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EHB Als Pädagogische Hochschule positionieren

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) wird sich im Hochschulraum Schweiz künftig als Pädagogische Hochschule positionieren und bis Ende 2020 ein entsprechendes Akkreditierungsgesuch einreichen. Das EHB soll ausserdem eine neue gesetzliche Grundlage in Form eines eigenen Organisationserlasses erhalten. Der Bundesrat beauftragte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit der Erarbeitung eines Vernehmlassungsentwurfs.

Bildungsbericht Schweiz 2018 Tertiäre Abschlüsse sind gefragt

Im Jahr 2015 wiesen rund 40% der Schweizer Bevölkerung einen tertiären Bildungsabschluss auf; 2045 sollen es 60% sein. Der zunehmende Anteil tertiärer Abschlüsse wurde bisher vom Arbeitsmarkt nachgefragt. Dies ist nur eine von vielen Informationen aus dem neu erschienen Bildungsbericht Schweiz 2018. Der Bericht erscheint alle vier Jahre als Teil des nationalen Bildungsmonitorings von Bund und Kantonen und unterstützt die Bildungsverwaltung und -politik bei der Entscheidfindung.

Experimentierartikel Nationalrat lehnt Motion ab

Mit 96 zu 93 Stimmen bei 2 Enthaltungen lehnte der Nationalrat eine Motion für die Einführung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz ab. Ein solcher Artikel sollte wissenschaftliche Studien zum Konsum von Cannabis gesetzlich erlauben. Trotz Ablehnung der Motion ist der Experimentierartikel noch nicht vom Tisch: Die Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) der beiden Kammern stimmten einer parlamentarischen Initiative zu, die das gleiche Ziel verfolgt.

Selbstbestimmungsinitiative Auch grosse Kammer empfiehlt Ablehnung

Der Nationalrat empfiehlt die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) mit 127 zu 67 Stimmen zur Ablehnung. Zuvor hatten bereits der Bundesrat und der Ständerat ihr Nein zum Volksbegehren abgegeben. Die Initiative verlangt den Vorrang der Schweizer Verfassung gegenüber dem Völkerrecht. Die Schweizer Stimmbevölkerung wird frühestens im November 2018 über die Selbstbestimmungsinitiative entscheiden.

QS-Ranking 2019 ETH Zürich auf Platz 7

Im QS World University Ranking 2019 wird die ETH Zürich als siebtbeste Hochschule der Welt bewertet. Insgesamt sind sieben Schweizer Hochschulen unter den besten 200 klassiert. Dazu zählen die ETH Lausanne (22) sowie die Universitäten Zürich (78), Genf (108), Bern (139), Lausanne (149) und Basel (160). Die Universität St. Gallen rangiert auf Platz 375, die Universität Freiburg ist auf den Plätzen 601-650 klassiert. Mit der Tsinghua University (17) ist erstmals eine chinesische Hochschule unter den Top 20.

Akademien der Wissenschaften Bundesrat genehmigt Statuten

Der Bundesrat genehmigte die revidierten Statuten des Verbundes der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Damit ist die Reorganisation des Akademienbereichs abgeschlossen, in deren Rahmen unter anderem ein Präsidialsystem eingeführt und die beiden Stiftungen «Science et Cité» sowie «TA-Swiss» in den Verbund integriert wurden. Die neuen Statuten erlauben zudem die Planung mittels Globalbudgetierung ab der Förderperiode 2021-2024.
 

GUMG Klare Zustimmung des Ständerats

Der Ständerat stimmte mit 33 Stimmen bei 7 Enthaltungen dem Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) zu. Das neue Gesetz legt Regeln für den Umgang mit den aktuellen technischen Möglichkeiten fest, die auf das bestehende kommerzielle Angebot zugeschnitten sind. Das GUMG gilt hingegen nicht für genetische Untersuchungen zu Forschungszwecken. Bereits in der Frühjahrssession 2018 hatte der Nationalrat dem Gesetz zugestimmt.

