Neueste News

Cyber-Sicherheit Neuer ETH-Master-Studiengang

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) Zürich und Lausanne führen per Studienjahr 2019/2020 einen neuen gemeinsamen Master-Studiengang in Cyber-Sicherheit ein. Sie werden dabei vom Bund unterstützt. Angesichts der zunehmenden Risiken im Bereich der digitalen Information und Infrastrukturen soll diese Massnahme dazu beitragen, das notwendige Fachwissen zu generieren und Fachleute auszubilden.

Verbot von Tier- und Menschenversuchen swissuniversities warnt vor Initiative

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities warnt vor der Volksinitiative für ein Verbot von Tier- und Menschenversuchen, die am 18. März 2019 bei der Bundeskanzlei eingereicht wurde. Gemäss swissuniversities gefährdet die Initiative Fortschritt, Innovation und Bildung in Life Sciences und Biotechnologie in der Schweiz. Die Initiative fordert ein Verbot von jeglichen Versuchen mit Tieren und Menschen sowie die Einfuhr von Produkten wie Medikamenten, für die Tier- oder Menschenversuche durchgeführt wurden.

Digitale Fertigungstechnologien Innosuisse bewilligt 27 Projekte

Die Innosuisse bewilligte im Rahmen der ersten Ausschreibung des Impulsprogramms für digitale Fertigungstechnologien 27 Projekte. Für die 18-monatigen Innovationsprojekte im Bereich Industrie 4.0/moderne Fertigungstechnologien wurden Bundesbeiträge von insgesamt 14 Millionen Franken gesprochen. Innosuisse setzt das Impulsprogramm im Rahmen des Aktionsplans des Bundesrates zur Förderung der Digitalisierung in den Jahren 2019-2020 um. Für die zweite Ausschreibung stehen noch 10 Millionen Franken zur Verfügung. Die Eingabefrist läuft bis am 20. Mai 2019.

Gentechnologie Freisetzungsversuch bewilligt

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligte die Fortsetzung von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Weizensorten, die bereits seit 2008 durchgeführt werden. Ziel des Versuchs ist es, transgene Weizenlinien mit erhöhter Resistenz gegen Pilzerkrankungen im freien Feld zu beobachten. Das BAFU verordnete Massnahmen, um zu verhindern, dass sich gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsfeldes verbreitet.

URG-Revision Ständerat verschiebt Beratung

Der Ständerat verschob die Beratung der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG-Revision). Er wies die Vorlage oppositionslos an die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) zurück, mit dem Auftrag, ihre Entscheide zu prüfen und die Rechtsentwicklung in der Europäischen Union zu berücksichtigen. Grund für die Rückweisung ist die umstrittene Ergänzung eines Leistungsschutzrechts, welches derzeit auch auf EU-Ebene diskutiert wird. Dabei geht es um die Frage, ob Betreiber von Internet-Plattformen Medien und Verleger entschädigen müssen, wenn sie deren Inhalte anzeigen.
 

Europäisches Patentamt Schweiz ist führend in der Innovation

Im Jahr 2018 wurden beim Europäischen Patentamt (EPO) 7’927 Patente aus der Schweiz angemeldet – das sind 7,8% mehr als im Vorjahr. Die Schweiz reichte damit beim EPO am sechstmeisten Patente ein, hinter den USA, Deutschland, Japan, Frankreich und China. Mit 956 Patenten pro Million Einwohner führt die Schweiz die Rangliste der Patentanmeldungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit grossem Abstand an.

ETH-Rat Beth Krasna ist Präsidentin ad interim

Der Bundesrat wählte Beth Krasna zur Präsidentin des ETH-Rats ad interim. Beth Krasna ist diplomierte Chemieingenieurin und langjähriges Mitglied des ETH-Rats; seit 2018 amtet sie als dessen Vizepräsidentin. Der amtierende Präsident des ETH-Rats, Fritz Schiesser, erklärte seinen Rücktritt per Ende April 2019. Die Nachfolgeregelung für das Präsidium erfolgt nach einem standardisierten Verfahren mit anschliessender Wahl durch den Bundesrat.

Gleichstellung in der Wissenschaft Frauen noch immer untervertreten

In der Schweiz sind Frauen nach wie vor auf allen Stufen der wissenschaftlichen Karriere untervertreten. Im Jahr 2016 waren in der Schweiz 44% aller frisch Doktorierten Frauen. Mit jeder Hierarchiestufe sinkt jedoch der Frauenanteil; auf der höchsten Stufe beträgt er noch 23%. Der Anteil der Frauen in der Schweizer Wissenschaft liegt unter dem europäischen Durchschnittswert, wie der Bericht «She Figures 2018» der Europäischen Kommission zeigt. Gemäss den Daten des Bundesamtes für Statistik verbessert sich die Situation aber langsam.

Pilotversuche mit Cannabis Bundesrat überweist Botschaft

Der Bundesrat überwies die Botschaft zu Pilotversuchen mit Cannabis an das Parlament. Die Vorlage soll streng regulierte wissenschaftliche Studien zum Cannabiskonsum ermöglichen. Die Gültigkeit des entsprechenden Pilotversuchsartikel im Betäubungsmittelgesetz wäre auf eine Dauer von zehn Jahren begrenzt. Mit Pilotversuchen sollen alternative Regulierungsmodelle erforscht werden. Die Resultate dienen anschliessend einer evidenzbasierten Diskussion über die Cannabispolitik.

