlichen Grundlagen, ethischen Prinzipien und Kontrollinstanzen in Frage. Das Tierschutzgesetz (TSchG) und das Bundesgesetz über die Forschung am Menschen (HFG) gehören zu den strengsten der Welt. Die Schweiz verfügt heute über hervorragende Forschungsinstitutionen. Sie stellen sicher, dass bei der Entwicklung von Behandlungsmethoden sowohl die hohen gesetzlichen wie auch ethischen Grundsätze der Schweiz respektiert werden. Die Initiative gefährdet nicht nur den Bildungs- und Forschungsstandort Schweiz, sondern unsere Fähigkeit, der schweizerischen Bevölkerung auch in Zukunft die bestmögliche und sichere medizinische Behandlung zur Verfügung zu stellen.