Neueste News

F&E Investitionen der Hochschulen gestiegen

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 22,6 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F&E) aufgewendet. Mehr als zwei Drittel dieser Investitionen wendeten Privatunternehmen auf (15,6 Milliarden Franken), der Anteil der Schweizer Hochschulen betrugt etwas mehr als einen Viertel (6,2 Milliarden Franken). Gemäss der Erhebung des Bundesamtes für Statistik wuchsen die Aufwendungen zwischen 2015 und 2017 insgesamt um 2%. Die Gesamtaufwendungen für F&E nahmen insbesondere dank wachsenden Investitionen an den Hochschulen zu. Die F&E-Aufwendungen der Unternehmen gingen im Jahr 2017 im Vergleich zu 2015 leicht zurück.

SNF Neues Förderinstrument «Spark»

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) führt das neue Förderinstrument «Spark» ein, mit dem gezielt vielversprechende oder gewagte Ideen unterstützt werden sollen. Spark soll mehr neuartige wissenschaftliche Methoden, Theorien und Ideen ermöglichen. Mit diesem Instrument schliesst der SNF eine Lücke in seiner Forschungsförderung. Spark ist als Pilotprojekt bis 2020 angelegt. Die erste Ausschreibung mit einem Betrag von 10 Millionen Franken läuft bis Mitte Juli 2019.

SNF 2000 internationale Förderungen

Im Jahr 2018 finanzierte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 2000 internationale Projekte und Auslandsstipendien. Diese Förderungen tragen zur Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Forschung bei. In der Schweiz bewilligte der SNF 2018 2958 neue Forschungsprojekte für insgesamt über 1,1 Milliarden Franken. Diese Resultate sind im Jahresbericht «Profil 2018-2019» des SNF zusammengefasst.

Innosuisse Innovationsförderung ist nützlich

 Die Aktivitäten der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse haben eine positive Wirkung. Zu dieser Schlussfolgerung kommen drei externe Studien, die 2018 im Auftrag von Innosuisse durchgeführt wurden. Mehr als die Hälfte der geförderten Unternehmen erkennen Effekte auf ihren Umsatz, eine höhere Produktivität und eine beschleunigte Markteinführung. Ausserdem vertiefen sich die Beziehungen zwischen Unternehmen und Hochschulen. Das Start-Up-Coaching stärkt die Unternehmer-Kompetenzen und die Entwicklung der Netzwerke. Die von Innosuisse angebotenen Ausbildungen zeigen ihrerseits eine Wirkung auf die Gründerkompetenz.

Pilotversuche mit Cannabis Die SGK-N tritt auf Vorlage ein

Mit 12 Stimmen gegen 9 und 2 Enthaltungen ist die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) auf die Vorlage über einen Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz eingetreten. Dieser Artikel würde zeitlich begrenzte wissenschaftliche Studien über eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken ermöglichen. Die Mehrheit der SGK-N ist der Auffassung, dass es nötig sei, neue Wege in der Cannabispolitik zu prüfen. Die Kommission wird nach der Sommersession im Detail über die gesetzlichen Vorgaben beraten.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit Die Schweiz und Indien stärken ihre Zusammenarbeit

Das fünfte Treffen des gemischten wissenschaftlichen Ausschusses Schweiz-Indien fand Ende April statt. Anlässlich dieser Zusammenkunft evaluierten die Schweizer und die Indische Delegationen ihre bisherige wissenschaftliche Zusammenarbeit und definierten die nächste Phase des bilateralen Forschungsprogramms. Indien gehört zu den aufstrebenden globalen Akteuren in den Bereichen Forschung und Innovation. Seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit im Jahr 2003, wurden bereits 60 gemeinsame Forschungsprojekte gefördert. Darüber hinaus wurden viele Kooperationsabkommen zwischen den Hochschulen beider Länder unterzeichnet.

Ostschweizer Fachhochschule Daniel Seelhofer wird Rektor

Daniel Seelhofer wurde von der designierten Trägerkonferenz zum Gründungsrektor der neuen Ostschweizer Fachhochschule (Ost) gewählt. Daniel Seelhofer ist derzeit als Professor für International Business an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) tätig. Er tritt sein Amt per 1. November 2019 an. Die Ost wird ihren Betrieb im Jahr 2020 aufnehmen.

URG-Revision WBK-S befasst sich erneut mit dem URG

Nachdem der Ständerat die Vorlage an die Kommission zurückgewiesen hatte, befasste sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) erneut mit der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG). Einstimmig verzichtete die Kommission in ihrer zweiten Lesung darauf, die Betreiber von Internet-Plattformen zu verpflichten, die Aufschaltung journalistischer Inhalte zu vergüten. Gemäss der WBK-S sollen die Entwicklungen in der EU abgewartet und das Schweizer Recht unter diesem Gesichtspunkt überprüft werden; hierfür beauftragt die Kommission den Bundesrat, einen Bericht zu verfassen, dessen Schwerpunkt die Situation der Verleger und Medienschaffenden sein soll.

