Neueste News (Archiv)

Akademien der Wissenschaften Schweiz Antonio Loprieno wird Präsident

Die Delegierten wählten Antonio Loprieno zum Präsidenten der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Der Professor für Ägyptologie übernimmt das Amt per 1. Mai 2018 von Maurice Campagna. Von 2006 bis 2015 war Loprieno Rektor der Universität Basel und präsidierte in dieser Funktion während sieben Jahren die Schweizerische Rektorenkonferenz (CRUS).  Im September 2017 wurde Loprieno bereits zum Präsidenten des All European Academies für die Jahre 2018-2021 ernannt.

Erasmus+ FK-N beantragt Kreditkürzung

Im Rahmen eines Mitberichts befasste sich die Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) mit der Schweizer Lösung zur Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung 2018-2020. Mit 13 zu 11 Stimmen beantragt eine Mehrheit der Kommission, den vom Bundesrat dafür veranschlagten Kredit von 114,5 Mio. Franken zu kürzen. 9,3 Mio. Franken zur Förderung von Kooperationen mit ausländischen Bildungsinstitutionen sollen gestrichen werden. Eine Minderheit der FK-N beantragt zudem, die für die nationale Agentur Movetia eingeplanten 11,1 Mio. Franken zu streichen. Der Nationalrat wird in der Wintersession über die Vorlage entscheiden.

Humanmedizin WBK-S: kein Praktikum als Eignungstest

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich gegen die Einführung eines obligatorischen Praktikums als Eignungsnachweis für das Studium der Humanmedizin aus. Die Kommissionsmitglieder lehnten eine entsprechende Motion zur Anpassung bei der Zulassung zum Medizinstudium einstimmig ab. Die WBK-S ist insbesondere der Ansicht, dass es organisatorisch und finanziell kaum machbar ist, genügend Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Der Nationalrat hatte dem Vorstoss in der Sommersession zugestimmt.

Rasa-Initiative Auch SPK-S lehnt Initiative ab

Nach Bundesrat und Nationalrat lehnt auch die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) ab. Der Entscheid fiel mit 10 zu 1 Stimmen bei 1 Enthaltung. Mit 9 zu 3 Stimmen lehnte die SPK-S ausserdem einen Antrag für einen direkten Gegenvorschlag ab. Demnach hätte im Verfassungsartikel über die Zuwanderung ergänzt werden sollen, dass die Schweiz ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalten muss. Der Ständerat wird in der Wintersession über die Rasa-Initiative entscheiden.

Europäisches Hochschulinstitut Zusammenarbeit fortsetzen

Die Schweiz will ihre Zusammenarbeit mit dem Europäischen Hochschulinstitut in der Nähe von Florenz weiterführen und verstärken. Mit einem gemeinsamen Abkommen wird die in der BFI-Botschaft 2017-2020 bekräftigte Absicht des Bundesrates bestätigt. Das Europäischen Hochschulinstitut ist eine universitäre Forschungseinrichtung, die Doktorats- und Postdoktorats-Ausbildungen in verschiedenen Fächern anbietet. Zahlreiche Schweizer Forschende sind am Institut tätig; seit 2001 besteht dort auch ein von der Schweiz finanzierter Lehrstuhl. 
 

Nobelpreis Chemie Schweizer Forscher ausgezeichnet

Jacques Dubochet erhält den Nobelpreis für Chemie 2017. Der an der Universität Lausanne tätige Forscher wurde für seine herausragenden Erfolge in der Entwicklung von Kryo-Elektronen-Mikroskopen ausgezeichnet. Jacques Dubochet teilt die Auszeichnung mit zwei weiteren Forschern – Joachim Frank aus den USA und Richard Henderson aus Grossbritannien.

ETH-Rat Studiengebühren steigen ab Herbst 2019

Der ETH-Rat will die Gebühren für Studierende der ETH Zürich und der EPFL ab dem Studienjahr 2019/2020 erhöhen. Gestaffelt über zwei Jahre sollen die jährlichen Gebühren um 500 Franken ansteigen – von heute 1160 Franken auf 1660 Franken im Jahr 2020. Die Einnahmen aus den höheren Studiengebühren sollen vor allem in die Lehre der beiden ETH investiert werden. Nach einer Anhörung und einer Ämterkonsultation wird der ETH-Rat voraussichtlich im Frühling 2018 seinen definitiven Entscheid fällen.

Erasmus+ Ständerat fordert Verhandlungen

Mit 38 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen sprach sich der Ständerat für die Weiterführung der indirekten Beteiligung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2018-2020 aus. Gleichzeitig stimmte die kleine Kammer mit 28 zu 11 Stimmen bei 1 Enthaltung einer Motion ihrer Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) zu. Der Kommissionsvorstoss soll den Bundesrat beauftragen, schnellstmöglich Verhandlungen mit der EU über eine Schweizer Assoziierung am Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 aufzunehmen. In der Wintersession 2017 wird sich der Nationalrat mit dem Thema befassen.

