Neueste News

Finanzhaushaltgesetz Keine Prioritäten beim Sparen

Der Ständerat lehnte eine Motion zur Änderung des Finanzhaushaltgesetzes geschlossen ab. Der Vorstoss der Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) forderte, dass eine Prioritätenordnung für künftige Sparmassnahmen des Bundes eingeführt wird. Demnach sollten Kürzungen vor allem in Ausgabebereichen erfolgen, die in den letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum verzeichneten.

Rasa-Initiative Ablehnung ohne Gegenvorschlag

Der Nationalrat lehnt die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 125 zu 17 Stimmen bei 50 Enthaltungen ab. Auch verschiedene Minderheitsanträge für einen direkten Gegenvorschlag zum Volksbegehren lehnte die grosse Kammer ab. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung wieder aus der Verfassung zu streichen. Als Nächstes wird sich der Ständerat mit der Vorlage auseinandersetzen.

Höhere Berufsbildung Verordnung angepasst

Ab dem 1. Januar 2018 erstattet der Bund direkte finanzielle Unterstützungen an Personen, die einen Vorbereitungskurs für eine höhere Berufs- oder Fachprüfung absolvieren und danach an einer eidgenössischen Prüfung teilnehmen. Zudem werden die Beiträge zugunsten der höheren Berufsbildung erhöht. Nun verabschiedete der Bundesrat die dafür notwendige Änderung der Berufsbildungsverordnung. Damit soll die höhere Berufsbildung gestärkt und der Fachkräftemangel bekämpft werden. 

ERC Starting Grants 21 Förderungen in der Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt in diesem Jahr Starting Grants an 406 Nachwuchsforschende und unterstützt diese mit insgesamt 605 Millionen Euro. 21 Starting Grants gingen an Forschende in der Schweiz. Die ETH Lausanne erhielt 6 Grants. Die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Friedrich Miescher Institut erhielten je 3 Grants. Zwei gingen an die Universität Basel. Die Universitäten Freiburg, Genf und Lausanne sowie das Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) erhielten je einen ERC-Grant.
 

THE-Ranking 7 Schweizer Hochschulen in Top 200

Das Times-Higher-Education-Ranking 2018 zählt sieben Schweizer Hochschulen unter den 200 besten Universitäten der Welt. Die ETH Zürich kommt auf den 10. Platz, die ETH Lausanne auf Rang 38. Die Universität Basel liegt auf Platz 95. Die Universität Bern nimmt Platz 105 ein und die Universität Genf kommt auf Rang 130. Die Universität Zürich kommt dieses Jahr auf Platz 136 und die Universität Lausanne auf Platz 152. Die Universität Freiburg nimmt einen Rang zwischen 201 und 250 ein, während die Universitäten Neuenburg und St. Gallen einen Platz zwischen 401 und 500 belegen.

Europäischer Akademienverbund Antonio Loprieno zum Präsidenten gewählt

Die Generalversammlung des Europäischen Akademienverbunds (ALLEA) wählte den ehemaligen Rektor der Universität Basel, Antonio Loprieno, für die Jahre 2018-2021 zu ihrem Präsidenten. ALLEA vereint die Akademien der Wissenschaften aus rund vierzig europäischen Staaten unter einem Dach und definiert die Rahmenbedingungen der Wissenschaftspolitik auf europäischer Ebene. 

Voranschlag 2018 Bundesrat spart bei Bildung und Forschung

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018 zuhanden des Parlaments. In seinem Budgetentwurf sind Sparmassnahmen im Umfang von knapp einer Milliarde Franken enthalten. Davon entfallen rund 220 Mio. Franken auf den Bereich Bildung und Forschung. Als Folge dieser einschneidenden Kürzungen würde das Wachstum der finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im kommenden Jahr mit nur 0,2% stagnieren.

Erasmus+ WBK-S fordert Vollassoziierung ab 2021

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich einstimmig für die Weiterführung der indirekten Beteiligung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ aus. Für die Fortführung der seit 2014 laufenden Übergangslösung in den Jahren 2018-2020 stimmte die Kommission einem Kredit im Umfang von 114,5 Mio. Franken zu. Gleichzeitig reichte die WBK-S mit 7 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung eine Kommissionsmotion ein, die den Bundesrat beauftragen soll, schnellstmöglich Verhandlungen mit der Europäischen Union über eine Vollassoziierung an Erasmus+ ab 2021 aufzunehmen.

