Neueste News

Teilrevision FIFG Flexiblere Innovationsförderung

Die Innovationsförderung in der Schweiz soll flexibler werden. Zu diesem Zweck eröffnete der Bundesrat die Vernehmlassung für eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG). Vorgesehen ist, dass die Innosuisse ab 2021 mehr Spielraum hat, indem die Beiträge des Bundes und der an Innovationsprojekten beteiligten Unternehmen flexibler bemessen werden. Auch Jungunternehmen sollen stärker gefördert werden. Die Vernehmlassung läuft bis am 20. Dezember 2019.

Universität Zürich Gabriele Siegert wird Rektorin ad interim

Der Universitätsrat der Universität Zürich (UZH) wählte Gabriele Siegert zur Rektorin ad interim. Die Professorin für Publizistikwissenschaft ist Prorektorin Lehre und Studium und wird ihr neues Amt per 1. Februar 2020 übernehmen. Der amtierende Rektor, Michael Hengartner, tritt per 31. Januar 2020 zurück. Er wird das Präsidium des ETH-Rates übernehmen. Der Universitätsrat bereitet derzeit das Findungsverfahren zur Suche der ordentlichen Nachfolge vor.

swissuniversities Hochschulen lehnen Begrenzungsinitiative ab

Die Rektorenkonferenz der Schweizerischen Hochschulen swissuniversities lehnt die Volksinitiative «Für eine massvolle Zuwanderung» (Begrenzungsinitiative) ab. Die Initiative fordert die Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union und stellt damit die bilateralen Verträge I grundlegend in Frage. Zu den Bilateralen I zählt auch das Abkommen über die Forschungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU. Damit gefährdet die Begrenzungsinitiative grundlegende Rahmenbedingungen für den Erfolg von Bildung, Forschung und Innovation in der Schweiz.

THE-Ranking 2020 Elf Schweizer Unis aufgeführt

In der Rangliste der weltweit besten Hochschulen 2020 von Times Higher Education (THE) sind elf Schweizer Universitäten aufgeführt. Die ETH Zürich belegt den 13. Rang und die EPFL ist auf Platz 38 aufgeführt. Es folgen die Universitäten Zürich (90), Basel (98), Bern (113), Genf (144) und Lausanne (198). Die Universitäten Freiburg und der italienischen Schweiz rangieren auf den Plätzen 301-350. Die Universität St. Gallen wurde in der Spanne 401-500 klassiert; die Universität Neuenburg liegt im Bereich 501-600.

BFI-Botschaft 2021-2024 Wachstum von 2,1 bis 2,5 Prozent

Der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Bundesrat Guy Parmelin, informierte über Eckwerte der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2021-2024. Demnach will der Bundesrat den BFI-Bereich weiterhin prioritär behandeln. Er legte ein durchschnittliches jährliches Wachstum der finanziellen Mittel von 2,1 bis 2,5 Prozent fest. Das Wachstum hängt unter anderem vom Finanzbedarf für die allfällige Teilnahme der Schweiz an den Forschungsprogrammen der EU ab. Die BFI-Botschaft 2021-2024 soll im ersten Quartal 2020 an das Parlament überwiesen werden.

ETH-Rat Michael Hengartner übernimmt Präsidium

Der Bundesrat wählte Michael Hengartner zum neuen Präsidenten des ETH-Rates. Der 53-jährige Professor für Molekularbiologie ist seit 2014 Rektor der Universität Zürich und präsidiert seit 2016 die Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen swissuniversities. Sein Vorgänger, Fritz Schiesser, trat Ende April 2019 in den Ruhestand; seither amtet die Vizepräsidentin Beth Krasna ad interim als Präsidentin des ETH-Rates. Michael Hengartner wird sein neues Amt am 1. Februar 2020 antreten.

Digitale Fertigungstechnologien Innosuisse bewilligt weitere Projekte

In einer zweiten Ausschreibung bewilligte die Innosuisse weitere 17 innovative Projekte im Rahmen des Impulsprogramms für digitale Fertigungstechnologien. Das Impulsprogramm soll einen Beitrag zur Transition der Industrie ins digitale Zeitalter leisten und verfügt über einen Förderrahmen von insgesamt 6 Millionen Franken. In einer ersten Ausschreibung wurden bereits 27 Projekte bewilligt.

