Neueste News

Innosuisse Innovationsrat gewählt

Der Verwaltungsrat von Innosuisse hat 20 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in den Innovationsrat gewählt. Fünf dieser Experten sind Teil der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), deren Kompetenzen Innosuisse ab dem 1. Januar 2018 übernimmt. Der Innovationsrat ist das Fachorgan von Innosuisse und wird über die Fördergesuche entscheiden.

EDK Revision der IUV

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) eröffnete die Vernehmlassung für eine neue Interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV). Künftig sollen die kantonalen Tarife für Studierende, die eine Universität ausserhalb ihres Heimatkantons besuchen, auf Basis der effektiven Kosten berechnet werden. Das neue Berechnungssystem ersetzt die Rabatte für Wanderungsverluste und soll eine Erhöhung der Kosten der Kantone von 2,9% zur Folge haben. Die Vernehmlassung für die totalrevidierte IUV läuft bis am 31. Januar 2018.

Tierversuche Zahl der Versuchstiere rückläufig

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 7,7% weniger Tierversuche durchgeführt als im Vorjahr. Der Rückgang erklärt sich durch den Abschluss verschiedener Projekte, in denen grosse Anzahlen Fische und Amphibien involviert waren. Im 2016 waren drei Viertel der Tiere keiner oder einer leichten Belastung ausgesetzt. Fast zwei Drittel der Versuchstiere wurden in der Grundlagenforschung eingesetzt.    

Digitalisierung Bundesrat bereitet Aktionsplan vor

Der Bundesrat will die digitalen Kompetenzen in Bildung und Forschung mit einem Aktionsplan stärken. In der Bildung sollen die MINT-Fächer sowie berufliche Weiterbildungen verstärkt gefördert werden. In der Forschung sollen Nationale Forschungsprogramme über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft lanciert werden. An den Hochschulen ist ein Ausbau der Kompetenzen in der Informatik vorgesehen: Unter anderem sind neue Nationale Forschungsschwerpunkte und zusätzlichen Professuren im ETH-Bereich geplant. Über die Finanzierung der Massnahmen wird der Bundesrat im Herbst 2017 entscheiden. 

Selbstbestimmungsinitiative Bundesrat empfiehlt Ablehnung

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gefährde die Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz und weise zahlreiche Unklarheiten auf. Das Volksbegehren will den Vorrang von Schweizer Verfassungsrecht vor Völkerrecht verankern. Damit würden völkerrechtliche Verträge gefährdet und internationale Verpflichtungen der Schweiz in Frage gestellt. 

Rasa-Initiative SPK-N lehnt Gegenvorschläge ab

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) empfiehlt ihrem Rat die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 17 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen zur Ablehnung. Zudem lehnt die Mehrheit der SPK-N verschiedene Gegenvorschläge zur Initiative ab. Der Nationalrat wird jedoch über drei Gegenvorschlags-Varianten diskutieren können, die in der Kommission als Minderheitsanträge eingereicht wurden. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung wieder aus der Verfassung zu streichen.

Akademien der Wissenschaften Schweiz Leistungsvereinbarung bis 2020 unterzeichnet

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterzeichneten die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2017-2020. Der Bund unterstützt die Akademien der Wissenschaften Schweiz in der vierjährigen Periode insgesamt mit 169 Millionen Franken. Davon werden rund 44 Millionen im Bereich Langzeitunternehmen investiert. Rund 95 Millionen werden zur Erfüllung der Grundaufträge aufgewendet. Die Akademien verfolgen folgende vier thematischen Schwerpunkte: Bildung und Nachwuchs, Umgang mit natürlichen Ressourcen, Gesundheitssystem im Wandel und Wissenschaftskultur.

Budget 2018 Massive Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018. Die Regierung plant massive Kürzungen der finanziellen Mittel im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) gegenüber den Beschlüssen des Parlaments in der BFI-Botschaft 2017-2020. Gemäss Voranschlag sollen die finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im Jahr 2018 lediglich um 0,2% wachsen. Der Bundesrat begründet die Sparmassnahmen mit der tiefer ausgefallenen Teuerung und mit aktuellen Mehrausgaben in anderen Bereichen, welche im Parlament derzeit noch höhere Priorität geniessen (Altersvorsorge, Armee, Nationalstrassen).

swissuniversities Bergamaschi als Präsident Kammer FH wiedergewählt

Die Mitglieder der Kammer Fachhochschulen (FH) von swissuniversities haben ihren Präsidenten Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), wiedergewählt. Franco Gervasoni, Direktor der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), wurde in seiner Funktion als Vize-Präsident der Kammer FH bestätigt. Beide wurden für die Amtsperiode 2018-2020 wiedergewählt. 

