Standpunkt

Eine Serie von Schweizer Glanzleistungen

Marie-France Roth Pasquier
Nationalrätin, Mitglied Politikteam FUTURE

Die Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft fliegt von einer Glanzleistung zur nächsten. Zwischen 2017 und 2019 gewann sie drei Nobelpreise für Chemie und Physik – so viele wie nie zuvor. Im Jahr 2022 holt sie zwei Fields-Medaillen, die höchsten Auszeichnungen im Bereich der Mathematik. Wir dürfen die Preisträgerin und den Preisträger, Maryna Viazovska von der EPFL und Hugo Duminil-Copin von der Universität Genf, am 27. September 2022 im Bundeshaus begrüssen.

Wie die olympischen Medaillen würdigen wissenschaftliche Auszeichnungen herausragende Persönlichkeiten. Sie zeugen aber auch von der Qualität einer Förderpolitik zugunsten der Hochschulen, der Grundlagenforschung und der Innovation. Seit der Jahrtausendwende räumte das Schweizer Parlament diesem Bereich systematisch Priorität ein. Heute ernten wir die Früchte dieser Politik.

Exzellenz auf internationaler Ebene ist ein Ziel, das unsere Gesetzgebung den Hochschulen vorschreibt. Um diese zu erreichen, braucht die Wissenschaftsgemeinschaft ausreichende Mittel und einen umfassenden Zugang zur internationalen Zusammenarbeit. Diese beiden Rahmenbedingungen sind derzeit aufgrund der Nicht-Assoziierung am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation nicht erfüllt. Wir müssen in diesen Bereichen aktiv werden. Denn heute arbeiten wir für die Nachwuchsforschenden von 2040!

Und für alle Skeptischen, die den Wert der Grundlagenforschung weniger hochhalten: Erinnern wir uns daran, dass die GPS-Technologie auf Albert Einsteins Relativitätstheorie beruht.