Finanzhaushaltgesetz Keine neuen Prioritäten beim Sparen

Der Ständerat lehnte eine Motion zur Änderung des Finanzhaushaltgesetzes geschlossen ab. Der Vorstoss der Finanzkommission des Nationalrats (FK-N) forderte, dass eine neue Prioritätenordnung für künftige Sparmassnahmen des Bundes eingeführt wird. Demnach sollten Kürzungen vor allem in Ausgabebereichen erfolgen, die in den letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum verzeichneten.

Rasa-Initiative Ablehnung ohne Gegenvorschlag

Der Nationalrat lehnt die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 125 zu 17 Stimmen bei 50 Enthaltungen ab. Auch verschiedene Minderheitsanträge für einen direkten Gegenvorschlag zum Volksbegehren lehnte die grosse Kammer ab. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung zwecks Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative wieder aus der Verfassung zu streichen. Als nächstes wird sich der Ständerat mit der Vorlage auseinandersetzen.

Höhere Berufsbildung Verordnung angepasst

Ab dem 1. Januar 2018 erstattet der Bund direkte finanzielle Unterstützungen an Personen, die einen Vorbereitungskurs für eine höhere Berufs- oder Fachprüfung absolvieren und danach an einer eidgenössischen Prüfung teilnehmen. Zudem werden die Beiträge zugunsten der höheren Berufsbildung erhöht. Nun verabschiedete der Bundesrat die dafür notwendige Änderung der Berufsbildungsverordnung. Damit soll die höhere Berufsbildung gestärkt und der Fachkräftemangel bekämpft werden. 

ERC Starting Grants 21 Förderungen in der Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt in diesem Jahr Starting Grants an 406 Nachwuchsforschende und unterstützt diese mit insgesamt 605 Millionen Euro. 21 Starting Grants gingen an Forschende in der Schweiz. Die ETH Lausanne erhielt sechs Grants. Die ETH Zürich, die Universität Zürich und das Friedrich Miescher Institut erhielten je drei Grants. Zwei gingen an die Universität Basel. Die Universitäten Freiburg, Genf und Lausanne sowie das Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) erhielten je einen ERC-Grant.
 

THE-Ranking 7 Schweizer Hochschulen in Top 200

Das Times-Higher-Education-Ranking 2018 zählt sieben Schweizer Hochschulen unter den 200 besten Universitäten der Welt. Die ETH Zürich kommt auf den 10. Platz, die ETH Lausanne auf Rang 38. Die Universität Basel liegt auf Platz 95. Die Universität Bern nimmt Platz 105 ein und die Universität Genf kommt auf Rang 130. Die Universität Zürich kommt dieses Jahr auf Platz 136 und die Universität Lausanne auf Platz 152. Die Universität Freiburg nimmt einen Rang zwischen 201 und 250 ein, während die Universitäten Neuenburg und St. Gallen einen Platz zwischen 401 und 500 belegen.

Europäischer Akademienverbund Antonio Loprieno zum Präsidenten gewählt

Die Generalversammlung des Europäischen Akademienverbunds (ALLEA) wählte den ehemaligen Rektor der Universität Basel, Antonio Loprieno, für die Jahre 2018-2021 zu ihrem Präsidenten. ALLEA vereint die Akademien der Wissenschaften aus rund vierzig europäischen Staaten unter einem Dach und definiert die Rahmenbedingungen der Wissenschaftspolitik auf europäischer Ebene. 

Voranschlag 2018 Bundesrat spart bei Bildung und Forschung

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018 zuhanden des Parlaments. In seinem Budgetentwurf sind Sparmassnahmen im Umfang von knapp einer Milliarde Franken enthalten. Davon entfallen rund 220 Mio. Franken auf den Bereich Bildung und Forschung. Als Folge dieser einschneidenden Kürzungen würde das Wachstum der finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im kommenden Jahr mit nur 0,2% stagnieren.

Erasmus+ WBK-S fordert Vollassoziierung ab 2021

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) sprach sich einstimmig für die Weiterführung der indirekten Beteiligung der Schweiz am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ aus. Für die Fortführung der seit 2014 laufenden Übergangslösung in den Jahren 2018-2020 stimmte die Kommission einem Kredit im Umfang von 114,5 Mio. Franken zu. Gleichzeitig reichte die WBK-S mit 7 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung eine Kommissionsmotion ein, die den Bundesrat beauftragen soll, schnellstmöglich Verhandlungen mit der Europäischen Union über eine Vollassoziierung an Erasmus+ ab 2021 aufzunehmen.

Eurostars-2 und AAL Schweiz wieder Vollmitglied

Der Bundesrat genehmigte zwei Abkommen, die der Schweiz erlauben, sich rückwirkend ab Januar 2017 wieder als Vollmitglied an den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen Eurostars-2 und Active and Assisted Living (AAL) zu beteiligen. Die Programme sind vor allem für forschungsintensive KMU interessant, die neue Märkte erschliessen wollen. Dank der Genehmigung der Abkommen kann die Schweiz wieder aktiv über die Ausrichtung der beiden Programme mitbestimmen. Dank einer Aufstockung des Schweizer Förderbudgets mit Mitteln aus Horizon 2020 können zusätzliche Projekte mit Schweizer Partnern finanziert werden.