Forschungsinfrastrukturen Roadmap wurde aktualisiert

Der Bundesrat nahm die «Schweizer Roadmap Forschungsinfrastrukturen 2019» des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zur Kenntnis. Das strategische Planungsinstrument wurde im Hinblick auf die BFI-Botschaft 2021-2024 aktualisiert und zeigt die Prioritäten der Schweizer Hochschulen und der Schweiz als Vertragspartnerin bei internationalen Projekten auf.

Soziale Selektivität in der Bildung WBK-N fordert Massnahmen in BFI-Botschaft

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) fordert den Bundesrat auf, in der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 zusätzliche finanzielle Mittel einzuplanen, um die soziale Selektivität im Schweizer Bildungssystem zu verringern. Die WBK-N reichte mit 15 zu 10 Stimmen eine Kommissionsmotion ein, welche beispielsweise Massnahmen in den Bereichen Stipendien, Weiterbildung, Grundkompetenzen, höhere Berufsbildung oder Sprachförderung vorsieht.

Kohäsionsmilliarde APK-S lehnt Verknüpfung mit Erasmus+ ab

Nach der Beratung im Nationalrat befasste sich die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) erneut mit dem zweiten Schweizer Beitrag zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU (Kohäsionsmilliarde). Die APK-S lehnte eine vom Nationalrat ergänzte Bestimmung einstimmig ab, wonach der Bundesrat dem Parlament spätestens im Jahr 2020 einen Kredit zur erneuerten Assoziierung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ vorlegen soll. 

Wirkungsmessung BFI-Bereich FK-N reicht Kommissionsmotion ein

Die Mehrheit der Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) will die Wirkungsmessung im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) verbessern. Mittels einer Kommissionsmotion will sie den Bundesrat mit der Einführung eines Modells beauftragen, mit welchem die Wirkung der eingesetzten finanziellen Mittel und der vorgesehenen Massnahmen gemessen werden kann. Eine Minderheit der FK-N beantragt die Ablehnung des Vorstosses.

BFI-Botschaft 2021-2024 Spitzentreffen mit Bundesrat Guy Parmelin

Auf Einladung von Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, fand ein Spitzentreffen mit Akteuren aus dem Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) statt. Die digitale Transformation soll demnach einen bereichsübergreifenden Schwerpunkt der BFI-Botschaft 2021-2024 darstellen. Voraussichtlich im Juni 2019 wird der Bundesrat über die finanziellen Eckwerte der vierjährigen Botschaft entscheiden; im ersten Quartal 2020 will er die entsprechenden Finanzbeschlüsse dem Parlament unterbreiten.

Anerkennung von Lehrdiplomen EDK verabschiedet neues Reglement

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) verabschiedete das revidierte Reglement für die Anerkennung der Lehrdiplome für den Unterricht auf Primarstufe, Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen. Demnach müssen künftig alle Hochschulen die Eignung von angehenden Lehrpersonen für den Lehrberuf abklären. Der Grossteil der bereits bestehenden Regelungen bleibt bestehen. Das revidierte Reglement tritt per 1. Januar 2020 in Kraft.

Cyber-Sicherheit Neuer ETH-Master-Studiengang

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) Zürich und Lausanne führen per Studienjahr 2019/2020 einen neuen gemeinsamen Master-Studiengang in Cyber-Sicherheit ein. Sie werden dabei vom Bund unterstützt. Angesichts der zunehmenden Risiken im Bereich der digitalen Information und Infrastrukturen soll diese Massnahme dazu beitragen, das notwendige Fachwissen zu generieren und Fachleute auszubilden.

Verbot von Tier- und Menschenversuchen swissuniversities warnt vor Initiative

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities warnt vor der Volksinitiative für ein Verbot von Tier- und Menschenversuchen, die am 18. März 2019 bei der Bundeskanzlei eingereicht wurde. Gemäss swissuniversities gefährdet die Initiative Fortschritt, Innovation und Bildung in Life Sciences und Biotechnologie in der Schweiz. Die Initiative fordert ein Verbot von jeglichen Versuchen mit Tieren und Menschen sowie die Einfuhr von Produkten wie Medikamenten, für die Tier- oder Menschenversuche durchgeführt wurden.

Digitale Fertigungstechnologien Innosuisse bewilligt 27 Projekte

Die Innosuisse bewilligte im Rahmen der ersten Ausschreibung des Impulsprogramms für digitale Fertigungstechnologien 27 Projekte. Für die 18-monatigen Innovationsprojekte im Bereich Industrie 4.0/moderne Fertigungstechnologien wurden Bundesbeiträge von insgesamt 14 Millionen Franken gesprochen. Innosuisse setzt das Impulsprogramm im Rahmen des Aktionsplans des Bundesrates zur Förderung der Digitalisierung in den Jahren 2019-2020 um. Für die zweite Ausschreibung stehen noch 10 Millionen Franken zur Verfügung. Die Eingabefrist läuft bis am 20. Mai 2019.

