Neueste News

SNF 2016 rund 3'200 Forschungsvorhaben gefördert

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützte im Jahr 2016 rund 3’200 Forschungsvorhaben mit einem Betrag von insgesamt 937 Millionen Franken. Davon gingen 200 Millionen Franken an exzellente Nachwuchsforschende in der Schweiz. Der SNF unterstützte insgesamt 14'000 Forschenden an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen sowie im ETH-Bereich. Mehr als 2’000 internationale Kooperationen sind in diesem Rahmen vorgesehen.

Gentechnikgesetz WBK-S unterstützt Freisetzungsversuche

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) befasste sich mit der letzten verbliebenen Differenz bei der Änderung des Gentechnikgesetzes. Mit 6 zu 4 Stimmen beantragt sie ihrem Rat, das Verbot von wissenschaftlichen Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO), welche gentechnisch eingebrachte Resistenzgene enthalten, aufzuheben. Der Nationalrat hält seinerseits am Verbot fest. Der Ständerat wird sich während der Sommersession im Juni mit dieser Frage befassen.

SATW Willy R. Gehrer ist neuer Präsident

Anlässlich ihrer Versammlung wählten die Mitglieder der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) Willy R. Gehrer zum neuen Präsidenten. Er trat per 9. Mai die Nachfolge von Ulrich W. Suter an, der die Akademie während sechs Jahren führte. Zuletzt war Willy R. Gehrer als CEO für die Bereiche Energy und Transportation Systems von Siemens Schweiz tätig. Von 2009 bis 2013 präsidierte er Electrosuisse.

SBFI Schweiz und Japan verstärken Zusammenarbeit

Die Schweiz und Japan verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Die beiden Länder unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine vereinfachte direkte Zusammenarbeit ihrer Forschungsförderungsagenturen. Für Schweizer Forschende ist Japan der Hauptpartner in Asien: Zwischen 2011 und 2016 finanzierte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 215 Projekte, die gemeinsam von japanischen und schweizerischen Forschenden geführt wurden, mit rund 101 Millionen Franken.

Finanzhaushaltgesetz Nationalrat will neue Sparprioritäten

Mit 99 zu 84 Stimmen nahm der Nationalrat eine Motion seiner Finanzkommission an, die vom Bundesrat prioritäre Sparmassnahmen verlangt. Sparmassnahmen sollen jene Aufgabenbereiche treffen, die während den letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen, wie zum Beispiel der Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Der Ständerat wird diese Motion nun als Zweitrat behandeln.

Bundesausgaben Nur tatsächliche Teuerung ausgleichen

Mit 133 zu 55 Stimmen stimmte der Nationalrat einer Motion zu, die verlangt, dass für sämtliche Bundesausgaben die Teuerung nur dann ausgeglichen werden kann, wenn tatsächlich eine Teuerung ausfällt. Bisher legt das Parlament die Kompensation der Teuerung aufgrund von Prognosen vorgängig fest, wodurch es jüngst zu ungerechtfertigten Mehrausgaben kam. Der Ständerat hatte diese Motion bereits angenommen.

Gentechnikgesetz Freisetzung von GVO in Forschung umstritten

Die Differenzenbereinigung zum Gentechnikgesetz kommt in die Schlussphase. Umstritten bleiben die Bestimmungen zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Forschung. Im Gegensatz zu Ständerat und Bundesrat will der Nationalrat diese Freisetzung mit 132 gegen 56 Stimmen verbieten. Die Mehrheit der grossen Kammer ist der Meinung, dass das Risiko besteht, dass GVO in die Umwelt gelangen könnten. Die Minderheit bekräftigte, dass ein Verbot für den Forschungsstandort Schweiz ein Nachteil wäre. Der Nationalrat gab in zwei anderen Punkten nach. Nun wird der Ständerat diese letzte Differenz behandeln.

Erasmus+ Bundesrat setzt Übergangslösung fort

Der Bundesrat will die Schweizer Lösung für eine indirekte Beteiligung am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2018-2020 fortführen. Er beantragt dem Parlament dafür einen Gesamtkredit von 114,5 Millionen Franken. Seit der Sistierung der Verhandlungen zur Vollassoziierung der Schweiz am Programm Erasmus+ im Februar 2014 sichert eine Übergangslösung die internationale Bildungsmobilität der Schweizer Studierenden. Diese läuft bis Ende 2017. Der Bundesrat will die Möglichkeit einer Assoziierung an das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 prüfen.

