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01.10.2026 | Bilaterale Schweiz-EU Ständerat genehmigt Verpflichtungskredit zur Teilnahme an Erasmus+

Der Ständerat hat mit 23 zu 19 Stimmen bei zwei Enthaltungen den Verpflichtungskredit in der Höhe von 192,6 Millionen Franken für die Teilnahme der Schweiz am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ im Jahr 2027 angenommen. Der Entscheid fiel im Rahmen der Behandlung des Vertragspakets Schweiz-EU («Bilaterale III»). Dieses enthält auch das bereits zuvor vom Ständerat angenommene EU-Programmabkommen (EUPA), an welchem die Teilnahme an Erasmus+ angebunden ist. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat.

THE-Ranking 2027 Asiatische Hochschule dringt in Spitzenplätze vor

Zehn Schweizer Hochschulen schaffen es in das Times Higher Education (THE) Ranking für das Jahr 2027 (total 2297 Universitäten). In den Top 100 liegen die ETH Zürich, die mit Rang 12 (bisher 11) ihre Position als beste Hochschule Kontinentaleuropas verteidigt, und die ETH Lausanne auf Platz 36 (bisher 35). Mit der chinesischen Tsinghua University (Platz 11) liegt erstmals eine asiatische Universität vor der besten Hochschule Kontinentaleuropas. In den Top 200 klassierten sich die Universitäten Basel auf Platz 111 (bisher 120), Bern auf Platz 121 (bisher 108), Lausanne auf Platz 129 (bisher 125) und Genf auf Platz 163 (bisher 166). Es folgen die Universität der italienischen Schweiz (USI) im Bereich der Plätze 301-325 (bisher 251-300) sowie die Universitäten Freiburg (401-450, bisher 401-500) und Neuenburg (601-650, bisher 601-800) und die ZHAW (801-1000, bisher 1001-1200).

Bilaterale Schweiz-EU Ständerat genehmigt Gleichbehandlung bei Studiengebühren

Im Rahmen der Debatte zum Vertragspaket Schweiz-EU («Bilaterale III») beschäftigte sich der Ständerat mit der Gleichbehandlung von Schweizer Studierenden und Studierenden aus den EU-Staaten bei den Studiengebühren. Der Ständerat hat diesen Grundsatz als Teil des Verhandlungsergebnisses gutgeheissen. Die kleine Kammer entschied mit 26 zu 16 Stimmen, dass der Bund die entstehenden Mindereinnahmen der betroffenen Kantone und ihrer Hochschulen während vier Jahren vollumfänglich übernimmt. Die Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten sollen weiterhin mindestens das Dreifache von denjenigen für Schweizer Studierende betragen.

Standpunkt

Für die gesamte Jugend!

Johanna Gapany
Ständerätin, Mitglied Politikteam FUTURE

Die Schweiz hat die Chance, sich ab 2027 wieder an Erasmus+ zu beteiligen. Der Ständerat wird den Rahmenkredit für die Teilnahme der Schweiz am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Pakets der «Bilateralen III» in der Herbstsession beraten.

Seit 2014 ist die Schweiz nicht mehr an Erasmus beteiligt. In der Zwischenzeit hat sich das Programm sowohl in seinem Umfang als auch in seiner Ausrichtung verändert. Es beschränkt sich nicht mehr auf die Mobilität unserer Studierenden, sondern deckt die Bedürfnisse der gesamten Jugend ab. Es bietet allen Organisationen in diesem Bereich den Zugang zu Finanzmitteln, von Pfadfinderbewegungen über Berufsschulen bis hin zu Sport- und Kulturvereinen.

Die Teilnahme an Erasmus+ erfordert für das Jahr 2027 einen Verpflichtungskredit von 192 Millionen Franken, was einer zusätzlichen Finanzierung von 147 Millionen Franken entspricht. Der Betrag entspricht dem Zusatznutzen von Erasmus+, das der breiten Jugend offensteht, im Vergleich zum heutigen Schweizer System, das sich auf die Mobilität einer kleinen Gruppe beschränkt. Diese Mittel fliessen in Form neuer Fördergelder und Kooperationen, von denen die Schweizer Jugend profitieren wird, an uns zurück.

Erasmus+ ist eine Investition in die Zukunft. In einer immer unsicherer werdenden Welt ist es unsere Aufgabe, die Anpassungsfähigkeit unserer Jugendlichen zu stärken und die Personen und Organisationen besser zu unterstützen, die sie auf diesem Weg begleiten. Erasmus+ ist das weltweit grösste Programm in diesem Bereich. Das Vereinigte Königreich hat dies richtig erkannt und kürzlich beschlossen, sich dem Programm wieder anzuschliessen und für das Jahr 2027 einen Betrag von 570 Millionen Pfund bereitzustellen.