Gentechnologie Freisetzungsversuch bewilligt

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte die Fortsetzung von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Weizensorten, die bereits seit 2008 durchgeführt werden. Ziel des Versuchs ist es, transgene Weizenlinien mit erhöhter Resistenz gegen Pilzerkrankungen im freien Feld zu beobachten. Das BAFU verordnete Massnahmen, um zu verhindern, dass sich gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsfeldes verbreitet.

Finanzierung BFI Nationalrat lehnt Motion ab

Bildung, Forschung und Innovation (BFI) sollen nicht zusätzlich mit finanziellen Mitteln aus dem Bilanzgewinn der Nationalbank finanziert werden. Der Nationalrat lehnte eine Motion von Nationalrat Christoph Eymann mit 127 zu 51 Stimmen bei 13 Enthaltungen ab, welche beantragte, den Bundesanteil des Bilanzgewinns der Nationalbank vollumfänglich für die BFI-Finanzierung einzusetzen.

URG-Revision Ständerat verschiebt Beratung

Der Ständerat verschob die Beratung der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG-Revision). Er wies die Vorlage oppositionslos an die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) zurück, mit dem Auftrag, ihre Entscheide zu prüfen und die Rechtsentwicklung in der Europäischen Union zu berücksichtigen. Grund für die Rückweisung ist die umstrittene Ergänzung eines Leistungsschutzrechts, welches derzeit auch auf EU-Ebene diskutiert wird. Dabei geht es um die Frage, ob Betreiber von Internet-Plattformen Medien und Verleger entschädigen müssen, wenn sie deren Inhalte anzeigen.
 

Europäisches Patentamt Schweiz ist führend in der Innovation

Im Jahr 2018 wurden beim Europäischen Patentamt (EPO) 7’927 Patente aus der Schweiz angemeldet – das sind 7,8% mehr als im Vorjahr. Die Schweiz reichte damit beim EPO am sechstmeisten Patente ein, hinter den USA, Deutschland, Japan, Frankreich und China. Mit 956 Patenten pro Million Einwohner führt die Schweiz die Rangliste der Patentanmeldungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit grossem Abstand an.

ETH-Rat Beth Krasna ist Präsidentin ad interim

Der Bundesrat wählte Beth Krasna zur Präsidentin des ETH-Rats ad interim. Beth Krasna ist diplomierte Chemieingenieurin und langjähriges Mitglied des ETH-Rats; seit 2018 amtet sie als dessen Vizepräsidentin. Der amtierende Präsident des ETH-Rats, Fritz Schiesser, erklärte seinen Rücktritt per Ende April 2019. Die Nachfolgeregelung für das Präsidium erfolgt nach einem standardisierten Verfahren mit anschliessender Wahl durch den Bundesrat.

Gleichstellung in der Wissenschaft Frauen noch immer untervertreten

In der Schweiz sind Frauen nach wie vor auf allen Stufen der wissenschaftlichen Karriere untervertreten. Im Jahr 2016 waren in der Schweiz 44% aller frisch Doktorierten Frauen. Mit jeder Hierarchiestufe sinkt jedoch der Frauenanteil; auf der höchsten Stufe beträgt er noch 23%. Der Anteil der Frauen in der Schweizer Wissenschaft liegt unter dem europäischen Durchschnittswert, wie der Bericht «She Figures 2018» der Europäischen Kommission zeigt. Gemäss den Daten des Bundesamtes für Statistik verbessert sich die Situation aber langsam.

Pilotversuche mit Cannabis Bundesrat überweist Botschaft

Der Bundesrat überwies die Botschaft zu Pilotversuchen mit Cannabis an das Parlament. Die Vorlage soll streng regulierte wissenschaftliche Studien zum Cannabiskonsum ermöglichen. Die Gültigkeit des entsprechenden Pilotversuchsartikel im Betäubungsmittelgesetz wäre auf eine Dauer von zehn Jahren begrenzt. Mit Pilotversuchen sollen alternative Regulierungsmodelle erforscht werden. Die Resultate dienen anschliessend einer evidenzbasierten Diskussion über die Cannabispolitik.

Digitalisierung WBK-N reicht zwei Motionen ein

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) befasste sich im Hinblick auf die BFI-Botschaft 2021-2024 mit der digitalen Entwicklung in der Bildung. Sie reichte zwei Motionen ein: Zum einen beantragt die Mehrheit der WBK-N ein Impulsprogramm zur Verbreitung von innovativen Digitalisierungsprojekten. Die zweite Kommissionsmotion fordert unabhängig von der BFI-Botschaft die nötigen finanziellen Mittel für ein Digitalisierungs-Impulsprogramm für Hochschulen, Berufs- und Weiterbildung.