FK-S Spar-Motion einstimmig abgelehnt

Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) lehnte eine Motion ihrer Schwesterkommission für eine Änderung des Finanzhaushaltsgesetzes einstimmig ab. Der Vorstoss der FK-N sieht vor, dass künftige Sparmassnahmen prioritär in Bereichen erfolgen sollen, die während der letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen. Der Ständerat wird in der Herbstsession 2017 über den Vorstoss entscheiden. 

PH Zug Esther Kamm ist neue Rektorin

Esther Kamm übernahm das Amt als Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) per 1. August 2017. Die ausgebildete Sekundarlehrerin, die zuletzt die Abteilung Sekundarstufe I der PH Zürich leitete, war 2016 vom Zuger Regierungsrat ernannt worden. Sie folgt auf die zurückgetretene Brigit Eriksson-Hotz, die nach ihrem Rücktritt als Rektorin weiterhin für die PH Zug arbeiten wird.

Shanghai-Ranking 2017 Fünf Schweizer unter den Top 100

Die Universität Shanghai veröffentlichte ihr jährliches Ranking der 500 besten Universitäten der Welt. Fünf Schweizer Hochschulen sind unter den 100 Bestbenoteten des Rankings: Die ETH Zürich nimmt Platz 19 ein, gefolgt von den Universitäten Zürich (Rang 58) und Genf (Rang 60). Die ETH Lausanne liegt auf Platz 76 und die Universität Basel erreicht Platz 95. Die Universität Bern klassiert sich auf einem Rang zwischen 101 und 151, die Universität Lausanne ist zwischen 151 und 200 platziert. Die Universität Freiburg fügt sich zwischen Rang 401 und 500 ein.

Innosuisse Innovationsrat gewählt

Der Verwaltungsrat von Innosuisse hat 20 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in den Innovationsrat gewählt. Fünf dieser Experten sind Mitglieder der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), deren Kompetenzen Innosuisse ab dem 1. Januar 2018 übernimmt. Der Innovationsrat ist das Fachorgan von Innosuisse und wird über die Fördergesuche entscheiden.

EDK Revision der Interkantonalen Universitätsvereinbarung

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) eröffnete die Vernehmlassung für eine neue Interkantonale Universitätsvereinbarung (IUV). Künftig sollen die kantonalen Tarife für Studierende, die eine Universität ausserhalb ihres Heimatkantons besuchen, auf Basis der effektiven Kosten berechnet werden. Das neue Berechnungssystem ersetzt die Rabatte für Wanderungsverluste und soll eine Erhöhung der Kosten der Kantone von 2,9% zur Folge haben. Die Vernehmlassung für die totalrevidierte IUV läuft bis am 31. Januar 2018.

Tierversuche Zahl der Versuchstiere rückläufig

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 7,7% weniger Tierversuche durchgeführt als im Vorjahr. Der Rückgang erklärt sich durch den Abschluss verschiedener Projekte, in denen eine grosse Anzahl Fische und Amphibien involviert waren. Im 2016 waren drei Viertel der in Versuche involvierten Tiere keiner oder nur einer leichten Belastung ausgesetzt. Fast zwei Drittel der Versuchstiere wurden in der Grundlagenforschung eingesetzt.    

Digitalisierung Bundesrat bereitet Aktionsplan vor

Der Bundesrat will die digitalen Kompetenzen in Bildung und Forschung mit einem Aktionsplan stärken. In der Bildung sollen die MINT-Fächer sowie berufliche Weiterbildungen verstärkt gefördert werden. In der Forschung sollen Nationale Forschungsprogramme über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft lanciert werden. An den Hochschulen ist ein Ausbau der Kompetenzen in der Informatik vorgesehen: Unter anderem sind neue Nationale Forschungsschwerpunkte und zusätzlichen Professuren im ETH-Bereich geplant. Über die Finanzierung der Massnahmen wird der Bundesrat im Herbst 2017 entscheiden. 

Selbstbestimmungsinitiative Bundesrat empfiehlt Ablehnung

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) abzulehnen. Die Initiative gefährde die Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz und weise zahlreiche Unklarheiten auf. Das Volksbegehren will den Vorrang von Schweizer Verfassungsrecht vor Völkerrecht verankern. Damit würden völkerrechtliche Verträge gefährdet und internationale Verpflichtungen der Schweiz in Frage gestellt. 

Rasa-Initiative SPK-N lehnt Gegenvorschläge ab

Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats (SPK-N) empfiehlt ihrem Rat die Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) mit 17 zu 2 Stimmen bei 6 Enthaltungen zur Ablehnung. Zudem lehnt die Mehrheit der SPK-N verschiedene Gegenvorschläge zur Initiative ab. Der Nationalrat wird jedoch über drei Gegenvorschlags-Varianten diskutieren können, die in der Kommission als Minderheitsanträge eingereicht wurden. Die Rasa-Initiative verlangt, den neuen Artikel 121a über die Zuwanderung wieder aus der Verfassung zu streichen.

