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Experimentierartikel Nationalrat stimmt doch zu

Mit 98 zu 92 Stimmen bei 2 Enthaltungen stimmte der Nationalrat vier gleichlautenden Motionen zu, welche wissenschaftliche Studien zum Cannabis-Konsum gesetzlich ermöglichen sollen. Im Betäubungsmittelgesetz soll demnach ein Experimentierartikel verankert werden, der eine regulierte Abgabe von Cannabis für wissenschaftliche Studien regelt. Noch im Juni 2018 lehnte die grosse Kammer einen identischen Vorstoss aus dem Ständerat ab. Der Bundesrat arbeitet bereits an einer entsprechenden Gesetzesänderung für Pilotversuche.

Digitalisierung Bundesrat verabschiedet neue Strategie

Der Bundesrat verabschiedete die Strategie «Digitale Schweiz» für die Jahre 2019 und 2020. Diese soll dazu beitragen, die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen. Die Strategie ist offen für Zusammenarbeiten mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. In einem Aktionsplan zur Strategie können bundesexterne Vorhaben wie beispielsweise Forschungsinitiativen aufgenommen werden.

Open Access SNF unterstützt europäischen Plan

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt den «Plan S» der Europäischen Kommission, wonach europäische und nationale Forschungsförderer ab dem Jahr 2020 alle Forschenden verpflichten sollen, ihre Publikationen zu 100% direkt Open Access zu veröffentlichen. Der SNF verfolgt das gleiche Ziel, kann aber den Plan zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterzeichnen, weil seine aktuelle Open-Access-Strategie auch frei zugängliche Zweitpublikationen nach einer ersten Veröffentlichung in kostenpflichtigen Zeitschriften zulässt.

Voranschlag 2019 Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat budgetiert im Voranschlag für das Jahr 2019 einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. Gleichzeitig sieht er bei den Hochschulen und Forschungsinstitutionen Kürzungen der finanziellen Mittel vor: Im Vergleich zu den Finanzierungsbeschlüssen des Parlaments in der BFI-Botschaft 2017-2020 sowie den damit einhergehenden inhaltlichen Planungen sollen die finanziellen Mittel für den ETH-Bereich, die kantonalen Universitäten und Fachhochschulen, den Schweizerischen Nationalfonds, die Innosuisse und die Akademien der Wissenschaften Schweiz insgesamt um rund 128 Millionen Franken geringer ausfallen. National- und Ständerat werden in der Wintersession 2018 über den Voranschlag 2019 entscheiden.

Shanghai-Ranking 2018 Acht Schweizer Unis unter den Top 500

Im Shanghai-Ranking für das Jahr 2018 sind acht Schweizer Hochschulen unter den 500 besten der Welt aufgeführt. Wie schon im Vorjahr rangieren fünf Schweizer Universitäten unter den Top 100: die ETH Zürich auf Platz 19, die Universitäten Zürich (54) und Genf (59), die ETH Lausanne (81) sowie die Universität Basel (96). Die beiden Universitäten Bern und Lausanne sind auf den Plätzen zwischen 101 und 150 klassiert; die Universität Freiburg zwischen den Rängen 301 und 400. 

Open Access Schweiz weltweite Spitzenreiterin

Gemäss einer Studie der Europäischen Kommission ist die Schweiz in Sachen Open Access (OA) weltweit führend. 39% der Forschungsarbeiten aus den Jahren 2009 bis 2016 wurden frei zugänglich publiziert. Weltweit betrug der durchschnittliche Anteil OA-Publikationen knapp 30%. Das Ziel der nationalen OA-Strategie in der Schweiz ist es, bis im Jahr 2024 sämtliche öffentlich finanzierten Publikationen frei zugänglich zu machen; der Schweizerische Nationalfonds hat das Ziel, schon im Jahr 2020 100% der von ihm geförderten Publikationen OA zugänglich zu machen.

ERC Starting Grants 19 von 403 Förderungen in die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergab im Jahr 2018 insgesamt 403 Starting Grants an herausragende junge Forschende. Davon gehen 19 Förderungen an Forschende in der Schweiz. Die ETH Zürich erhält vier Starting Grants. Je drei gehen an die ETH Lausanne sowie an die Universitäten Zürich und Freiburg. Zwei Förderungen gehen an die Universität Lausanne; je eine an die Universitäten Lugano und Basel, an das CERN sowie an die Fondazione per l'Istituto di Ricerca in Biomedicina. Damit belegt die Schweiz Platz sechs – hinter Deutschland (76 Grants), Grossbritannien (67), den Niederlanden (46), Frankreich (37) und Israel (22). 

Evaluation Wirkung von NFP untersucht

Eine Evaluation von drei Nationalen Forschungsprogrammen (NFP) kommt zum Schluss, dass deren wissenschaftliche Ergebnisse in Bezug auf Qualität und Umfang beachtlich sind. Die Wirkung über die Wissenschaft hinaus könnte hingegen noch vergrössert werden. Die Autoren der Studie formulierten zu diesem Zweck verschiedene Empfehlungen. NFP haben die Aufgabe, einen Beitrag zur Lösung von aktuellen Problemen zu leisten.

Global Innovation Index 2018 Schweiz erneut auf Platz 1

Im Global Innovation Index 2018 belegt die Schweiz zum wiederholten Mal den Spitzenplatz. Auf den nachfolgenden Rängen klassieren sich die Niederlande, Schweden, Grossbritannien, Singapur und die USA. Erstmals seit der Gründung des Rankings gehört China zu den 20 innovativsten Ländern der Welt; das asiatische Land belegt Platz 17. Der Global Innovation Index misst die Innovationsleistung von weltweit über 120 Ländern und wird von der Cornell University, der Wirtschaftshochschule INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht.

