Neueste News

Akademien der Wissenschaften Schweiz Antonio Loprieno wird Präsident

Die Delegierten wählten Antonio Loprieno zum Präsidenten der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Der Professor für Ägyptologie übernimmt das Amt per 1. Mai 2018 von Maurice Campagna. Von 2006 bis 2015 war Loprieno Rektor der Universität Basel und präsidierte in dieser Funktion während sieben Jahren die Schweizerische Rektorenkonferenz (CRUS).  Im September 2017 wurde Loprieno bereits zum Präsidenten des All European Academies für die Jahre 2018-2021 ernannt.

Erasmus+ FK-N beantragt Kreditkürzung

Im Rahmen eines Mitberichts befasste sich die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) mit der Schweizer Lösung zur Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung 2018-2020. Mit 13 zu 11 Stimmen beantragt eine Mehrheit der Kommission, den vom Bundesrat dafür veranschlagten Kredit von 114,5 Mio. Franken zu kürzen. 9,3 Mio. Franken zur Förderung von Kooperationen mit ausländischen Bildungsinstitutionen sollen gestrichen werden. Eine Minderheit der FK-N beantragt zudem, die für die nationale Agentur Movetia eingeplanten 11,1 Mio. Franken zu streichen. Der Nationalrat wird in der Wintersession über die Vorlage entscheiden.

Humanmedizin WBK-S: kein Praktikum als Eignungstest

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich gegen die Einführung eines obligatorischen Praktikums als Eignungsnachweis für das Studium der Humanmedizin aus. Die Kommissionsmitglieder lehnten eine entsprechende Motion zur Anpassung bei der Zulassung zum Medizinstudium einstimmig ab. Die WBK-S ist insbesondere der Ansicht, dass es organisatorisch und finanziell kaum machbar ist, genügend Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Der Nationalrat hatte dem Vorstoss in der Sommersession zugestimmt.

Rasa-Initiative Auch SPK-S lehnt Initiative ab

Nach Bundesrat und Nationalrat lehnt auch die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) ab. Der Entscheid fiel mit 10 zu 1 Stimmen bei 1 Enthaltung. Mit 9 zu 3 Stimmen lehnte die SPK-S ausserdem einen Antrag für einen direkten Gegenvorschlag ab. Demnach hätte im Verfassungsartikel über die Zuwanderung ergänzt werden sollen, dass die Schweiz ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalten muss. Der Ständerat wird in der Wintersession über die Rasa-Initiative entscheiden.

Europäisches Hochschulinstitut Zusammenarbeit fortsetzen

Die Schweiz will ihre Zusammenarbeit mit dem Europäischen Hochschulinstitut in der Nähe von Florenz weiterführen und verstärken. Mit einem gemeinsamen Abkommen wird die in der BFI-Botschaft 2017-2020 bekräftigte Absicht des Bundesrates bestätigt. Das Europäischen Hochschulinstitut ist eine universitäre Forschungseinrichtung, die Doktorats- und Postdoktorats-Ausbildungen in verschiedenen Fächern anbietet. Zahlreiche Schweizer Forschende sind am Institut tätig; seit 2001 besteht dort auch ein von der Schweiz finanzierter Lehrstuhl. 
 

Nobelpreis Chemie Schweizer Forscher ausgezeichnet

Jacques Dubochet erhält den Nobelpreis für Chemie 2017. Der an der Universität Lausanne tätige Forscher wurde für seine herausragenden Erfolge in der Entwicklung von Kryo-Elektronen-Mikroskopen ausgezeichnet. Jacques Dubochet teilt die Auszeichnung mit zwei weiteren Forschern – Joachim Frank aus den USA und Richard Henderson aus Grossbritannien.

ETH-Rat Studiengebühren steigen ab Herbst 2019

Der ETH-Rat will die Gebühren für Studierende der ETH Zürich und der EPFL ab dem Studienjahr 2019/2020 erhöhen. Gestaffelt über zwei Jahre sollen die jährlichen Gebühren um 500 Franken ansteigen – von heute 1160 Franken auf 1660 Franken im Jahr 2020. Die Einnahmen aus den höheren Studiengebühren sollen vor allem in die Lehre der beiden ETH investiert werden. Nach einer Anhörung und einer Ämterkonsultation wird der ETH-Rat voraussichtlich im Frühling 2018 seinen definitiven Entscheid fällen.

