Neueste News

Horizon Europe Verordnung revidiert

Der Bundesrat hiess die Revision der Verordnung über die Massnahmen für die Beteiligung der Schweiz an den Programmen der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation gut. Wie bis anhin gilt die Verordnung für die volle oder teilweise Assoziierung der Schweiz sowie im Falle einer Beteiligung als Drittstaat an den Programmen und Aktivitäten der EU für Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2027 (Horizon Europe und drei weitere Initiativen). Sie tritt am 1. März 2021 in Kraft.
 

Erasmus+ APK-N beantragt Vollassoziierung

Im Rahmen der Konsultation der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N) zum Verhandlungsmandat für eine Assoziierung an Erasmus+ sprach sich die Kommission für eine Vollassoziierung aus. Mit 18 zu 6 Stimmen beantragt die APK-N dem Bundesrat, das Mandat so anzupassen, dass ein künftiges Abkommen in jedem Fall eine Vollassoziierung an Erasmus+ für die Programmperiode 2021–2027 umfasst. Einen Antrag, die Verhandlungen komplett abzubrechen, lehnte die Kommission deutlich ab.    

SWR Arbeitsprogramm 2020-2023 vorgestellt

Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) präsentierte sein Arbeitsprogramm für die Jahre 2020 bis 2023. Darin setzt er Schwerpunkte zur wissenschaftlichen Unterstützung der Behörden. Aus der gegenwärtigen Krise will der SWR Lehren ziehen, damit künftig die notwendigen wissenschaftlichen Kompetenzen entwickelt und genutzt werden können. In seiner Arbeit will der SWR auch die Rahmenbedingungen untersuchen, die es braucht, damit die Schweizer Forschungslandschaft offen und der Exzellenz verpflichtet bleiben kann.
 

Innovationsförderung Innosuisse startet Flagship Initiative

Am 14. Januar 2021 startet die erste Ausschreibung der Flagship Initiative der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse. Diese soll systemische Innovationen fördern, die auf aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Schwerpunkte sind die Digitalisierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sowie Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit hinsichtlich demographischer Wandel, Lieferketten, IKT-Infrastrukturen und Dekarbonisierung. Fördergesuche können bis am 31. März 2021 eingereicht werden.  

Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung 31 Förderbeiträge gesprochen

Der Bundesrat gab 31 Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung bekannt, welche in der Periode 2021-2024 einen Beitrag im Rahmen des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) erhalten. Mit insgesamt 460 Millionen Franken unterstützt das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) diese Einrichtungen ergänzend zu den Beiträgen der Kantone, der Hochschulen und der Privatwirtschaft. Der Förderschwerpunkt liegt bei der Unterstützung von Technologiekompetenzzentren.

Voranschlag 2021 Budget in trockenen Tüchern

Das Parlament beschloss in der Beratung des Voranschlags 2021 Aufstockungen von 1,5 Millionen Franken im Bereich der Weiterbildung und 5,1 Millionen Franken für Innovations- und Projektbeiträge im Rahmen der Berufsbildung. Im integrierten Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2022-2024 wurden mit Blick auf eine mögliche Beteiligung am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ die Mittel zugunsten der internationalen Mobilität erhöht.
 

Wissenschaftsbarometer Vertrauen in Wissenschaft gestiegen

Im Jahr 2020 stieg das Vertrauen der Schweizer Wohnbevölkerung in die Wissenschaft gegenüber dem Vorjahr um 11% an. 67% der Befragten bezeichneten ihr Vertrauen als hoch oder sehr hoch. Die Bevölkerung ist grossmehrheitlich (72%) der Ansicht, dass politische Entscheide zur Bewältigung der Corona-Pandemie auf wissenschaftlicher Expertise beruhen soll. Diese Ergebnisse liefert das Wissenschaftsbarometer Schweiz in seiner COVID-19-Edition. 
 