ETH-Rat Erhöhung der Studiengebühren um 300 Franken

Die Studiengebühren an den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne werden um 300 Franken jährlich und nicht wie ursprünglich vorgesehen um 500 Franken erhöht. Dies entschied der ETH-Rat nach einer Anhörung im ETH-Bereich, einer Ämterkonsultation und Gesprächen mit politischen Parteien. Die Erhöhung erfolgt per Herbstsemester 2019, stufenweise über zwei Jahre verteilt.

SBFI Martina Hirayama wird neue Staatssekretärin

Der Bundesrat ernannte Martina Hirayama zur neuen Staatssekretärin des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Die promovierte Chemikerin ist Direktorin der School of Engineering der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Sie ist ausserdem Präsidentin des Institutsrats des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS), Vizepräsidentin des Verwaltungsrats von Innosuisse und Mitglied des Stiftungsrates des Schweizerischen Nationalfonds. Sie wird per 1. Januar 2019 die Nachfolge von Mauro Dell’Ambrogio antreten. 

Bundesrat Internationale BFI-Strategie überarbeitet

Der Bundesrat genehmigte eine überarbeitete Internationale Strategie der Schweiz für Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Themen wie beispielsweise die Berufsbildung oder die politische Unterstützung von Innovation und Digitalisierung erhalten darin grösseren Stellenwert. Die neue Version ersetzt die Strategie aus dem Jahr 2010. Die strategische Vision des Bundesrates bleibt die weltweite Spitzenposition der Schweiz in Bildung, Forschung und Innovation.

Eawag Neue Amtszeit für Janet Hering

Der Bundesrat bestätigte auf Antrag des ETH-Rats Janet Hering als Direktorin der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) für eine weitere Amtszeit. Die Professorin für Umweltchemie wird das Institut demnach ab 2019 für weitere vier Jahre leiten.

Pilotversuchsartikel Wissenschaftliche Cannabis-Studien ermöglichen

Der Bundesrat will mit einer Anpassung des Betäubungsmittelgesetzes Forschung zu neuen Regelungsmodellen für den Cannabis-Konsum ermöglichen. Ein neuer Pilotversuchsartikel soll zeitlich und räumlich stark begrenzte Pilotversuche zu wissenschaftlichen Zwecken erlauben; das allgemeine Verbot des Cannabiskonsums bleibt bestehen. Dieser Pilotversuchsartikel soll höchstens 10 Jahre Gültigkeit haben. Die entsprechende Vernehmlassung zum angepassten Betäubungsmittelgesetz dauert bis zum 25. Oktober 2018.

Universität Genf Zweite Amtszeit für Yves Flückiger

Die Universitätsversammlung der Universität Genf schlägt den amtierenden Rektor Yves Flückiger für eine zweite Amtszeit vor. Der Regierungsrat des Kantons Genf wird über die Erneuerung des Mandats für die Jahre 2019-2023 entscheiden. 

Gymnasien Informatik wird obligatorisches Fach

Informatik soll spätestens bis zum Schuljahr 2022/2023 in allen Kantonen zu einem obligatorischen Fach am Gymnasium werden. Die Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) und der Bundesrat passten das Maturitätsanerkennungsreglement und die Maturitäts-Anerkennungsverordnung entsprechend an; die neuen Regeln treten per 1. August 2018 in Kraft. Der obligatorische Informatik-Unterricht soll Grundlagen und Konzept der Informations- und Kommunikationstechnologie vermitteln und die MINT-Fächer am Gymnasium stärken.

Digitalisierung Nationale Strategie für das Bildungswesen

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) verabschiedete eine nationale Digitalisierungsstrategie für das Bildungswesen. Darin sind verschiedene Zielsetzungen in sieben Bereichen festgeschrieben. Die Bandbereite der Ziele reicht von der Datennutzung im Bildungswesen über die im Unterricht zu vermittelnden Kompetenzen bis hin zur Nutzung neuer technischer Möglichkeiten. Die EDK will bis im Frühjahr 2019 einen Massnahmenplan konkretisieren.

Voranschlag 2019 Bundesrat budgetiert Überschuss

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2019 mit einem erwarteten Überschuss von 1,3 Milliarden Franken. Die Einnahmen sollen im kommenden Jahr mit 3,1% deutlich stärker wachsen als die Ausgaben (+1,8%). Im Bereich Bildung und Forschung sind für das Jahr 2019 insgesamt Ausgaben im Umfang von 8 Milliarden Franken vorgesehen. Die Botschaft mit den detaillierten Budgetposten nach Teilbereichen wird der Bundesrat voraussichtlich am 22. August 2018 verabschieden.

EHB Als Pädagogische Hochschule positionieren

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) wird sich im Hochschulraum Schweiz künftig als Pädagogische Hochschule positionieren und bis Ende 2020 ein entsprechendes Akkreditierungsgesuch einreichen. Das EHB soll ausserdem eine neue gesetzliche Grundlage in Form eines eigenen Organisationserlasses erhalten. Der Bundesrat beauftragte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit der Erarbeitung eines Vernehmlassungsentwurfs.

Bildungsbericht Schweiz 2018 Tertiäre Abschlüsse sind gefragt

Im Jahr 2015 wiesen rund 40% der Schweizer Bevölkerung einen tertiären Bildungsabschluss auf; 2045 sollen es 60% sein. Der zunehmende Anteil tertiärer Abschlüsse wurde bisher vom Arbeitsmarkt nachgefragt. Dies ist nur eine von vielen Informationen aus dem neu erschienen Bildungsbericht Schweiz 2018. Der Bericht erscheint alle vier Jahre als Teil des nationalen Bildungsmonitorings von Bund und Kantonen und unterstützt die Bildungsverwaltung und -politik bei der Entscheidfindung.