Akademien der Wissenschaften Schweiz Leistungsvereinbarung bis 2020 unterzeichnet

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterzeichneten die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2017-2020. Der Bund unterstützt die Akademien der Wissenschaften Schweiz in der vierjährigen Periode insgesamt mit 169 Millionen Franken. Davon werden rund 44 Millionen im Bereich Langzeitunternehmen investiert. Rund 95 Millionen werden zur Erfüllung der Grundaufträge aufgewendet. Die Akademien verfolgen folgende vier thematischen Schwerpunkte: Bildung und Nachwuchs, Umgang mit natürlichen Ressourcen, Gesundheitssystem im Wandel und Wissenschaftskultur.

Budget 2018 Massive Kürzungen im BFI-Bereich

Der Bundesrat verabschiedete den Voranschlag für das Jahr 2018. Die Regierung plant massive Kürzungen der finanziellen Mittel im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) gegenüber den Beschlüssen des Parlaments in der BFI-Botschaft 2017-2020. Gemäss Voranschlag sollen die finanziellen Mittel für Bildung und Forschung im Jahr 2018 lediglich um 0,2% wachsen. Der Bundesrat begründet die Sparmassnahmen mit der tiefer ausgefallenen Teuerung und mit aktuellen Mehrausgaben in anderen Bereichen, welche im Parlament derzeit noch höhere Priorität geniessen (Altersvorsorge, Armee, Nationalstrassen).

swissuniversities Bergamaschi als Präsident Kammer FH wiedergewählt

Die Mitglieder der Kammer Fachhochschulen (FH) von swissuniversities haben ihren Präsidenten Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), wiedergewählt. Franco Gervasoni, Direktor der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), wurde in seiner Funktion als Vize-Präsident der Kammer FH bestätigt. Beide wurden für die Amtsperiode 2018-2020 wiedergewählt. 

Global Innovation Index 2017 Schweiz führt Rangliste erneut an

Im siebten Jahr in Folge steht die Schweiz an der Spitze des Global Innovation Index. Gefolgt wird sie im Jahr 2017 von Schweden und den Niederlanden. Der Global Innovation Index misst die Innovationsleistung von weltweit über 120 Ländern und wird von der Cornell University, der Wirtschaftshochschule INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) veröffentlicht. 

Zuwanderung Verordnung zur Umsetzung von Verfassungsartikel 121a

Der Bundesrat entschied über die Umsetzung des neuen Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung auf Verordnungsstufe. Demnach soll die Meldepflicht für offenen Arbeitsstellen schweizweit in Berufsarten eingeführt werden, in denen eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von fünf Prozent erreicht oder überschritten wird. Der Bundesrat kann diesen Wert jährlich neu bestimmen. Diese gesetzliche Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ist mit der Personenfreizügigkeit vereinbar. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis zum 6. September 2017.

Digitalisierung Beirat gegründet

Der Bundesrat gründete den Beirat «Digitale Transformation». Das Gremium, das von den Eidgenössischen Departementen WBF und UVEK ins Leben gerufen wurde, soll an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft operieren. Der Beirat wird wichtige Fragen der Digitalisierung behandeln, beispielsweise die Gewinnung von Talenten, die Schaffung von Clustern, Infrastruktur- und Datenfragen, Cyber Security oder Regulierungspolitik. Lino Guzzella (ETHZ), Martin Vetterli (EPFL) und André Kudelski (Innosuisse) vertreten im Beirat den Bereich Bildung, Forschung und Innovation.

QS-Ranking ETH Zürich in den Top 10

Das QS World University Ranking publizierte die Rangierung der weltweit besten Hochschulen für das Jahr 2018. Mit Platz 10 bleibt die ETH Zürich in den Top 10. Die ETH Lausanne verbessert sich von Rang 14 auf Rang 12. Ebenfalls unter den besten 100 befinden sich die Universitäten Zürich (73) und Genf (98). Zu den besten 200 Hochschulen der Welt gehören die Universitäten Lausanne (146), Basel (149) und Bern (167). Die Universität St. Gallen belegt Platz 372, die Universität Freiburg rangiert im Sektor 501-550.  

Gentechnikgesetz Keine Freisetzung von GVO in der Forschung

Der Ständerat entschied mit 21 zu 20 Stimmen, das Verbot für die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) mit Antibiotika-Resistenzgenen in der Forschung beizubehalten. Er schloss sich mit diesem Entscheid dem Nationalrat an. Damit ist die letzte zwischen den Räten verbliebene Differenz im Gentechnikgesetz bereinigt.

SNF Leistungsvereinbarung unterzeichnet

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterzeichneten die Leistungsvereinbarung für die Jahre 2017-2020. Der Bund unterstützt den SNF in der vierjährigen Periode insgesamt mit 4,1 Milliarden Franken. Neben der Weiterführung bestehender Schwerpunkte der Forschungsförderung enthält die Vereinbarung neue Elemente wie das Programm «Bridge», welches der SNF gemeinsam mit der Kommission für Technologie und Innovation durchführt, sowie eine Fördermassnahme für Assistenzprofessuren mit Tenure Track.