ERC Starting Grants 31 EU-Förderungen für die Schweiz

31 von insgesamt 408 Starting Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) gehen im Jahr 2019 in die Schweiz. 15 der prestigeträchtigen Förderungen für Nachwuchswissenschaftler gehen an die ETH Zürich. Die EPFL erhält drei ERC Starting Grants; je zwei gehen an die Universitäten Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Die Universitäten Basel, Freiburg und die Univrsità della Svizzera italiana sowie das Schweizerische Tropen und Public Health-Institut und das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique erhalten je eine Förderung der EU. 

Bildungsraum Schweiz Zwei neue Ziele verankert

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren erweiterten ihre gemeinsamen bildungspolitischen Ziele. Neu sind auch die aktive Mitgestaltung der digitalen Transformation sowie die Förderung von Sprachaustausch und Mobilität verankert. Alle übrigen Ziele wurden bestätigt.

PRIMA SNF fördert 19 Forscherinnen

Mit dem Förderinstrument «PRIMA» unterstützt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) in der jüngsten Ausschreibung 19 Forscherinnen auf ihrem Weg zur Professur. Mit PRIMA fördert der SNF hervorragende Wissenschaftlerinnen, die ein hohes Potenzial aufweisen. Die 19 ausgewählten Forscherinnen erhalten im Schnitt 1,3 Millionen Franken und können während fünf Jahren ein Projekt mit einem eigenen Team leiten.

Voranschlag 2020 Erneut Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat publizierte den detaillierten Entwurf des Voranschlags für das Jahr 2020. Er budgetiert einen Überschuss von 0,6 Milliarden Franken. Im dritten Jahr in Folge sollen dabei die finanziellen Mittel für die Hochschulen und die Organisationen der Forschungs- und Innovationsförderung den vom Parlament beschlossenen Finanzrahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2017-2020 nicht ausschöpfen. National- und Ständerat werden in der Wintersession über den Voranschlag 2020 entscheiden.

Begrenzungsinitiative SPK-N empfiehlt Ablehnung

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) empfiehlt die Ablehnung der «Initiative für eine massvolle Zuwanderung» (Begrenzungsinitiative), welche die Kündigung der Personenfreizügigkeit verlangt. Der Entscheid fiel mit 16 zu 8 Stimmen. Die Gegner der Initiative befürchten, dass eine Annahme der Initiative die bilateralen Verträge mit der Europäischen Union gefährden würde. Das Plenum des Nationalrats wird sich in der Herbstsession mit der Vorlage befassen.

Shanghai-Ranking 2019 Fünf Schweizer Unis in Top 100

Im Shanghai-Ranking 2019 sind zehn Schweizer Hochschulen klassiert. Wie schon im Vorjahr belegt die ETH Zürich den 19. Rang. Unter den Top 100 sind zudem die Universitäten Genf (58) und Zürich (61), die ETH Lausanne (78) und die Universität Basel (87) aufgeführt. Die Universität Bern wird zwischen 101-150 klassiert; die Universität Lausanne zwischen 151-200 und die Universität Freiburg zwischen 401-500. Zu den 1000 besten Hochschulen zählen zudem die Universität der italienischen Schweiz (501-600) und die Universität Neuenburg (901-1000).

Kohäsionsmilliarde APK-N vertagt Entscheide

Mit 17 zu 8 Stimmen entschied die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK-N), die Beschlussfassung zu den verbleibenden Differenzen beim zweiten Schweizer Beitrag zur Verminderung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der EU (Kohäsionsmilliarde) auf das vierte Quartal 2019 zu verschieben. Bis dahin verlangt die Kommission zusätzliche Abklärungen von Bundesrat und Verwaltung. Unter anderem will die APK-N offene Fragen im Bereich der Bildungsförderung klären, bevor allenfalls eine erneute Assoziierung der Schweiz am Erasmus-Programm beantragt wird.

Global Innovation Index 2019 Die Schweiz bleibt an der Spitze

Die Schweiz führt im Jahr 2019 erneut den Global Innovation Index an. In der Rangliste der innovativsten Länder folgen Schweden auf Platz zwei, die USA (3), die Niederlande (4) und Grossbritannien (5). Der Global Innovation Index 2019 basiert auf 80 Indikatoren und umfasst insgesamt 129 Volkswirtschaften.

swissuniversities Übergang vom Gymnasium optimieren

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities setzen sich gemeinsam für einen optimierten Übergang von den Gymnasien an die Hochschulen ein. In einem gemeinsamen Commitment wurden Ziele vereinbart, die langfristig den prüfungsfreien Zugang zu den Hochschulen sicherstellen sollen.