Horizon Europe Nationalrat unterstützt Horizon-Paket

Der Nationalrat hiess die finanziellen Mittel für eine Beteiligung der Schweiz am europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe» gut. Die grosse Kammer bestätigte als Zweitrat den Kredit für das Horizon-Paket von insgesamt 6,15 Milliarden Franken. Ein Rückweisungsantrag einer Kommissionsminderheit wurde mit 135 zu 49 Stimmen bei 2 Enthaltungen verworfen. 
 

BFI-Botschaft 2021-2024 28,1 Mia. für vier Jahre

In der Differenzbereinigung zur Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 (BFI-Botschaft) folgte der Nationalrat dem Ständerat bei zwei Bundesbeschlüssen. Er verzichtete auf die Aufstockungen von 15 Millionen Franken zugunsten des ETH-Bereichs und von 12 Millionen Franken für das 3R Kompetenzzentrum. Im Gegenzug schloss sich der Ständerat dem Nationalrat bei der beruflichen Weiterbildung an und erhöhte den Kredit um 20,4 Millionen Franken. Somit stehen dem BFI-Bereich in den kommenden vier Jahren insgesamt 28,1 Milliarden Franken zur Verfügung. 
 

ETH-Gesetz Letzte Differenzen bleiben bestehen

In der Beratung der Differenzen bei der Änderung des ETH-Gesetzes hielt der Nationalrat grösstenteils an seiner Version fest. Weder will er das Wahlsystem der Beschwerdekommission ändern, noch ein Beschwerderecht der Institutionen explizit ausschliessen. Bei der Frage der Verwendung von Videoaufnahmen folgte der Nationalrat dem Ständerat. Der Ständerat machte in der dritten Sessionswoche einen Kompromissvorschlag, wonach ein Beschwerderecht für ausgewählte Bereiche gelten soll. Die grosse Kammer wird sich voraussichtlich in der Frühjahrssession erneut mit der Gesetzesrevision befassen.

EHB Strategische Ziele verabschiedet

Der Bundesrat verabschiedete die strategischen Ziele für das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) für die Jahre 2021-2024. Sie umfassen unter anderem strategische und betriebliche Ziele sowie Ziele für die Tätigkeitsbereiche Lehre, Forschung und Dienstleistung. Mit Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes über die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung wird aus dem Hochschulinstitut eine Hochschule.
 

ETH-Rat Vollassoziierung an Erasmus+ bringt Mehrwert

Der ETH-Rat spricht sich für eine vollständige Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ in den Jahren 2021-2027 aus. Seit 2014 beteiligt sich die Schweiz nur noch als Drittstaat mit eingeschränktem Zugang am Bildungsprogramm der EU. Der ETH-Rat erachtet den zusätzlichen Nutzen einer Vollassoziierung als bedeutend, so dass die Mehrkosten im Vergleich zur aktuellen Lösung gerechtfertigt seien. Er fordert, dass diese Mehrkosten nicht im BFI-Bereich kompensiert werden. 

ERC Consolidator Grants 21 EU-Förderungen für die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) gab die Verleihung der Consolidator Grants 2020 bekannt. Diese Förderungen kommen Forschenden mit mindestens sieben Jahren Erfahrung nach dem Doktorat zugute. Total wurden 655 Millionen Euro auf 327 Projekte verteilt. Sieben der Stipendien gehen an die ETH Zürich, drei an die Universität Basel und je zwei an die Universitäten Bern und Zürich. Die EPFL, die Universitäten Genf, Luzern und Lugano sowie die EMPA, die WSL und IBM Research in Zürich erhalten je einen Consolidator Grant.

Innosuisse Unterstützung bei Innovationsrisiko

Die Innosuisse fördert vor allem innovationsstarke Unternehmen und Projekte mit hohem Innovationsrisiko. Diese Ergebnisse gehen aus einer Erhebung der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hervor. Die befragten KMU sehen zusätzlichen Bedarf bei der Flexibilisierung der Förderung, der Unterstützung radikaler Innovationen und der Beschleunigung der Prozesse. 