Forschung und Entwicklung Anstieg der F+E-Aufwendungen

Im Jahr 2015 gab die Schweiz 22,1 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aus. Der Vergleich mit dem Jahr 2012 zeigt, dass die F+E-Aufwendungen anstiegen (+10,5%), besonders im Bereich der Grundlagenforschung (+44%). Rund 70% der F+E-Aktivitäten wurden von Unternehmen in der Schweiz finanziert, 27% von den Hochschulen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte diese Zahlen in einem aktuellen Bericht.

ETH-Rat Einschneidende Kürzungen im 2018

Der ETH-Rat entschied über die Finanz- und Investitionsplanung für das Jahr 2018. Dabei muss er die Sparvorgaben des Bundes für die kommenden Jahre umsetzen. Die vom Bundesrat beschlossene Teuerungskorrektur im Umfang von 3% sowie weitere gezielte Kürzungen haben zur Folge, dass dem ETH-Bereich im Jahr 2018 voraussichtlich weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden als im laufenden Jahr 2017.

SNF 2016: rund 3'200 Forschungsvorhaben gefördert

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützte im Jahr 2016 rund 3’200 Forschungsvorhaben mit einem Betrag von insgesamt 937 Millionen Franken. Davon gingen 200 Millionen Franken an exzellente Nachwuchsforschende in der Schweiz. Der SNF unterstützte insgesamt 14'000 Forschenden an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen sowie im ETH-Bereich. Mehr als 2’000 internationale Kooperationen sind in diesem Rahmen vorgesehen.

Gentechnikgesetz WBK-S unterstützt Freisetzungsversuche

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) befasste sich mit der letzten verbliebenen Differenz bei der Änderung des Gentechnikgesetzes. Mit 6 zu 4 Stimmen beantragt sie ihrem Rat, das Verbot von wissenschaftlichen Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO), welche gentechnisch eingebrachte Resistenzgene enthalten, aufzuheben. Der Nationalrat hält seinerseits am Verbot fest. Der Ständerat wird sich während der Sommersession im Juni mit dieser Frage befassen.

SATW Willy R. Gehrer ist neuer Präsident

Anlässlich ihrer Versammlung wählten die Mitglieder der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) Willy R. Gehrer zum neuen Präsidenten. Er trat per 9. Mai die Nachfolge von Ulrich W. Suter an, der die Akademie während sechs Jahren führte. Zuletzt war Willy R. Gehrer als CEO für die Bereiche Energy und Transportation Systems von Siemens Schweiz tätig. Von 2009 bis 2013 präsidierte er Electrosuisse.

SBFI Schweiz und Japan verstärken Zusammenarbeit

Die Schweiz und Japan verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI). Die beiden Länder unterzeichneten eine Absichtserklärung für eine vereinfachte direkte Zusammenarbeit ihrer Forschungsförderungsagenturen. Für Schweizer Forschende ist Japan der Hauptpartner in Asien: Zwischen 2011 und 2016 finanzierte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) 215 Projekte, die gemeinsam von japanischen und schweizerischen Forschenden geführt wurden, mit rund 101 Millionen Franken.

Finanzhaushaltgesetz Nationalrat will neue Sparprioritäten

Mit 99 zu 84 Stimmen nahm der Nationalrat eine Motion seiner Finanzkommission an, die vom Bundesrat prioritäre Sparmassnahmen verlangt. Sparmassnahmen sollen primär jene Aufgabenbereiche treffen, die während der letzten fünf Legislaturperioden das stärkste Ausgabenwachstum aufwiesen, wie zum Beispiel der Bereich Bildung, Forschung und Innovation. Als nächtes wird die Finanzkommission des Ständerats über die Motion befinden.

Bundesausgaben Nur tatsächliche Teuerung ausgleichen

Mit 133 zu 55 Stimmen stimmte der Nationalrat einer Motion zu, die verlangt, dass für sämtliche Bundesausgaben die Teuerung nur dann ausgeglichen werden kann, wenn tatsächlich eine Teuerung anfällt. Bisher legt das Parlament die Kompensation der Teuerung aufgrund von Prognosen vorgängig fest, wodurch es jüngst zu Mehrausgaben kam. Der Ständerat hatte diese Motion bereits angenommen.

Gentechnikgesetz Freisetzung von GVO in Forschung umstritten

Die Differenzenbereinigung zum Gentechnikgesetz kommt in die Schlussphase. Umstritten bleiben die Bestimmungen zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Forschung. Im Gegensatz zu Bundesrat und Ständerat will der Nationalrat die Freisetzung von Organismen mit gentechnisch eingebrachten Resistenzgenen mit 132 gegen 56 Stimmen verbieten. Die Mehrheit der grossen Kammer ist der Meinung, dass das Risiko besteht, dass GVO in die Umwelt gelangen könnten. Die Minderheit bekräftigte, dass ein Verbot für den Forschungsstandort Schweiz ein Nachteil wäre. Der Nationalrat gab in zwei anderen Punkten nach. Nun wird der Ständerat diese letzte Differenz behandeln.

