Neueste News

ETH-Gesetz Teilrevision in Vernehmlassung

Der Bundesrat schickte eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Gesetz) in die Vernehmlassung. Die gesetzlichen Anpassungen betreffen die Themen Corporate-Governance, Personalrecht, Energieverkauf sowie die Umsetzung von Empfehlungen der Eidgenössischen Finanzkontrolle. Die Vernehmlassung dauert bis am 8. März 2019.

Voranschlag 2019 FK-S beantragt höhere BFI-Kredite

Im Rahmen der Beratung des Voranschlags 2019 beantragt die Finanzkommission des Ständerats (FK-S), verschiedene Kreditpositionen im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) um insgesamt 98,2 Millionen Franken aufzustocken. Die Anträge wurden mit 8 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen beziehungsweise mit 9 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung eingereicht. Die eidgenössischen Räte werden in der Wintersession über das Bundesbudget für das Jahr 2019 entscheiden.

Politische Bildung Weiter wie bisher

Die Strukturen und Praktiken zur Förderung von politischer Bildung haben sich bewährt. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über den Stand der politischen Bildung in der Schweiz. Die aktuellen Rahmenbedingungen sollen weiterhin fortbestehen.

Voranschlag 2019 FK-N: keine Korrektur im BFI-Bereich

Die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) hat den Voranschlag des Bundes für das Jahr 2019 vorberaten. Mit 18 zu 7 Stimmen lehnte es die FK-N ab, die finanziellen Mittel im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) aufzustocken. Eine Minderheit der FK-N beantragt dem Ratsplenum gleichwohl, die Kredite im BFI-Bereich um insgesamt 115 Mio. Franken zu erhöhen.

Aktionsplan Digitalisierung Innosuisse setzt zwei Massnahmen um

Im Rahmen des Aktionsplans zur Förderung der Digitalisierung in den Jahren 2019-2020 setzt Innosuisse zwei Massnahmen um. Das Impulsprogramm «Fertigungstechnologien» soll jährlich mit 12 Mio. Franken Innovationsprojekte im Bereich Industrie 4.0 fördern. Die zweite Massnahme betrifft die Förderung der Digitalisierung in Energie und Mobilität über die Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER) mit jährlich 1,5 Mio. Franken. Die beantragten Zusatzmittel müssen vom Parlament im Rahmen des Budgets 2019 genehmigt werden.

F&E KMU investieren weniger in Innovation

Während zu Beginn der 2000er-Jahre fast jedes vierte Schweizer Unternehmen in Forschung und Entwicklung (F&E) investierte, sind es heute nur noch 13,3%. Zu diesem Ergebnis kommt jüngste Innovationserhebung der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, die im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) durchgeführt wurde. Insbesondere bei KMU geht die F&E-Tätigkeit seit 2000 kontinuierlich zurück.

BFI-Botschaft 2021-2024 Kantone fordern Einbezug

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) fordert, dass der Bund die Kantone frühzeitig in die Planung der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für die Periode 2021-2024 einbezieht. Die Kantone erwarten vom Bund, dass er seinen gesetzlich festgeschriebenen Verpflichtungen bei der Finanzierung im nachobligatorischen Bildungsbereich (Hochschulen, Berufsbildung) nachkommt.

Quantum Flagship Neues Flaggschiff-Projekt der EU

Die Europäische Kommission lancierte mit «Quantum Flagship» ein neues Forschungsflaggschiff im Bereich Quantentechnologie. Während der zehnjährigen Laufzeit sollen rund eine Milliarde Euro investiert werden. Im Rahmen von Horizon 2020 werden in einem ersten Schritt 20 Projekte mit insgesamt 132 Mio. Euro gefördert. Die Schweizer Beteiligung ist stark: Die ETH Zürich ist an sechs Projekten beteiligt, die Universitäten Basel und Genf je an drei, wobei letztere eines leitet. Ein weiteres Projekt wird vom Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Neuenburg koordiniert.

URG-Revision  RK-N nimmt Gesetzesentwurf an

Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats (RK-N) stimmte dem Entwurf des revidierten Urheberrechtsgesetzes (URG) mit 21 Stimmen bei einer Enthaltung zu. Die URG-Revision enthält unter anderem Anpassungen zu Gunsten der Forschung und des Bibliothekswesens. Rechte für die Nutzung von wissenschaftlich relevanten Informationen werden erweitert und Schranken gelockert. Das revidierte URG soll es ermöglichen, die Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen und eine offene Wissenschaft (Open Science) zu fördern.

