Unus pro omnibus, omnes pro uno!
Xavier Pilloud
Geschäftsstellenleiter des Netzwerks FUTURE (2010–2026)
Der Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) ist eine langfristige politische Priorität. Um Ergebnisse zu erzielen, sind beharrliche und fortdauernde Anstrengungen erforderlich. Das Feuer in der Beziehung zwischen dem BFI-Bereich und der Politik muss am Leben erhalten werden, damit diese Priorität im Laufe der Zeit und durch die Routine nicht in den Hintergrund gerät.
Nach sechzehn Jahren, in denen ich mich für eine flammende Beziehung zwischen dem BFI-Bereich und der Politik einsetzte, habe ich beschlossen, mein Amt als Leiter der Geschäftsstelle des Netzwerks FUTURE – Wissenschaft und Politik per Ende Dezember 2026 niederzulegen. Sechzehn Jahre, fünf BFI-Botschaften, vier Departementsvorsteher, zwei Staatssekretäre und Dutzende Mitglieder des Politikteams FUTURE im Parlament: Wir durften in dieser Zeit eine Vielzahl von Erfolgen feiern.
Zwischen 2010 und
2020 erzeichnete der BFI-Bereich ein im Vergleich zu anderen Aufgabenbereichen
überdurchschnittliches Investitionswachstum. Seit 2023 müssen die BFI-Akteure die
Auswirkungen der umfangreichen Sparmassnahmen im Bundeshaushalt abfedern, die
aufgrund des Krieges in der Ukraine und der alternden Bevölkerung notwendig
wurden. Darüber hinaus haben die Hochschulen und die Organisationen der
Forschungs- und Innovationsförderung gelernt, sich im Rahmen der Schweizer
Europapolitik Gehör zu verschaffen. Eine kleine Revolution.
Es gibt zwei
Schlüsselfaktoren, die diesen Erfolg erklären. Zum einen hat der BFI-Bereich
seine Fähigkeit gestärkt, mit einer geeinten Stimme zu sprechen. Der Kreis der Trägerorganisationen
des Netzwerks FUTURE hat sich erweitert, doch die Einheit wurde gewahrt und durch
die jüngsten Herausforderungen, allen voran das Entlastungspaket für den
Bundeshaushalt, sogar noch gestärkt. Das gegenseitige Vertrauen zwischen den Trägerorganisationen
wird den Dialog mit der Politik noch viele Jahre lang beflügeln.
Der andere Schlüssel
zum Erfolg liegt im Parlament, genauer in der Energie, die das Politikteam
FUTURE antreibt.
Das Wort Team ist dabei keineswegs
aus der Luft gegriffen: Die Parlamentsmitglieder, die sich für die Interessen
des BFI-Bereichs einsetzen, arbeiten wirklich als Einheit. Alle Erfolge wurden in der Wandelhalle geschmiedet, an Tischen, an denen sich
die verschiedenen politischen Strömungen versammelten, in einem gemeinsamen
Schaffensprozess, der so typisch ist für die Schweizer Demokratie. Auch hier
gilt: Einheit im Handeln.
Nun, da ich die Fackel weiterreiche, möchte ich
all meinen Partnerinnen und Partnern in dieser Aufgabe meinen tiefsten Dank
aussprechen. Es war mir eine Ehre, an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft
und Politik zu arbeiten. Und sollten Sie eines Tages Zweifel haben oder
unsicher sein, welche Strategie Sie einschlagen sollen, dann richten Sie Ihren
Blick auf die Kuppel des Bundeshauses und lesen Sie das Motto der Eidgenossenschaft: unus pro omnibus, omnes pro uno.
(Die Geschäftsstelle des Netzwerks FUTURE wird ab dem 1. Januar 2027 von Vincenzo Ribi und Valentina Darbellay von der Agentur Krauthammer & Partner in Bern sichergestellt.)