Erasmus+ Bundesrat setzt Übergangslösung fort

Der Bundesrat will die Schweizer Lösung für eine indirekte Beteiligung am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2018-2020 fortführen. Er beantragt dem Parlament dafür einen Gesamtkredit von 114,5 Millionen Franken. Seit der Sistierung der Verhandlungen zur Vollassoziierung der Schweiz am Programm Erasmus+ im Februar 2014 sichert eine Übergangslösung die internationale Bildungsmobilität der Schweizer Studierenden. Diese läuft bis Ende 2017. Der Bundesrat will die Möglichkeit einer Assoziierung an das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 prüfen.

Rasa-Initiative Bundesrat verzichtet auf Gegenentwurf

Der Bundesrat überwies seine Botschaft zur Volksinitiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa-Initiative) an das Parlament. Er verzichtet darauf, einen direkten Gegenvorschlag zur Initiative vorzulegen. Grund dafür sind die negativen Rückmeldungen auf die beiden direkten Gegenentwürfe, welche der Bundesrat anfangs Februar 2017 in die Vernehmlassung geschickt hatte. Die Regierung lehnt die Rasa-Initiative ab, da sie eine Streichung des Verfassungsartikels 121a über die Zuwanderung nicht als zielführend erachtet.

swissuniversities Elf Kooperationen zwischen Hochschulen

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities bewilligte elf Kooperationsprojekte im Bereich der Doktoratsausbildung, wie der Dachverband FH Schweiz berichtet. Acht dieser Projekte betreffen Zusammenarbeiten zwischen universitären Hochschulen (UH) und Fachhochschulen; die drei anderen erfolgen zwischen UH und Pädagogischen Hochschulen. Dafür werden projektgebundene Beiträge im Umfang von 3,7 Millionen Franken gesprochen. swissuniversities lancierte bereits eine zweite Ausschreibung; Eingabefrist ist Ende Oktober 2017.

ERC Advanced Grants 25 Förderungen für die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergab 2016 insgesamt 231 Advanced Grants mit einem Gesamtvolumen von 540 Millionen Euro. 25 der prestigeträchtigen Förderungen gehen an erfahrene Forschende in der Schweiz, 8 davon an die ETH Zürich. Die Universität Zürich erhält fünf Advanced Grants und das Friedrich Miescher Institute drei. Die ETH Lausanne und die Universität Bern erhalten je zwei Grants. Die Universitäten Freiburg, Genf und Lausanne sowie die Universität der italienischen Schweiz und das Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) erhalten je eine Förderung.

Bundesrat Strategische Ziele für den ETH-Bereich

Der Bundesrat legte die strategischen Ziele für den ETH-Bereich für die Periode 2017-2020 fest. Diese sind auf das Budget von insgesamt 10,4 Milliarden Franken für den Bereich abgestimmt. Die strategischen Ziele ersetzen die Leistungsaufträge, mit denen der Bundesrat den ETH-Bereich bisher gesteuert hatte.

Schweizerischer Innovationspark 150 Millionen Franken für Bürgschaften frei

Der Bundesrat gab 150 Millionen Franken frei, mit denen der Schweizerische Innovationspark in Form von Bürgschaften unterstützt werden kann. Es handelt sich dabei um die erste von drei geplanten Bürgschafts-Tranchen. Insgesamt sind zu diesem Zweck 350 Millionen Franken vorgesehen. Die Bürgschaften dienen der Einrichtung von Forschungsinfrastrukturen und technologischen Plattformen.

Gentechnikgesetz WBK-N berät die Differenzen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) beriet die drei verbleibenden Differenzen betreffend der Änderung des Gentechnikgesetzes. Mit 15 zu 6 Stimmen beantragt sie, die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin zu verbieten, wenn diese Gene enthalten, die Antibiotikaresistenz herbeiführen. Der Ständerat will seinerseits diese Verfügung aufheben. Bei den zwei anderen Differenzen schloss sich die WBK-N den Entscheiden des Ständerats an. Der Nationalrat wird anlässlich der Sondersession Anfang Mai 2017 über die Vorlage entscheiden.

Innosuisse Annalise Eggimann wird Direktorin

Der Bundesrat genehmigte auf Antrag des Verwaltungsrates von Innosuisse die Wahl von Annalise Eggimann als Direktorin von Innosuisse. Sie übernimmt die Führung der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung per 1. April 2017. Annalise Eggimann ist aktuell Geschäftsführerin der Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Sie wird im Übergangsjahr 2017 beide Ämter parallel ausführen.

swissuniversities Hochschulen fordern Assoziierung an Erasmus+

Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities veröffentlichte ein Plädoyer für die Assoziierung der Schweiz an das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. In ihrer Stellungnahme unterstreicht swissuniversities die Bedeutung der Mobilität für die Schweizer Hochschulen und erläutert die Einschränkungen der bestehenden Übergangslösung. Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen sprach sich für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Europäischen Kommission aus. Die Schweiz soll sich möglichst bald an Erasmus+ assoziieren können, spätestens im nächsten Rahmenprogramm für allgemeine und berufliche Bildung ab 2021.