BRIDGE Grosse Nachfrage nach Unterstützung

Eineinhalb Jahre nach der Lancierung im Dezember 2016 profitieren rund 40 Projekte von den Förderungen des Programms BRIDGE. Die Nachfrage nach Unterstützungen im Rahmen des Programms ist gross; es wurden mehr Gesuche eingereicht als erwartet. BRIDGE wird gemeinsam vom Schweizerischen Nationalfonds und von Innosuisse durchgeführt und soll dazu beitragen, dass Entdeckungen aus der Grundlagenforschung vermehrt zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anwendungen führen.

swissuniversities Präsident Michael O. Hengartner wiedergewählt

Die Plenarversammlung der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities wählte Michael O. Hengartner für eine zweite Amtsperiode in den Jahren 2019-2021 zum Präsidenten. Der Rektor der Universität Zürich hat das Präsidium von swissuniversities seit Anfang 2016 inne.

Experimentierartikel SGK-N: knappe Unterstützung für Motion

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) empfiehlt ihrem Rat mit 12 zu 11 Stimmen die Annahme einer Motion, die in der Schweiz wissenschaftliche Studien zur regulierten Abgabe von Cannabis ermöglichen soll. Zu diesem Zweck soll im Betäubungsmittelgesetz ein entsprechender Experimentierartikel ergänzt werden. Der Ständerat hatte die Motion in der Frühjahrssession 2018 ohne Gegenstimme gutgeheissen. Die SGK der beiden Räte hatten zudem bereits eine parlamentarische Initiative für einen neuen Experimentierartikel verabschiedet.

ETH Zürich Lino Guzzella verzichtet auf zweite Amtszeit

Der Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Professor Lino Guzzella, verzichtet auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit. Seit 2012 war er als Rektor tätig, im Jahr 2015 übernahm er das Präsidium der ETH Zürich, welcher er noch bis Ende 2018 als Präsident vorstehen wird. Lino Guzzella wird sich ab 2019 wieder als Professor in Lehre und Forschung an seinem Lehrstuhl für Thermotronik im Departement für Maschinenbau und Verfahrenstechnik engagieren. Der Bundesrat wird auf Antrag des ETH-Rats über die Nachfolge entscheiden.

SNF Wettbewerb fördert Qualität der Forschung

Im Jahr 2017 unterstützte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 2971 neue Forschungsprojekte mit insgesamt über einer Milliarde Franken. Einen Fünftel der finanziellen Mittel investierte der SNF in die Karriereförderung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte. Die geförderten Projekte setzten sich in einem strengen Auswahlverfahren gegenüber einer starken Konkurrenz durch. Dieser nationale Wettbewerb fördert die Qualität der Schweizer Forschung und trägt so zur internationalen Spitzenposition bei.

Open Data Forschungsdaten einfacher zugänglich machen

Der Bundesrat will Rahmenbedingungen und Grundlagen für eine zukunftsorientierte Datenpolitik schaffen und so den freien Zugang zu behördlichen Datensammlungen vorantreiben (Open Data). Unter anderem sollen im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 Massnahmen für eine bessere Zugänglichkeit zu Forschungsdaten geprüft werden. Die Hochschulen und Forschungsinstitutionen sollen dabei miteinbezogen werden.

EU-Budget 2021-2027 97,6 Milliarden Euro für FRP 9?

Die Europäische Kommission verabschiedete den Entwurf für das Budget der Europäischen Union der Jahre 2021-2027. Insgesamt sind für die siebenjährige Periode Verpflichtungen in der Höhe von 1135 Milliarden Euro zu nicht inflationsbereinigten Preisen von 2018 geplant. Für das neunte Forschungsrahmenprogramm (FRP 9) sind 97,6 Milliarden Euro vorgesehen; das entspricht einer Mittelerhöhung um über 25% im Vergleich zum laufenden Programm Horizon 2020 (77 Milliarden Euro). Auch sind mehr finanzielle Mittel für die Förderung junger Menschen vorgesehen, unter anderem im Rahmen des Erasmus-Programms. Der Europäische Rat und das Parlament sollen im 2019 über das Budget 2021-2027 entscheiden.

GUMG WBK-S stimmt Gesetzesentwurf zu

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) nahm den Entwurf des revidierten Bundesgesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) mit 10 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen an. Mit der Revision werden die gesetzlichen Grundlagen an die technische Entwicklung und an das aktuelle kommerzielle Angebot von genetischen Untersuchungen angepasst. Die kleine Kammer wird sich in der Sommersession 2018 mit dem GUMG befassen.