Digitalisierung WBK-N reicht zwei Motionen ein

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) befasste sich im Hinblick auf die BFI-Botschaft 2021-2024 mit der digitalen Entwicklung in der Bildung. Sie reichte zwei Motionen ein: Zum einen beantragt die Mehrheit der WBK-N ein Impulsprogramm zur Verbreitung von innovativen Digitalisierungsprojekten. Die zweite Kommissionsmotion fordert unabhängig von der BFI-Botschaft die nötigen finanziellen Mittel für ein Digitalisierungs-Impulsprogramm für Hochschulen, Berufs- und Weiterbildung.

USA Forschungsabkommen im Rüstungsbereich

Der Bundesrat beschloss ein Abkommen zur verstärkten Forschungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und den USA im Rüstungsbereich. Die Schweiz soll von einer engeren Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Forschungsinstitutionen in relevanten Technologiebereichen profitieren können. Die Vereinbarung mit den USA ist auf 20 Jahre angelegt.

Internationale Bildungszusammenarbeit Totalrevision der Gesetzesgrundlage

Der Bundesrat passt die gesetzliche Grundlage für die Regelung der internationalen Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung an. Er eröffnete dazu eine Vernehmlassung. Die aktuelle Gesetzesgrundlage fokussiert stark auf die Schweizer Beteiligung an den europäischen Bildungsprogrammen. Die seit 2014 praktizierte Umsetzung eigener Programme zur Förderung der Bildungsmobilität ist im Gesetz hingegen nicht gleichwertig verankert. Mit der Totalrevision soll strategischer Handlungsspielraum geschaffen werden, um bestehende Förderinstrumente zu flexibilisieren.

Bundesrechnung 2018 Überschuss von 2,9 Milliarden Franken

Im Jahr 2018 schloss der Bundeshaushalt mit einem Überschuss von 2,9 Milliarden Franken ab. Budgetiert war lediglich ein Plus von 0,3 Milliarden Franken. Der Bundesrat begründet das Ergebnis durch zusätzliche Einnahmen bei der Verrechnungssteuer und bei der direkten Bundessteuer. Die finanziellen Erwartungen für die kommenden Jahre 2020-2022 haben sich ausserdem verbessert: Für das Jahr 2020 wird aktuell mit einem Überschuss von 400 Millionen Franken und nicht mehr mit einem Defizit gerechnet.

URG-Revision Minderheitsantrag für Recht auf Zweitveröffentlichung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) schloss die Vorberatung der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) ab. Eine Minderheit der WBK-S beantragt, im Rahmen der Revision das Zweitveröffentlichungsrecht für wissenschaftliche Publikationen im Obligationenrecht zu regeln. Damit soll der freie Zugriff («Open Access») auf öffentlich finanzierte Forschungsresultate flächendeckend gewährleistet werden. Die Mehrheit der Kommission lehnt dies hingegen ab.

Cyber-Sicherheit Kompetenzzentrum geschaffen

Der Bundesrat gab den Startschuss für das Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit. Das Zentrum soll als nationale Anlaufstelle für Fragen zu Cyber-Risiken dienen. Dessen Gründung erfolgt im Rahmen der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS). Vertretende der Hochschulen sowie der Wirtschaft und der Kantone erhalten Einsitz im Steuerungsausschuss der NCS.

Bericht des Bundesrates Bildungssystem entspricht der Nachfrage des Arbeitsmarktes

Die steigende Anzahl Tertiärabschlüsse sowie das künftige Angebot an Fachkräften entsprechen der erwarteten Nachfrage des Arbeitsmarktes. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den der Bundesrat in Erfüllung eines Postulats der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) erstellte. Im Weiteren betont der Bericht, dass die Entwicklung der Migration in gewissen Bildungsfeldern mit hohem Bedarf an Fachkräften für das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bedeutend ist.

Internationale Zusammenarbeit SNF lanciert Programm SPIRIT

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lanciert ein neues Programm, mit dem er die internationale Forschungszusammenarbeit zwischen Forschenden aus der Schweiz und aus anderen ausgewählten Ländern fördert. Mit dem «Swiss Programme for International Research by Scientific Investigation Teams» (SPIRIT) sollen grenzüberschreitende, exzellente Forschungsprojekte für Teams aus allen Disziplinen unterstützt werden. Projektskizzen können ab dem 1. Februar 2019 eingereicht werden. 

URG-Revision WBK-S tritt auf URG-Revision ein

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) hat mit der Vorberatung der Revision des Urheberrechtsgesetzes begonnen. Nach der Anhörung verschiedener Organisationen, unter anderem von swissuniversities und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), entschied die Kommission mit 11 Stimmen und einer Enthaltung, auf die Vorlage des Bundesrats einzutreten. Die Detailberatung wird anlässlich der Februar-Sitzung stattfinden.

Universität St. Gallen Bernhard Ehrenzeller wird Rektor

Bernhard Ehrenzeller wird neuer Rektor der Universität St. Gallen (HSG). Die Regierung des Kantons St. Gallen bestätigte die entsprechende Wahl durch den Senat und den Universitätsrat. Bernhard Ehrenzeller ist Ordinarius für öffentliches Recht an der HSG. Er wird die Nachfolge des amtierenden Rektors Thomas Bieger per 1. Februar 2020 übernehmen.

Multinationale Innovationsprogramme Neu ist Innosuisse zuständig

Per Januar 2019 ist die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse für die innovationsnahen Partnerschaftsprogramme mit der EU (Eurostars-2, AAL, ECSEL) und die marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsinitiative EUREKA zuständig. Ausserdem wurden die europäischen Netzwerke ERA-Nets bei Innosuisse gebündelt. Innosuisse übernimmt die Aufgaben vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation. Die Förderbedingungen bleiben unverändert.