Times Higher Education UNINE unter den besten kleinen Unis

Times Higher Education (THE) veröffentlichte ein Ranking der zwanzig besten kleinen Universitäten der Welt für das Jahr 2017. Diese Rangliste umfasst nur die Universitäten, die weniger als 5'000 Studierende haben. Die Universität Neuenburg (UNINE) belegt den 18. Rang. 2016 war die UNINE auf dem 11. Platz. Der erste Platz entfiel wie letztes Jahr auf das California Institute of Technology (Caltech).

Europäisches Patentamt Mehr Patente aus der Schweiz

Im Jahr 2016 wurden beim Europäischen Patentamt (EPA) insgesamt 7'300 Patente aus der Schweiz angemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber 2015. Kein anderes Land reichte pro Einwohner so viele Patente ein wie die Schweiz. Mit der ETH Zürich, der ETH Lausanne und der Universität Zürich befinden sich drei Hochschulen unter den Top-20 der Schweizer Patentanmeldern.

SNF 42 neue Förderungsprofessuren

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) vergab 42 Förderungsprofessuren an Nachwuchsforschende. Davon gehen 13 an die Universität Zürich, gefolgt von Basel mit sieben. Die Universität Bern gewinnt fünf, Genf und die ETH Zürich vier; je drei Förderungen gehen nach Freiburg und Lausanne. Luzern, Neuenburg und die ETH Lausanne erhalten je eine Förderungsprofessur. Der SNF unterstützt diese Professuren während vier Jahren mit durchschnittlich 1,48 Millionen Franken. Hochqualifizierte junge Forschende können auf diese Weise mit einem eigenen Team ein Forschungsprojekt lancieren.

Gentechnikgesetz Moratorium wird um vier Jahre verlängert

Mit 39 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen entschied der Ständerat, das Gentech-Moratorium um weitere vier Jahre bis 2021 zu verlängern. Die kleine Kammer folgt damit dem Nationalrat. Der Ständerat lehnte ausserdem einen Antrag ab, der darauf abzielte, das Anbauverbot von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) um acht Jahre zu verlängern; ebenso sprach er sich gegen ein Konzept für eine Koexistenz von Kulturen mit und ohne GVO aus. Der Ständerat weicht aber in anderen Punkten von den Entscheiden des Nationalrats ab. Infolgedessen wird die grosse Kammer die Vorlage in der Sondersession im Mai erneut beraten.

SNF Ein NFP zur Gesundheitsversorgung

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lancierte das Nationale Forschungsprogramm «Gesundheitsversorgung» (NFP 74). Dieses neue NFP wird einerseits Lösungen suchen, um medizinische Überversorgung und Mängel im Gesundheitswesen zu verringern. Andererseits entwickelt das Forschungsprogramm effektivere und günstigere Modelle der Gesundheitsversorgung, insbesondere für Personen mit chronischen Erkrankungen. Das NFP 74 verfügt über ein Budget von 20 Millionen Franken. Bisher genehmigte der SNF 29 Forschungsprojekte.

Rechnung 2016 Neue Sparmassnahmen angekündigt

Der Bundeshaushalt schloss im Jahr 2016 mit einem Überschuss von 800 Millionen Franken. Gleichwohl erwartet der Bundesrat für die kommenden Jahre strukturelle Defizite. Aus diesem Grund kündigte er neue Sparmassnahmen für die Jahre 2018-2021 im Umfang von rund einer Milliarde Franken pro Jahr an. Vorgesehen ist eine Teuerungskorrektur in schwach gebundenen Bereichen von rund 500 Millionen pro Jahr. Davon sind auch Bildung und Forschung betroffen. Weiter sind jährliche Kürzungen von 150 Millionen Franken in der Verwaltung sowie gezielte Kürzungen im Umfang von 300-350 Millionen geplant.

SNF Neues NFP zu Fürsorgemassnahmen

Der Bundesrat lanciert ein neues Nationales Forschungsprogramm (NPF) zum Thema «Fürsorge und Zwang – Geschichte, Gegenwart, Zukunft». Das NPF soll die Merkmale, Mechanismen und sozialen Konsequenzen der schweizerischen Fürsorge- und Zwangsmassnahmen analysieren. Die Resultate dienen der Entwicklung des gesetzlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmens in diesem Bereich. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) führt das fünf Jahre dauernde Programm mit einem Budget von 18 Millionen Franken durch.

Empa Direktor Gian-Luca Bona wiedergewählt

Der Bundesrat hat auf Antrag des ETH-Rats den Direktor der eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), Gian-Luca Bona, für weitere vier Jahre wiedergewählt. Gian-Luca Bona, der die Institution seit 2009 führt, tritt seine dritte Amtszeit an.

SNF Big Data: NFP 75 lanciert

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lanciert das neue Nationale Forschungsprogramm «Big Data» (NFP 75). Mit dem Programm sollen neue Methoden der Datenanalyse sowie Lösungsvorschläge für ethische und juristische Fragen erarbeitet werden, die sich im Zusammenhang mit Big Data stellen. 36 bewilligte Forschungsprojekte erhalten ein Budget von 25 Millionen Franken. Das NFP 75 wird im Jahr 2022 abgeschlossen.