Hochschulrat Zusammensetzung der Kantone bleibt gleich

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) bestätigte die Kantone Aargau, Graubünden, Schwyz und Wallis als Mitglieder des Hochschulrats in der Periode 2019-2022. Diese ergänzen die zehn Universitätskantone mit festem Sitz; der Kanton Basel-Landschaft nimmt als ständiger Gast ohne Stimmrecht teil. Der Hochschulrat ist neben der Plenarversammlung das zweite Gremium der Schweizerischen Hochschulkonferenz und behandelt Geschäfte, welche die Aufgaben der Hochschulträger betreffen.

ETH Zürich Joël Mesot wird Präsident

Auf einstimmige Empfehlung des ETH-Rats wählte der Bundesrat Joël Mesot zum neuen Präsidenten der ETH Zürich. Der Professor für Festkörperphysik wird das Amt per 1. Januar 2019 antreten und die Nachfolge von Lino Guzzella übernehmen, welcher der ETH Zürich seit 2015 als Präsident vorsteht. Joël Mesot ist seit 2008 Direktor des Paul Scherrer Instituts (PSI) und hat eine Doppelprofessur an der ETH Zürich und an der EPFL inne. 

Voranschlag 2019 WBK-N nimmt Stellung

Im Rahmen eines Mitberichtsverfahrens nahm die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) Stellung zum Voranschlag für das Jahr 2019. Die WBK-N beantragt der Finanzkommission (FK-N) mit grosser Mehrheit, den Gesamtbetrag für das kommende Jahr im Bereich Bildung, Forschung und Innovation um etwas mehr als 120 Mio. Franken zu erhöhen. Die zusätzlichen Ressourcen sollen für die Berufsbildung, Beiträge an die kantonalen Universitäten und Fachhochschulen, für den ETH-Bereich sowie für den Schweizerischen Nationalfonds eingesetzt werden.

Global Competitiveness Report 2018 Schweiz fällt vom Podest

Gemäss dem «Global Competitiveness Report 2018» des Word Economic Forums (WEF) büsst die Schweiz an Wettbewerbsfähigkeit ein. Sie belegt nach den USA, Singapur und Deutschland nur noch Rang 4; zuvor führte sie während neun Jahren das Ranking an. Der Sturz vom Podest ist mitunter durch eine neue Methode in der Berechnung zu erklären, welche Anforderungen der vierten industriellen Revolution (digitale Technologien) stärker gewichtet, wo die Schweiz weniger gut abschneidet. In anderen Bereichen, unter anderem in der Bildung, erzielt die Schweiz nach wie vor Spitzenwerte.

GesBG Ausführungsrecht in die Vernehmlassung geschickt

Der Bundesrat hat das Ausführungsrecht zum Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) in die Vernehmlassung geschickt. Dieses Gesetz wurde 2016 vom Parlament verabschiedet und regelt die Hochschulausbildung sowie die Berufsausübung für sieben Gesundheitsberufe. Die Vernehmlassung läuft bis zum 25. Januar 2019.

Wissenschaftliche Politikstipendien Öffentliche Diskussion im Bundeshaus

Welche Rolle spielen Think Tanks in der Schweizer Politik und wie üben sie Einfluss aus? Stehen Think Tanks in Konkurrenz zu Organisationen der Wissenschaft, die ebenfalls Wissen für den politischen Prozess zur Verfügung stellen? Um diese Frage dreht sich eine öffentliche Veranstaltung, welche von der Stiftung Wissenschaftliche Politikstipendien am 31. Oktober 2018 im Bundeshaus organisiert wird. Hier geht’s zum detaillierten Programm und zur Anmeldung.

Universität Basel Rektorin Andrea Schenker-Wicki bestätigt

Der Universitätsrat der Universität Basel wählte die amtierende Rektorin Andrea Schenker-Wicki für eine zweite vierjährige Amtszeit. Die Wirtschaftsprofessorin ist seit 2015 Rektorin und wird die Universität demnach auch in den Jahren 2019 bis 2022 leiten.

THE-Ranking 2019 7 Schweizer Hochschulen in Top 200

Das Ranking von Times Higher Education (THE) für das Jahr 2019 klassiert 7 Schweizer Hochschulen untern den besten 200 der Welt. Die ETH Zürich erreicht Platz 11, die ETH Lausanne rangiert auf dem 35. Rang. Die Universität Zürich auf Platz 90 gehört neu zu den Top 100. Es folgen die Universitäten Basel (Rang 103), Bern (110), Genf (135) und Lausanne (176). Die Universität Freiburg ist erneut zwischen 201 und 250 platziert, die Universität St. Gallen klassiert sich zwischen 401 und 500 und die Uni Neuenburg zwischen 501 und 600.