Global Innovation Index 2017 Schweiz führt Rangliste erneut an

Im siebten Jahr in Folge steht die Schweiz an der Spitze des Global Innovation Index. Gefolgt wird sie im Jahr 2017 von Schweden und den Niederlanden. Der Global Innovation Index misst die Innovationsleistung von weltweit über 120 Ländern und wird von der Cornell University, der Wirtschaftshochschule INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht. 

Zuwanderung Verordnung zur Umsetzung von Verfassungsartikel 121a

Der Bundesrat entschied über die Umsetzung des neuen Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung auf Verordnungsstufe. Demnach soll die Meldepflicht für offenen Arbeitsstellen schweizweit in Berufsarten eingeführt werden, in denen eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von fünf Prozent erreicht oder überschritten wird. Der Bundesrat kann diesen Wert jährlich neu bestimmen. Diese gesetzliche Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist mit der Personenfreizügigkeit vereinbar. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis zum 6. September 2017.

Digitalisierung Beirat gegründet

Der Bundesrat gründete den Beirat «Digitale Transformation». Das Gremium, das von den Eidgenössischen Departementen WBF und UVEK ins Leben gerufen wurde, soll an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft operieren. Der Beirat wird wichtige Fragen der Digitalisierung behandeln, beispielsweise die Gewinnung von Talenten, die Schaffung von Clustern, Infrastruktur- und Datenfragen, Cyber Security oder Regulierungspolitik. Lino Guzzella (ETHZ), Martin Vetterli (EPFL) und André Kudelski (Innosuisse) vertreten im Beirat den Bereich Bildung, Forschung und Innovation.

QS-Ranking ETH Zürich in den Top 10

Das QS World University Ranking publizierte die Rangierung der weltweit besten Hochschulen für das Jahr 2018. Mit Platz 10 bleibt die ETH Zürich in den Top 10. Die ETH Lausanne verbessert sich von Rang 14 auf Rang 12. Ebenfalls unter den besten 100 befinden sich die Universitäten Zürich (73) und Genf (98). Zu den besten 200 Hochschulen der Welt gehören die Universitäten Lausanne (146), Basel (149) und Bern (167). Die Universität St. Gallen belegt Platz 372, die Universität Freiburg rangiert im Sektor 501-550.  

Gentechnikgesetz Keine Freisetzung von GVO in der Forschung

Der Ständerat entschied mit 21 zu 20 Stimmen, das Verbot für die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) mit Antibiotika-Resistenzgenen in der Forschung beizubehalten. Er schloss sich mit diesem Entscheid dem Nationalrat an. Damit ist die letzte zwischen den Räten verbliebene Differenz im Gentechnikgesetz bereinigt.

SNF Leistungsvereinbarung unterzeichnet

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterzeichneten die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2017-2020. Der Bund unterstützt den SNF in der vierjährigen Periode insgesamt mit 4,1 Milliarden Franken. Neben der Weiterführung bestehender Schwerpunkte der Forschungsförderung enthält die Vereinbarung neue Elemente wie das Programm «Bridge», welches der SNF gemeinsam mit der Kommission für Technologie und Innovation durchführt, sowie eine Fördermassnahme für Assistenzprofessuren mit Tenure Track.

Forschung und Entwicklung Anstieg der F+E-Aufwendungen

Im Jahr 2015 gab die Schweiz 22,1 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aus. Der Vergleich mit dem Jahr 2012 zeigt, dass die F+E-Aufwendungen anstiegen (+10,5%), besonders im Bereich der Grundlagenforschung (+44%). Rund 70% der F+E-Aktivitäten wurden von Unternehmen in der Schweiz finanziert, 27% von den Hochschulen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte diese Zahlen in einem aktuellen Bericht.

ETH-Rat Einschneidende Kürzungen im 2018

Der ETH-Rat entschied über die Finanz- und Investitionsplanung für das Jahr 2018. Dabei muss er die Sparvorgaben des Bundes für die kommenden Jahre umsetzen. Die vom Bundesrat beschlossene Teuerungskorrektur im Umfang von 3% sowie weitere gezielte Kürzungen haben zur Folge, dass dem ETH-Bereich im Jahr 2018 voraussichtlich weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden als im laufenden Jahr 2017.

SNF 2016: rund 3'200 Forschungsvorhaben gefördert

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützte im Jahr 2016 rund 3’200 Forschungsvorhaben mit einem Betrag von insgesamt 937 Millionen Franken. Davon gingen 200 Millionen Franken an exzellente Nachwuchsforschende in der Schweiz. Der SNF unterstützte insgesamt 14'000 Forschenden an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen sowie im ETH-Bereich. Mehr als 2’000 internationale Kooperationen sind in diesem Rahmen vorgesehen.

Gentechnikgesetz WBK-S unterstützt Freisetzungsversuche

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) befasste sich mit der letzten verbliebenen Differenz bei der Änderung des Gentechnikgesetzes. Mit 6 zu 4 Stimmen beantragt sie ihrem Rat, das Verbot von wissenschaftlichen Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO), welche gentechnisch eingebrachte Resistenzgene enthalten, aufzuheben. Der Nationalrat hält seinerseits am Verbot fest. Der Ständerat wird sich während der Sommersession im Juni mit dieser Frage befassen.