Rasa-Initiative Bundesrat verzichtet auf Gegenentwurf

Der Bundesrat überwies seine Botschaft zur Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) an das Parlament. Er verzichtet darauf, einen direkten Gegenvorschlag zur Initiative vorzulegen. Grund dafür sind die negativen Rückmeldungen auf die beiden direkten Gegenentwürfe, welche der Bundesrat anfangs Februar 2017 in die Vernehmlassung geschickt hatte. Die Regierung lehnt die Rasa-Initiative ab, da sie eine Streichung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung nicht als zielführend erachtet.

swissuniversities Elf Kooperationen zwischen Hochschulen

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities bewilligte elf Kooperationsprojekte im Bereich der Doktoratsausbildung, wie der Dachverband FH Schweiz berichtet. Acht dieser Projekte betreffen Zusammenarbeiten zwischen universitären Hochschulen (UH) und Fachhochschulen; die drei anderen erfolgen zwischen UH und Pädagogischen Hochschulen. Dafür werden projektgebundene Beiträge im Umfang von 3,7 Millionen Franken gesprochen. swissuniversities lancierte bereits eine zweite Ausschreibung; Eingabefrist ist Ende Oktober 2017.

ERC Advanced Grants 25 Förderungen für die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergab 2016 insgesamt 231 Advanced Grants mit einem Gesamtvolumen von 540 Millionen Euro. 25 der prestigeträchtigen Förderungen gehen an erfahrene Forschende in der Schweiz, 8 davon an die ETH Zürich. Die Universität Zürich erhält fünf Advanced Grants und das Friedrich Miescher Institute drei. Die ETH Lausanne und die Universität Bern erhalten je zwei Grants. Die Universitäten Freiburg, Genf und Lausanne sowie die Universität der italienischen Schweiz und das Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) erhalten je eine Förderung.

Bundesrat Strategische Ziele für den ETH-Bereich

Der Bundesrat legte die strategischen Ziele für den ETH-Bereich für die Periode 2017-2020 fest. Diese sind auf das Budget von insgesamt 10,4 Milliarden Franken für den Bereich abgestimmt. Die strategischen Ziele ersetzen die Leistungsaufträge, mit denen der Bundesrat den ETH-Bereich bisher gesteuert hatte.

Schweizerischer Innovationspark 150 Millionen Franken für Bürgschaften frei

Der Bundesrat gab 150 Millionen Franken frei, mit denen der Schweizerische Innovationspark in Form von Bürgschaften unterstützt werden kann. Es handelt sich dabei um die erste von drei geplanten Bürgschafts-Tranchen. Insgesamt sind zu diesem Zweck 350 Millionen Franken vorgesehen. Die Bürgschaften dienen der Einrichtung von Forschungsinfrastrukturen und technologischen Plattformen.

Gentechnikgesetz WBK-N berät die Differenzen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) beriet die drei verbleibenden Differenzen betreffend der Änderung des Gentechnikgesetzes. Mit 15 zu 6 Stimmen beantragt sie, die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin zu verbieten, wenn diese Gene enthalten, die Antibiotikaresistenz herbeiführen. Der Ständerat will seinerseits diese Verfügung aufheben. Bei den zwei anderen Differenzen schloss sich die WBK-N den Entscheiden des Ständerats an. Der Nationalrat wird anlässlich der Sondersession Anfang Mai 2017 über die Vorlage entscheiden.

Innosuisse Annalise Eggimann wird Direktorin

Der Bundesrat genehmigte auf Antrag des Verwaltungsrates von Innosuisse die Wahl von Annalise Eggimann als Direktorin von Innosuisse. Sie übernimmt die Führung der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung per 1. April 2017. Annalise Eggimann ist aktuell Geschäftsführerin der Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Sie wird im Übergangsjahr 2017 beide Ämter parallel ausführen.

swissuniversities Hochschulen fordern Assoziierung an Erasmus+

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities veröffentlichte ein Plädoyer für die Assoziierung der Schweiz an das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. In ihrer Stellungnahme unterstreicht swissuniversities die Bedeutung der Mobilität für die Schweizer Hochschulen und erläutert die Einschränkungen der bestehenden Übergangslösung. Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen sprach sich für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Europäischen Kommission aus. Die Schweiz soll sich möglichst bald an Erasmus+ assoziieren können, spätestens im nächsten Rahmenprogramm für allgemeine und berufliche Bildung ab 2021.