Digitalisierung WBK-S lehnt Impulsprogramme ab

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) lehnte zwei Motionen ihrer Schwesterkommission für die Umsetzung von Digitalisierungs-Impulsprogrammen einstimmig ab. Die Kommission begründete ihren Entscheid damit, dass die Akteure von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) den Herausforderungen des digitalen Wandels in ihren Planungen für die BFI-Botschaft 2021-2024 bereits grossen Stellenwert einräumen und entsprechende Massnahmen planen.

Interkantonale Universitätsvereinbarung EDK passt Konkordat an

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) modernisiert die interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV). Die IUV regelt die Tarife, die Kantone jährlich für Studierende an ausserkantonalen Universitäten an den Trägerkanton der jeweiligen Hochschule zu zahlen haben. Im revidierten Konkordat werden die Tarife auf Basis der effektiven Kosten berechnet. Zudem werden die heute für sechs Kantone geltenden Rabatte für erlittene Wanderungsverluste aufgehoben. Nun entscheiden die Kantone über den Beitritt zur IUV 2019, welche bei Inkrafttreten die IUV aus dem Jahr 1997 ablösen wird.

Pilotversuche mit Cannabis SGK-N will Bericht zum Jugendschutz

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) beriet die Einführung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz, um Forschungsstudien zum Konsum von Cannabis zu ermöglichen. Die Kommission unterstützt die strikten Bedingungen, die der Bundesrat vorsieht. Die Mehrheit der SGK-N beantragt, dass Arbeitgeber und Schulen von Studienteilnehmenden informiert werden. Zudem beauftragt die Kommission die Verwaltung, einen Bericht über den Jugendschutz im Bereich des Cannabiskonsums zu erstellen. Sie wird erst über die Vorlage abstimmen, wenn der Bericht vorliegt.

Tierversuche Weniger Tiere eingesetzt

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Tiere, die im Jahr 2018 in der Schweiz in Tierversuchen eingesetzt wurden, um 4,6%. Im 2018 kamen 71,1% der Tiere in nicht oder wenig belastenden Versuchen zum Einsatz. Rund 26,2% der Tiere waren einer mittelschweren Belastung und 2,7% einer schweren Belastung ausgesetzt. Der Rückgang bestätigt die längerfristige Tendenz: Gegenüber dem Jahr 2009 sankt die Zahl der Tierversuche um 16,9%. 

Verbot von Tier- und Menschenversuchen Bundesrat lehnt Initiative ab

Der Bundesrat empfiehlt die Volksinitiative für ein Verbot von Tier- und Menschenversuchen ohne direkten Gegenentwurf und ohne indirekten Gegenvorschlag zur Ablehnung. Er ist der Ansicht, dass Mensch und Tier in der Forschung ausreichend geschützt sind. Eine Annahme der Initiative könnte zudem negative Folgen für Gesundheit, Wissenschaft und Wirtschaft in der Schweiz haben.

Voranschlag 2020 Überschuss von 0,7 Milliarden

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Bundesbudget im Jahr 2020. Er rechnet mit einem strukturbereinigten Überschuss von 0,7 Milliarden Franken. Die Einnahmen belaufen sich auf 75,7 Milliarden Franken und werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 2,9% steigen. Die Ausgaben betragen 75 Milliarden Franken und wachsen um 3,7%. Im Bereich Bildung, Forschung und Innovation sind im Jahr 2020 Ausgaben im Umfang von insgesamt 8,1 Milliarden Franken vorgesehen. Die detaillierte Übersicht über die geplanten finanziellen Mittel in den einzelnen Ausgabebereichen wird der Bundesrat am 21. August 2019 verabschieden.

Akademien der Wissenschaften Schweiz Mehrjahresplanung 2021-2024 veröffentlicht

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz publizierten ihre strategische Planung für die Jahre 2021-2024. In den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung wollen die Akademien Beiträge zur Lösung drängender Herausforderungen leisten. Mit der Einführung einer Globalbudgetierung legen die Akademien erstmals eine gemeinsame Mehrjahresplanung vor.