WBK-N Kantone sollen über Zusammensetzung des Hochschulrats bestimmen

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) beantragt, einer parlamentarischen Initiative für eine angepasste Zusammensetzung des Hochschulrats keine Folge zu geben. Mit der Initiative soll neu im Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG) festgeschrieben werden, dass im Hochschulrat alle Regierungen der massgeblichen Hochschulträger vertreten sind. Die Mehrheit der WBK-N möchte es aber weiterhin den Kantonen überlassen, via Hochschulkonkordat ihre 14-köpfige Vertretung im Hochschulrat zu bestimmen. Eine Minderheit beantragt, der Initiative Folge zu leisten.

swissuniversities Strategie für die PH verabschiedet

Die Kammer der Pädagogischen Hochschulen (PH) von swissuniversities hat ihre Strategie für die Jahre 2017-2020 verabschiedet. Diese Strategie umfasst zehn Ziele und definiert die Leitlinien und Prioritäten der Kammer PH für die nächsten vier Jahre. Die strategischen Ziele beziehen sich auf den gesellschaftlichen Auftrag, die Professionsentwicklung und die Institutionsentwicklung der Pädagogischen Hochschulen. Sie dienen als roter Faden, um die Positionierung der PH im schweizerischen Hochschulsystem zu stärken.

ETH Swiss Data Science Center eröffnet

Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Lausanne und Zürich haben gemeinsam ein nationales Zentrum für Datenwissenschaften eröffnet. Das Swiss Data Science Center (SDSC) ermöglicht Innovationen in den Bereichen Datenwissenschaften und Informatik. Gleichzeitig fördert es die multidisziplinäre Forschung und die offene Wissenschaft. Die Datenwissenschaft ist ein strategischer Forschungsbereich des ETH-Rats in den Jahren 2017-2020.

Austausch und Mobilität Movetia hat Betrieb aufgenommen

Bund und Kantone schufen eine neue nationale Agentur für die Förderung von Austausch und Mobilität. Sie trägt den Namen Movetia und soll mit Programmen, Projekten und Partnerschaften dem Austausch und der Mobilität in der Bildung neue Impulse verliehen. Die neue Agentur übernimmt unter anderem verschiedene laufende Programme von der «ch Stiftung». Movetia nahm den Betrieb per 1. Januar 2017 auf.

Open Access Nationale Strategie verabschiedet

Die Plenarversammlung der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen swissuniversities hat eine nationale Open-Access-Strategie verabschiedet. Die nationale Strategie verfolgt das Ziel, bis im Jahr 2024 alle öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Publikationen frei zugänglich zu machen. Die Strategie wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gemeinsam von swissuniversities und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erarbeitet. In ihrer Februarsitzung befasst sich die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) damit.

Rasa-Initiative Vernehmlassung für Gegenvorschlag eröffnet

Der Bundesrat eröffnete die Vernehmlassung zu zwei Varianten für einen direkten Gegenvorschlag zur Rasa-Initiative («Raus aus der Sackgasse»). Die erste Version soll im Verfassungsartikel 121a verankern, dass bei der Steuerung der Zuwanderung völkerrechtliche Verträge von grosser Tragweite für die Stellung der Schweiz in Europa berücksichtigt werden müssen. Die zweite Variante sieht vor, die Übergangsbestimmungen zu streichen, ohne Artikel 121a inhaltlich zu verändern. Das Vernehmlassungsverfahren läuft bis am 1. März 2017.

THE-Ranking ETH sind am internationalsten

Times Higher Education publizierte das Ranking der weltweit internationalsten Universitäten im Jahr 2017. Die ETH Zürich steht an der Spitze der diesjährigen Klassierung, gefolgt von der ETH Lausanne auf dem zweiten Rang. Auch die Universität Zürich gehört zu den 20 internationalsten Hochschulen der Welt und belegt Platz 15.

KTI 60 Millionen für innovative KMU

Im Jahr 2016 unterstützte die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) exportorientierte KMU im Rahmen der Sondermassnahmen gegen den starken Franken. Dabei bewilligte sie 161 Innovationsprojekte mit insgesamt 60,3 Millionen Franken.

Gentechnikgesetz WBK-S für vierjähriges Moratorium

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) beriet den Änderungsentwurf des Gentechnikgesetzes. Mit 5 zu 5 Stimmen und dem Stichentscheid der Präsidentin empfiehlt die Kommission ihrem Rat eine Verlängerung des Moratoriums für den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) um weitere vier Jahre bis 2021. Den Vorschlag für eine Koexistenz von Kulturen mit und ohne GVO lehnte die WBK-S ab. Der Ständerat wird in der Frühjahrssession über diese Fragen entscheiden.

Forschung und Entwicklung Unternehmen investierten 15,7 Milliarden im 2015

Im Jahr 2015 investierten die Privatunternehmen in der Schweiz 15,7 Milliarden Franken in ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (Intramuros-F+E) und beschäftigten dazu 57'000 Personen. Seit 2012 stieg das Ausgabenvolumen um 10 Prozent an. Das sind Ergebnisse einer Erhebung, die das Bundesamt für Statistik gemeinsam mit economiesuisse durchführte. Die Schweiz gehört damit im internationalen Vergleich zu den Ländern mit den aktivsten Unternehmen in F+E.