Eurostars-2 und AAL Schweiz wieder Vollmitglied

Der Bundesrat genehmigte zwei Abkommen, die der Schweiz erlauben, sich rückwirkend ab Januar 2017 wieder als Vollmitglied an den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen Eurostars-2 und Active and Assisted Living (AAL) zu beteiligen. Die Programme sind vor allem für forschungsintensive KMU interessant, die neue Märkte erschliessen wollen. Dank der Genehmigung der Abkommen kann die Schweiz wieder aktiv über die Ausrichtung der beiden Programme mitbestimmen. Dank einer Aufstockung des Schweizer Förderbudgets mit Mitteln aus Horizon 2020 können zusätzliche Projekte mit Schweizer Partnern finanziert werden.

FK-S Spar-Motion einstimmig abgelehnt

Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) lehnte eine Motion ihrer Schwesterkommission für eine Änderung des Finanzhaushaltsgesetzes einstimmig ab. Der Vorstoss der FK-N sieht vor, dass künftige Sparmassnahmen prioritär in Bereichen erfolgen sollen, die während der letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen. Der Ständerat wird in der Herbstsession 2017 über den Vorstoss entscheiden. 

PH Zug Esther Kamm ist neue Rektorin

Esther Kamm übernahm das Amt als Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) per 1. August 2017. Die ausgebildete Sekundarlehrerin, die zuletzt die Abteilung Sekundarstufe I der PH Zürich leitete, war 2016 vom Zuger Regierungsrat ernannt worden. Sie folgt auf die zurückgetretene Brigit Eriksson-Hotz, die nach ihrem Rücktritt als Rektorin weiterhin für die PH Zug arbeiten wird.

Shanghai-Ranking 2017 Fünf Schweizer unter den Top 100

Die Universität Shanghai veröffentlichte ihr jährliches Ranking der 500 besten Universitäten der Welt. Fünf Schweizer Hochschulen sind unter den 100 Bestbenoteten des Rankings: Die ETH Zürich nimmt Platz 19 ein, gefolgt von den Universitäten Zürich (Rang 58) und Genf (Rang 60). Die ETH Lausanne liegt auf Platz 76 und die Universität Basel erreicht Platz 95. Die Universität Bern klassiert sich auf einem Rang zwischen 101 und 151, die Universität Lausanne ist zwischen 151 und 200 platziert. Die Universität Freiburg fügt sich zwischen Rang 401 und 500 ein.

Innosuisse Innovationsrat gewählt

Der Verwaltungsrat von Innosuisse hat 20 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in den Innovationsrat gewählt. Fünf dieser Experten sind Mitglieder der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), deren Kompetenzen Innosuisse ab dem 1. Januar 2018 übernimmt. Der Innovationsrat ist das Fachorgan von Innosuisse und wird über die Fördergesuche entscheiden.

EDK Revision der Interkantonalen Universitätsvereinbarung

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) eröffnete die Vernehmlassung für eine neue Interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV). Künftig sollen die kantonalen Tarife für Studierende, die eine Universität ausserhalb ihres Heimatkantons besuchen, auf Basis der effektiven Kosten berechnet werden. Das neue Berechnungssystem ersetzt die Rabatte für Wanderungsverluste und soll eine Erhöhung der Kosten der Kantone von 2,9% zur Folge haben. Die Vernehmlassung für die totalrevidierte IUV läuft bis am 31. Januar 2018.

Tierversuche Zahl der Versuchstiere rückläufig

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 7,7% weniger Tierversuche durchgeführt als im Vorjahr. Der Rückgang erklärt sich durch den Abschluss verschiedener Projekte, in denen eine grosse Anzahl Fische und Amphibien involviert waren. Im 2016 waren drei Viertel der in Versuche involvierten Tiere keiner oder nur einer leichten Belastung ausgesetzt. Fast zwei Drittel der Versuchstiere wurden in der Grundlagenforschung eingesetzt.    