WBF Bundesrat Johann Schneider-Ammann tritt zurück

Bundesrat Johann Schneider-Ammann kündigte seinen Rücktritt per 31. Dezember 2018 an. Der ETH-Ingenieur aus dem Kanton Bern stand während acht Jahren dem eidgenössischen Department für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vor. Die Wahl für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann wird voraussichtlich in der Wintersession, am 5. Dezember 2018, stattfinden.

Digitalisierung Neues NFP lanciert

Der Bundesrat lancierte das neue Forschungsprogramm (NFP) «Digital Transition». Ziel des NFP ist es, Wissen über die Chancen und Risiken der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft zu erarbeiten. Das Programm wird vom Schweizerischen Nationalfonds durchgeführt und verfügt über ein Budget von insgesamt 30 Mio. Franken für die rund fünfjährige Laufzeit. Bei diesem neuen NFP handelt es sich um eine Massnahme im Rahmen des Aktionsplans Digitalisierung.

Horizon 2020 Schweizer Beteiligung gegenüber FRP 7 zurückgegangen

Die Schweizer Beteiligung an Horizon 2020 ist gegenüber dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP 7) insgesamt zurückgegangen. Gemäss einem Bericht des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation gingen vom 1. Januar 2014 bis zum 6. März 2018 2,4% der Beteiligungen an Horizon 2020 in die Schweiz; im FRP 7 (2007-2013) waren es 3,2%. Bei den Projektkoordinationen ging der Schweizer Anteil von 3,9% auf 2,6% zurück. 3,5% aller verpflichteten Beiträge in Horizon 2020 gingen in die Schweiz; im FRP 7 lag der Anteil bei 4,3%. Die Schweiz war in den Jahren 2014-2016 nur an Teilen von Horizon 2020 assoziiert. Seit dem 1. Januar 2017 besteht wieder eine Vollassoziierung.

Experimentierartikel Nationalrat stimmt doch zu

Mit 98 zu 92 Stimmen bei 2 Enthaltungen stimmte der Nationalrat vier gleichlautenden Motionen zu, welche wissenschaftliche Studien zum Cannabis-Konsum gesetzlich ermöglichen sollen. Im Betäubungsmittelgesetz soll demnach ein Experimentierartikel verankert werden, der eine regulierte Abgabe von Cannabis für wissenschaftliche Studien regelt. Noch im Juni 2018 lehnte die grosse Kammer einen identischen Vorstoss aus dem Ständerat ab. Der Bundesrat arbeitet bereits an einer entsprechenden Gesetzesänderung für Pilotversuche.

Digitalisierung Bundesrat verabschiedet neue Strategie

Der Bundesrat verabschiedete die Strategie «Digitale Schweiz» für die Jahre 2019 und 2020. Diese soll dazu beitragen, die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. Die Strategie ist offen für Zusammenarbeiten mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. In einem Aktionsplan zur Strategie können bundesexterne Vorhaben wie beispielsweise Forschungsinitiativen aufgenommen werden.

Open Access SNF unterstützt europäischen Plan

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt den «Plan S» der Europäischen Kommission, wonach europäische und nationale Forschungsförderer ab dem Jahr 2020 alle Forschenden verpflichten sollen, ihre Publikationen zu 100% direkt Open Access zu veröffentlichen. Der SNF verfolgt das gleiche Ziel, kann aber den Plan zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterzeichnen, weil seine aktuelle Open-Access-Strategie auch frei zugängliche Zweitpublikationen nach einer ersten Veröffentlichung in kostenpflichtigen Zeitschriften zulässt.

Voranschlag 2019 Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat budgetiert im Voranschlag für das Jahr 2019 einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. Gleichzeitig sieht er bei den Hochschulen und Forschungsinstitutionen Kürzungen der finanziellen Mittel vor: Im Vergleich zu den Finanzierungsbeschlüssen des Parlaments in der BFI-Botschaft 2017-2020 sowie den damit einhergehenden inhaltlichen Planungen sollen die finanziellen Mittel für den ETH-Bereich, die kantonalen Universitäten und Fachhochschulen, den Schweizerischen Nationalfonds, die Innosuisse und die Akademien der Wissenschaften Schweiz insgesamt um rund 128 Millionen Franken geringer ausfallen. National- und Ständerat werden in der Wintersession 2018 über den Voranschlag 2019 entscheiden.