F&E 15,5 Mia. aus dem Privatsektor

Im Jahr 2019 investierten private Unternehmen rund 15,5 Milliarden Franken in Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Gemäss der Erhebung des Bundesamtes für Statistik stiegen die Investitionen im Vergleich zum Jahr 2017 um 9%. Mit 5,2 Milliarden wendete die Pharmaindustrie am meisten finanzielle Mittel auf.

Universität Lausanne Neuer Rektor bestätigt

Der Regierungsrat des Kantons Waadt bestätigte die Wahl des 42-jährigen Frédéric Herman als neuer Rektor der Universität Lausanne. Der Professor und derzeitige Dekan der Fakultät für Geowissenschaften und Umwelt übernimmt die Leitung ab dem 1. August 2021 für eine fünfjährige Amtsperiode. Herman folgt auf die Molekularbiologin Nouria Hernandez, die das Amt seit 2016 innehat.

SNF 45 neue Eccellenza-Förderungen

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert mit dem Instrument Eccellenza 45 hochqualifizierte Nachwuchsforschende auf dem Weg zu einer unbefristeten Professur. Durchschnittlich erhalten die Geförderten während einer Laufzeit von fünf Jahren 1,6 Millionen Franken. Die unterstützten Nachwuchsforschenden verteilen sich auf zehn Schweizer Hochschulen; 47% sind Frauen. Von einem SNSF Eccellenza Professorial Fellowship profitieren Forschende auf Stufe Assistenzprofessur oder einer gleichwertigen Position.

Horizon Europe APK-N fordert Parallelität mit Erasmus+

Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates (APK-N) unterstützt das Verhandlungsmandat des Bundesrates für eine Beteiligung der Schweiz am Horizon-Paket 2021-2027. Die Kommission fordert zusätzlich, dass die Teilnahmebedingungen parallel zu denjenigen für eine Teilnahme an Erasmus+ verhandelt werden. Ausserdem wünscht sie vor einer Unterzeichnung des Abkommens für Horizon Europe über den Stand der Verhandlungen für eine Vollassoziierung der Schweiz an Erasmus+ orientiert zu werden.

Innovationsförderung Der Bundesrat lanciert Impulsprogramm

Der Bundesrat beschloss die Lancierung des Impulsprogramms «Innovationskraft Schweiz» durch die Innovationsförderagentur Innosuisse. Das Impulsprogramm soll Projekte angesichts der Coronavirus-Pandemie mit erleichterten finanziellen Bedingungen gezielt fördern und so die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz nachhaltig sicherstellen. Unterstützt werden Innovationsprojekte von KMU und Unternehmen mit maximal 500 Mitarbeitenden in den Jahren 2021 und 2022.  Das Impulsprogramm wird im Rahmen der vom Parlament beschlossenen Aufstockung des Zahlungsrahmens für Innosuisse finanziert.

EDK Verhandlungen für Assoziierung an Erasmus+ gefordert

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) fordert den Bundesrat dazu auf, Verhandlungen über eine Schweizer Vollassoziierung am europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ zu führen.  An ihrer Jahresversammlung wählten die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren ausserdem ihre Präsidentin Silvia Steiner für eine zweite vierjährige Amtsperiode. Die Juristin und aktuelle Zürcher Regierungspräsidentin präsidiert die EDK seit 2017.

Universität Neuenburg Kilian Stoffel als Rektor wiedergewählt

Der Regierungsrat des Kantons Neuenburg bestätigte Kilian Stoffel in seinem Amt als Rektor der Universität Neuenburg. Er wählte Kilian Stoffel, der die Universität seit März 2016 leitet, für eine zweite, vierjährige Amtsperiode.

Horizon Europe WBK-S heisst Verhandlungsmandat gut

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur der kleinen Kammer (WBK-S) beriet das Verhandlungsmandat für die Schweizer Beteiligung am Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union in den Jahren 2021-2027 (Horizon Europe). Die ständerätliche Kommission unterstützt die Richtlinien des Verhandlungsmandats des Bundesrats einstimmig.