Digitalisierung Bundesrat bereitet Aktionsplan vor

Der Bundesrat will die digitalen Kompetenzen in Bildung und Forschung mit einem Aktionsplan stärken. In der Bildung sollen die MINT-Fächer sowie berufliche Weiterbildungen verstärkt gefördert werden. In der Forschung sollen Nationale Forschungsprogramme über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft lanciert werden. An den Hochschulen ist ein Ausbau der Kompetenzen in der Informatik vorgesehen: Unter anderem sind neue Nationale Forschungsschwerpunkte und zusätzlichen Professuren im ETH-Bereich geplant. Über die Finanzierung der Massnahmen wird der Bundesrat im Herbst 2017 entscheiden. 

Selbstbestimmungsinitiative Bundesrat empfiehlt Ablehnung

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gefährde die Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz und weise zahlreiche Unklarheiten auf. Das Volksbegehren will den Vorrang von Schweizer Verfassungsrecht vor Völkerrecht verankern. Damit würden völkerrechtliche Verträge gefährdet und internationale Verpflichtungen der Schweiz in Frage gestellt. 

Rasa-Initiative SPK-N lehnt Gegenvorschläge ab

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) empfiehlt ihrem Rat die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 17 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen zur Ablehnung. Zudem lehnt die Mehrheit der SPK-N verschiedene Gegenvorschläge zur Initiative ab. Der Nationalrat wird jedoch über drei Gegenvorschlags-Varianten diskutieren können, die in der Kommission als Minderheitsanträge eingereicht wurden. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung wieder aus der Verfassung zu streichen.

Akademien der Wissenschaften Schweiz Leistungsvereinbarung bis 2020 unterzeichnet

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterzeichneten die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2017-2020. Der Bund unterstützt die Akademien der Wissenschaften Schweiz in der vierjährigen Periode insgesamt mit 169 Millionen Franken. Davon werden rund 44 Millionen im Bereich Langzeitunternehmen investiert. Rund 95 Millionen werden zur Erfüllung der Grundaufträge aufgewendet. Die Akademien verfolgen folgende vier thematischen Schwerpunkte: Bildung und Nachwuchs, Umgang mit natürlichen Ressourcen, Gesundheitssystem im Wandel und Wissenschaftskultur.

Budget 2018 Massive Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018. Die Regierung plant massive Kürzungen der finanziellen Mittel im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) gegenüber den Beschlüssen des Parlaments in der BFI-Botschaft 2017-2020. Gemäss Voranschlag sollen die finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im Jahr 2018 lediglich um 0,2% wachsen. Der Bundesrat begründet die Sparmassnahmen mit der tiefer ausgefallenen Teuerung und mit aktuellen Mehrausgaben in anderen Bereichen, welche im Parlament derzeit noch höhere Priorität geniessen (Altersvorsorge, Armee, Nationalstrassen).

swissuniversities Bergamaschi als Präsident Kammer FH wiedergewählt

Die Mitglieder der Kammer Fachhochschulen (FH) von swissuniversities haben ihren Präsidenten Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), wiedergewählt. Franco Gervasoni, Direktor der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), wurde in seiner Funktion als Vize-Präsident der Kammer FH bestätigt. Beide wurden für die Amtsperiode 2018-2020 wiedergewählt. 

Global Innovation Index 2017 Schweiz führt Rangliste erneut an

Im siebten Jahr in Folge steht die Schweiz an der Spitze des Global Innovation Index. Gefolgt wird sie im Jahr 2017 von Schweden und den Niederlanden. Der Global Innovation Index misst die Innovationsleistung von weltweit über 120 Ländern und wird von der Cornell University, der Wirtschaftshochschule INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht. 

Zuwanderung Verordnung zur Umsetzung von Verfassungsartikel 121a

Der Bundesrat entschied über die Umsetzung des neuen Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung auf Verordnungsstufe. Demnach soll die Meldepflicht für offenen Arbeitsstellen schweizweit in Berufsarten eingeführt werden, in denen eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von fünf Prozent erreicht oder überschritten wird. Der Bundesrat kann diesen Wert jährlich neu bestimmen. Diese gesetzliche Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist mit der Personenfreizügigkeit vereinbar. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis zum 6. September 2017.