Selbstbestimmungsinitiative SPK-N empfiehlt Ablehnung der Initiative

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) lehnt die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) mit 16 zu 9 Stimmen ab. Die SPK-N sprach sich überdies mit 14 zu 11 Stimmen gegen die Einführung einer verfassungsrechtlichen Kollisionsregel in Form eines direkten Gegenentwurfs zum Volksbegehren aus. Mit der Selbstbestimmungsinitiative soll der Vorrang des Schweizer Verfassungsrechts vor dem Völkerrecht festgeschrieben werden. Diesem Grundsatz zuwiderlaufende völkerrechtliche Verträge wären zu künden. In der Frühjahrssession 2018 hatte der Ständerat die Initiative der Bevölkerung bereits zur Ablehnung empfohlen.

Fachhochschule Ostschweiz Auf neue Trägerschaft geeinigt

Die Kantone St. Gallen, Thurgau, Schwyz, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, Glarus sowie das Fürstentum Liechtenstein einigten sich auf eine gemeinsame Trägerschaft für die neue Fachhochschule Ostschweiz. Im Laufe des Jahres 2018 soll ein entsprechendes interstaatliches Konkordat ausgehandelt werden. Der operative Start der neuen Hochschule ist im Herbst 2020 vorgesehen.

Universität Freiburg Astrid Epiney bleibt Rektorin

Die amtierende Rektorin der Universität Freiburg, Astrid Epiney, wurde von der Plenarversammlung für eine weitere fünfjährige Amtszeit ab Februar 2019 bestätigt. Die formelle Wahl auf Vorschlag der Plenarversammlung erfolgt durch den Senat und muss vom Staatsrat bestätigt werden. Astrid Epiney ist Professorin für Völkerrecht, Europarecht und schweizerisches öffentliches Recht und leitet die Universität seit 2015.

Universität Zürich Michael Hengartner als Rektor bestätigt

Michael O. Hengartner wurde vom Universitätsrat als Rektor der Universität Zürich wiedergewählt. Die Wahl der Universitätsleitung erfolgte auf Antrag des akademischen Senats. Michael O. Hengartner ist Professor für Molekularbiologie und tritt seine zweite vierjährige Amtsperiode am 1. August 2018 an.

ERC Advanced Grants 24 Förderungen für die Schweiz

Insgesamt 269 fortgeschrittene Forschende erhalten im Jahr 2018 einen Advanced Grant vom Europäischen Forschungsrat (ERC). Das gesamte Fördervolumen beläuft sich auf 653 Mio. Euro. 24 Auszeichnungen gehen an exzellente Forschende in der Schweiz, 10 davon an die ETH Zürich. Die ETH Lausanne erhält fünf Advanced Grants und zwei gehen an die Universität Basel. Je einen Advanced Grant erhalten die Universitäten Bern, Genf, Lausanne, Neuenburg und Zürich. Der ERC zeichnete ebenfalls eine Forscherin der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) sowie einen Forscher am CERN aus.

Open Access SNF senkt Hürden für Publikationen

Per 1. April 2018 senkt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) die Hürden für Open-Access-Publikationen von Büchern und Zeitschriftenartikel, indem er diese finanziell stärker fördert. Der SNF übernimmt die höheren Gebühren für frei zugängliche Forschungsresultate und vereinfacht das Antragsverfahren für entsprechende Beiträge. Ziel des SNF ist es, bis im Jahr 2020 sämtliche von ihm geförderten Publikationen kostenlos öffentlich zugänglich zu machen.

Betäubungsmittelgesetz Gesetzliche Grundlage für wissenschaftliche Studien

Mit 12 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung stimmte die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) einer parlamentarischen Initiative ihrer Schwesterkommission zu, welche die Ausarbeitung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz beabsichtigt. Mit diesem Entscheid kann nun eine gesetzliche Grundlage für wissenschaftliche Studien mit Betäubungsmitteln geschaffen werden. Im Jahr 2017 hatte das Bundesamt für Gesundheit mangels Gesetzesgrundlage eine Studie der Universität Bern zum Cannabis-Konsum nicht bewilligt.