Erasmus+ Ständerat fordert Verhandlungen

Mit 38 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen sprach sich der Ständerat für die Weiterführung der indirekten Beteiligung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2018-2020 aus. Gleichzeitig stimmte die kleine Kammer mit 28 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung einer Motion ihrer Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) zu. Der Kommissionsvorstoss soll den Bundesrat beauftragen, schnellstmöglich Verhandlungen mit der EU über eine Schweizer Assoziierung am Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 aufzunehmen. In der Wintersession 2017 wird sich der Nationalrat mit dem Thema befassen.

Finanzhaushaltgesetz Keine neuen Prioritäten beim Sparen

Der Ständerat lehnte eine Motion zur Änderung des Finanzhaushaltgesetzes geschlossen ab. Der Vorstoss der Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) forderte, dass eine neue Prioritätenordnung für künftige Sparmassnahmen des Bundes eingeführt wird. Demnach sollten Kürzungen vor allem in Ausgabebereichen erfolgen, die in den letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum verzeichneten.

Rasa-Initiative Ablehnung ohne Gegenvorschlag

Der Nationalrat lehnt die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 125 zu 17 Stimmen bei 50 Enthaltungen ab. Auch verschiedene Minderheitsanträge für einen direkten Gegenvorschlag zum Volksbegehren lehnte die grosse Kammer ab. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung zwecks Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative wieder aus der Verfassung zu streichen. Als nächstes wird sich der Ständerat mit der Vorlage auseinandersetzen.

Höhere Berufsbildung Verordnung angepasst

Ab dem 1. Januar 2018 erstattet der Bund direkte finanzielle Unterstützungen an Personen, die einen Vorbereitungskurs für eine höhere Berufs- oder Fachprüfung absolvieren und danach an einer eidgenössischen Prüfung teilnehmen. Zudem werden die Beiträge zugunsten der höheren Berufsbildung erhöht. Nun verabschiedete der Bundesrat die dafür notwendige Änderung der Berufsbildungsverordnung. Damit soll die höhere Berufsbildung gestärkt und der Fachkräftemangel bekämpft werden. 

ERC Starting Grants 21 Förderungen in der Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt in diesem Jahr Starting Grants an 406 Nachwuchsforschende und unterstützt diese mit insgesamt 605 Millionen Euro. 21 Starting Grants gingen an Forschende in der Schweiz. Die ETH Lausanne erhielt sechs Grants. Die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Friedrich Miescher Institut erhielten je drei Grants. Zwei gingen an die Universität Basel. Die Universitäten Freiburg, Genf und Lausanne sowie das Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) erhielten je einen ERC-Grant.
 

THE-Ranking 7 Schweizer Hochschulen in Top 200

Das Times-Higher-Education-Ranking 2018 zählt sieben Schweizer Hochschulen unter den 200 besten Universitäten der Welt. Die ETH Zürich kommt auf den 10. Platz, die ETH Lausanne auf Rang 38. Die Universität Basel liegt auf Platz 95. Die Universität Bern nimmt Platz 105 ein und die Universität Genf kommt auf Rang 130. Die Universität Zürich kommt dieses Jahr auf Platz 136 und die Universität Lausanne auf Platz 152. Die Universität Freiburg nimmt einen Rang zwischen 201 und 250 ein, während die Universitäten Neuenburg und St. Gallen einen Platz zwischen 401 und 500 belegen.

Europäischer Akademienverbund Antonio Loprieno zum Präsidenten gewählt

Die Generalversammlung des Europäischen Akademienverbunds (ALLEA) wählte den ehemaligen Rektor der Universität Basel, Antonio Loprieno, für die Jahre 2018-2021 zu ihrem Präsidenten. ALLEA vereint die Akademien der Wissenschaften aus rund vierzig europäischen Staaten unter einem Dach und definiert die Rahmenbedingungen der Wissenschaftspolitik auf europäischer Ebene. 