SATW Willy R. Gehrer ist neuer Präsident

Anlässlich ihrer Versammlung wählten die Mitglieder der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) Willy R. Gehrer zum neuen Präsidenten. Er trat per 9. Mai die Nachfolge von Ulrich W. Suter an, der die Akademie während sechs Jahren führte. Zuletzt war Willy R. Gehrer als CEO für die Bereiche Energy und Transportation Systems von Siemens Schweiz tätig. Von 2009 bis 2013 präsidierte er Electrosuisse.

SBFI Schweiz und Japan verstärken Zusammenarbeit

Die Schweiz und Japan verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Die beiden Länder unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine vereinfachte direkte Zusammenarbeit ihrer Forschungsförderungsagenturen. Für Schweizer Forschende ist Japan der Hauptpartner in Asien: Zwischen 2011 und 2016 finanzierte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 215 Projekte, die gemeinsam von japanischen und schweizerischen Forschenden geführt wurden, mit rund 101 Millionen Franken.

Finanzhaushaltgesetz Nationalrat will neue Sparprioritäten

Mit 99 zu 84 Stimmen nahm der Nationalrat eine Motion seiner Finanzkommission an, die vom Bundesrat prioritäre Sparmassnahmen verlangt. Sparmassnahmen sollen primär jene Aufgabenbereiche treffen, die während der letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen, wie zum Beispiel der Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Als nächtes wird die Finanzkommission des Ständerats über die Motion befinden.

Bundesausgaben Nur tatsächliche Teuerung ausgleichen

Mit 133 zu 55 Stimmen stimmte der Nationalrat einer Motion zu, die verlangt, dass für sämtliche Bundesausgaben die Teuerung nur dann ausgeglichen werden kann, wenn tatsächlich eine Teuerung anfällt. Bisher legt das Parlament die Kompensation der Teuerung aufgrund von Prognosen vorgängig fest, wodurch es jüngst zu Mehrausgaben kam. Der Ständerat hatte diese Motion bereits angenommen.

Gentechnikgesetz Freisetzung von GVO in Forschung umstritten

Die Differenzenbereinigung zum Gentechnikgesetz kommt in die Schlussphase. Umstritten bleiben die Bestimmungen zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Forschung. Im Gegensatz zu Bundesrat und Ständerat will der Nationalrat die Freisetzung von Organismen mit gentechnisch eingebrachten Resistenzgenen mit 132 gegen 56 Stimmen verbieten. Die Mehrheit der grossen Kammer ist der Meinung, dass das Risiko besteht, dass GVO in die Umwelt gelangen könnten. Die Minderheit bekräftigte, dass ein Verbot für den Forschungsstandort Schweiz ein Nachteil wäre. Der Nationalrat gab in zwei anderen Punkten nach. Nun wird der Ständerat diese letzte Differenz behandeln.

Erasmus+ Bundesrat setzt Übergangslösung fort

Der Bundesrat will die Schweizer Lösung für eine indirekte Beteiligung am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2018-2020 fortführen. Er beantragt dem Parlament dafür einen Gesamtkredit von 114,5 Millionen Franken. Seit der Sistierung der Verhandlungen zur Vollassoziierung der Schweiz am Programm Erasmus+ im Februar 2014 sichert eine Übergangslösung die internationale Bildungsmobilität der Schweizer Studierenden. Diese läuft bis Ende 2017. Der Bundesrat will die Möglichkeit einer Assoziierung an das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 prüfen.

Rasa-Initiative Bundesrat verzichtet auf Gegenentwurf

Der Bundesrat überwies seine Botschaft zur Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) an das Parlament. Er verzichtet darauf, einen direkten Gegenvorschlag zur Initiative vorzulegen. Grund dafür sind die negativen Rückmeldungen auf die beiden direkten Gegenentwürfe, welche der Bundesrat anfangs Februar 2017 in die Vernehmlassung geschickt hatte. Die Regierung lehnt die Rasa-Initiative ab, da sie eine Streichung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung nicht als zielführend erachtet.

swissuniversities Elf Kooperationen zwischen Hochschulen

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities bewilligte elf Kooperationsprojekte im Bereich der Doktoratsausbildung, wie der Dachverband FH Schweiz berichtet. Acht dieser Projekte betreffen Zusammenarbeiten zwischen universitären Hochschulen (UH) und Fachhochschulen; die drei anderen erfolgen zwischen UH und Pädagogischen Hochschulen. Dafür werden projektgebundene Beiträge im Umfang von 3,7 Millionen Franken gesprochen. swissuniversities lancierte bereits eine zweite Ausschreibung; Eingabefrist ist Ende Oktober 2017.