Times Higher Education UNINE unter den besten kleinen Unis

Times Higher Education (THE) veröffentlichte ein Ranking der zwanzig besten kleinen Universitäten der Welt für das Jahr 2017. Diese Rangliste umfasst nur die Universitäten, die weniger als 5'000 Studierende haben. Die Universität Neuenburg (UNINE) belegt den 18. Rang. 2016 war die UNINE auf dem 11. Platz. Der erste Platz entfiel wie letztes Jahr auf das California Institute of Technology (Caltech).

Europäisches Patentamt Mehr Patente aus der Schweiz

Im Jahr 2016 wurden beim Europäischen Patentamt (EPA) insgesamt 7'300 Patente aus der Schweiz angemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber 2015. Kein anderes Land reichte pro Einwohner so viele Patente ein wie die Schweiz. Mit der ETH Zürich, der ETH Lausanne und der Universität Zürich befinden sich drei Hochschulen unter den Top-20 der Schweizer Patentanmeldern.

SNF 42 neue Förderungsprofessuren

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) vergab 42 Förderungsprofessuren an Nachwuchsforschende. Davon gehen 13 an die Universität Zürich, gefolgt von Basel mit sieben. Die Universität Bern gewinnt fünf, Genf und die ETH Zürich vier; je drei Förderungen gehen nach Freiburg und Lausanne. Luzern, Neuenburg und die ETH Lausanne erhalten je eine Förderungsprofessur. Der SNF unterstützt diese Professuren während vier Jahren mit durchschnittlich 1,48 Millionen Franken. Hochqualifizierte junge Forschende können auf diese Weise mit einem eigenen Team ein Forschungsprojekt lancieren.

Gentechnikgesetz Moratorium wird um vier Jahre verlängert

Mit 39 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen entschied der Ständerat, das Gentech-Moratorium um weitere vier Jahre bis 2021 zu verlängern. Die kleine Kammer folgt damit dem Nationalrat. Der Ständerat lehnte ausserdem einen Antrag ab, der darauf abzielte, das Anbauverbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) um acht Jahre zu verlängern; ebenso sprach er sich gegen ein Konzept für eine Koexistenz von Kulturen mit und ohne GVO aus. Der Ständerat weicht aber in anderen Punkten von den Entscheiden des Nationalrats ab. Infolgedessen wird die grosse Kammer die Vorlage in der Sondersession im Mai erneut beraten.

SNF Ein NFP zur Gesundheitsversorgung

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lancierte das Nationale Forschungsprogramm «Gesundheitsversorgung» (NFP 74). Dieses neue NFP wird einerseits Lösungen suchen, um medizinische Überversorgung und Mängel im Gesundheitswesen zu verringern. Andererseits entwickelt das Forschungsprogramm effektivere und günstigere Modelle der Gesundheitsversorgung, insbesondere für Personen mit chronischen Erkrankungen. Das NFP 74 verfügt über ein Budget von 20 Millionen Franken. Bisher genehmigte der SNF 29 Forschungsprojekte.

Rechnung 2016 Neue Sparmassnahmen angekündigt

Der Bundeshaushalt schloss im Jahr 2016 mit einem Überschuss von 800 Millionen Franken. Gleichwohl erwartet der Bundesrat für die kommenden Jahre strukturelle Defizite. Aus diesem Grund kündigte er neue Sparmassnahmen für die Jahre 2018-2021 im Umfang von rund einer Milliarde Franken pro Jahr an. Vorgesehen ist eine Teuerungskorrektur in schwach gebundenen Bereichen von rund 500 Millionen pro Jahr. Davon sind auch Bildung und Forschung betroffen. Weiter sind jährliche Kürzungen von 150 Millionen Franken in der Verwaltung sowie gezielte Kürzungen im Umfang von 300-350 Millionen geplant.

SNF Neues NFP zu Fürsorgemassnahmen

Der Bundesrat lanciert ein neues Nationales Forschungsprogramm (NPF) zum Thema «Fürsorge und Zwang – Geschichte, Gegenwart, Zukunft». Das NPF soll die Merkmale, Mechanismen und sozialen Konsequenzen der schweizerischen Fürsorge- und Zwangsmassnahmen analysieren. Die Resultate dienen der Entwicklung des gesetzlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmens in diesem Bereich. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) führt das fünf Jahre dauernde Programm mit einem Budget von 18 Millionen Franken durch.

Empa Direktor Gian-Luca Bona wiedergewählt

Der Bundesrat hat auf Antrag des ETH-Rats den Direktor der eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), Gian-Luca Bona, für weitere vier Jahre wiedergewählt. Gian-Luca Bona, der die Institution seit 2009 führt, tritt seine dritte Amtszeit an.