Voranschlag 2018 Bundesrat spart bei Bildung und Forschung

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018 zuhanden des Parlaments. In seinem Budgetentwurf sind Sparmassnahmen im Umfang von knapp einer Milliarde Franken enthalten. Davon entfallen rund 220 Mio. Franken auf den Bereich Bildung und Forschung. Als Folge dieser einschneidenden Kürzungen würde das Wachstum der finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im kommenden Jahr mit nur 0,2% stagnieren.

Erasmus+ WBK-S fordert Vollassoziierung ab 2021

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich einstimmig für die Weiterführung der indirekten Beteiligung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ aus. Für die Fortführung der seit 2014 laufenden Übergangslösung in den Jahren 2018-2020 stimmte die Kommission einem Kredit im Umfang von 114,5 Mio. Franken zu. Gleichzeitig reichte die WBK-S mit 7 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung eine Kommissionsmotion ein, die den Bundesrat beauftragen soll, schnellstmöglich Verhandlungen mit der Europäischen Union über eine Vollassoziierung an Erasmus+ ab 2021 aufzunehmen.

Eurostars-2 und AAL Schweiz wieder Vollmitglied

Der Bundesrat genehmigte zwei Abkommen, die der Schweiz erlauben, sich rückwirkend ab Januar 2017 wieder als Vollmitglied an den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen Eurostars-2 und Active and Assisted Living (AAL) zu beteiligen. Die Programme sind vor allem für forschungsintensive KMU interessant, die neue Märkte erschliessen wollen. Dank der Genehmigung der Abkommen kann die Schweiz wieder aktiv über die Ausrichtung der beiden Programme mitbestimmen. Dank einer Aufstockung des Schweizer Förderbudgets mit Mitteln aus Horizon 2020 können zusätzliche Projekte mit Schweizer Partnern finanziert werden.

FK-S Spar-Motion einstimmig abgelehnt

Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) lehnte eine Motion ihrer Schwesterkommission für eine Änderung des Finanzhaushaltsgesetzes einstimmig ab. Der Vorstoss der FK-N sieht vor, dass künftige Sparmassnahmen prioritär in Bereichen erfolgen sollen, die während der letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen. Der Ständerat wird in der Herbstsession 2017 über den Vorstoss entscheiden. 

PH Zug Esther Kamm ist neue Rektorin

Esther Kamm übernahm das Amt als Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) per 1. August 2017. Die ausgebildete Sekundarlehrerin, die zuletzt die Abteilung Sekundarstufe I der PH Zürich leitete, war 2016 vom Zuger Regierungsrat ernannt worden. Sie folgt auf die zurückgetretene Brigit Eriksson-Hotz, die nach ihrem Rücktritt als Rektorin weiterhin für die PH Zug arbeiten wird.

Shanghai-Ranking 2017 Fünf Schweizer unter den Top 100

Die Universität Shanghai veröffentlichte ihr jährliches Ranking der 500 besten Universitäten der Welt. Fünf Schweizer Hochschulen sind unter den 100 Bestbenoteten des Rankings: Die ETH Zürich nimmt Platz 19 ein, gefolgt von den Universitäten Zürich (Rang 58) und Genf (Rang 60). Die ETH Lausanne liegt auf Platz 76 und die Universität Basel erreicht Platz 95. Die Universität Bern klassiert sich auf einem Rang zwischen 101 und 151, die Universität Lausanne ist zwischen 151 und 200 platziert. Die Universität Freiburg fügt sich zwischen Rang 401 und 500 ein.

Innosuisse Innovationsrat gewählt

Der Verwaltungsrat von Innosuisse hat 20 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in den Innovationsrat gewählt. Fünf dieser Experten sind Mitglieder der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), deren Kompetenzen Innosuisse ab dem 1. Januar 2018 übernimmt. Der Innovationsrat ist das Fachorgan von Innosuisse und wird über die Fördergesuche entscheiden.