Bundeshaushalt FK-N tritt auf Entlastungspaket 2027 ein
Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) ist mit 17 zu 8 Stimmen auf das Entlastungspaket 2027 für den Bundeshaushalt (EP27) eingetreten und hat mit der Detailberatung begonnen. Sie hat acht Anträge abgelehnt, die eine Rückweisung an den Bundesrat verlangten. Die Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass eine nachhaltige Sanierung der Bundesfinanzen nur mit einer Umsetzung des EP27 möglich ist.
Standortpolitik WBK-S will klinische Forschung fördern
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat mit 7 zu 0 Stimmen bei 5 Enthaltungen eine Motion zur Förderung der klinischen Forschung beschlossen. Mit dem Vorstoss wird der Bundesrat beauftragt, Anreize für die Durchführung von klinischen Studien zu schaffen und damit die medizinische Innovation zu fördern sowie die Attraktivität des Forschungsstandorts Schweiz zu erhöhen.
Standortpolitik Bundesrat setzt Arbeitsgruppe «Lifesciences-Standort» ein
Eine Arbeitsgruppe soll prüfen, wie in
der Schweiz bestmögliche Rahmenbedingungen für die Lifesciences und die
pharmazeutische Industrie geschaffen werden können. Bundesrat Guy Parmelin und
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider haben dazu die Gruppe
«Lifesciences-Standort» eingesetzt. Sie soll alle Faktoren untersuchen, die den
Wirtschaftsstandort Schweiz für die beiden Branchen beeinflussen, und bis Ende Jahr
2026 einen Bericht mit konkreten Vorschlägen zur Bewältigung von Herausforderungen
vorlegen.
Bundeshaushalt EP27: Ständerat korrigiert Sparmassnahmen im BFI-Bereich
Der Ständerat hat das vom Bundesrat vorgeschlagene Entlastungspaket 27 für den Bundeshaushalt (EP27) beraten. Im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) hat er das Entlastungsvolumen im Jahr 2027 von 445 Millionen auf 236 Millionen Franken und im Jahr 2028 von 457 Millionen auf 311,5 Millionen Franken reduziert. Davon profitieren der ETH-Bereich, die kantonalen Universitäten und Fachhochschulen, der Schweizerische Nationalfonds, die Innosuisse sowie die Berufs- und Weiterbildung. Darüber hinaus hat die kleine Kammer die im Rahmen des EP27 vorgeschlagenen Gesetzesänderungen im BFI-Bereich mehrheitlich abgelehnt. Als Nächstes wird sich der Nationalrat mit der Vorlage befassen.
Bilaterale Schweiz-EU Parlament lehnt Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab
Nach dem Nationalrat empfiehlt auch der
Ständerat mit 29 zu 9 Stimmen bei 6 Enthaltungen dem Stimmvolk die Ablehnung
der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Ein Ja zur Initiative würde gemäss
der Mehrheit der kleinen Kammer den Wohlstand und die völkerrechtlichen
Verpflichtungen der Schweiz ernsthaft gefährden. Der Ständerat hat auch alle
Vorschläge für Gegenentwürfe zu dieser Volksinitiative abgelehnt.
Ressortforschung Bundesrat will rechtliche Grundlage für bessere Koordination schaffen
Der Bundesrat will
die Koordination der Ressortforschung verbessern. Um die rechtliche
Grundlage dafür zu schaffen, leitet er die Revision der Verordnung zum Bundesgesetz über die Förderung der Forschung
und der Innovation (V-FIFG) ein. Insbesondere soll die Gouvernanz des
Koordinationsausschusses gestärkt werden.
Höhere Berufsbildung Neue Titelzusätze unter Dach und Fach
Mit 168 zu 24 Stimmen bei zwei Enthaltungen hat der Nationalrat eine Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) angenommen, welche für Abschlüsse der höheren Berufsbildung die Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» einführt. Zuvor hatte der Ständerat die Gesetzesrevision bereits angenommen. Ein Minderheitsantrag, der eine weitere Differenzierung beim Titelzusatz «Professional Bachelor» mit Erwähnung der Fachrichtung forderte, hat die grosse Kammer mit 105 zu 85 Stimmen und vier Enthaltungen abgelehnt. Das Geschäft geht in die Schlussabstimmung.
Voranschlag 2026 Nationalrat lehnt Kürzungsanträge im BFI-Bereich ab
Der
Nationalrat ist im Rahmen der Beratung des Voranschlags 2026 im Bereich
Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich) der Mehrheit seiner
Finanzkommission gefolgt und hat die Minderheitsanträge für Kürzungen im ETH-Bereich,
bei Innosuisse und bei der internationalen Zusammenarbeit in der Forschung
abgelehnt. Auch die Minderheitsanträge für Aufstockungen bei den Hochschulen
und den Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung wurden abgelehnt. Das
Geschäft geht nun in die Differenzbereinigung.
Bilaterale Schweiz-EU Das Paket Schweiz–EU wird mehrheitlich positiv beurteilt
Der Bundesrat hat die Ergebnisse der Vernehmlassung zum Paket Schweiz-EU («Bilaterale III») zur Kenntnis genommen und in einem Zwischenbericht veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass eine klare Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden das Vertragspaket unterstützt. In Bezug auf die inländische Umsetzung der Abkommen wurden mehrere Anträge gestellt. Die Botschaft zu den Bilateralen III soll dem Parlament im März 2026 vorgelegt werden.
MINT Praxisintegrierte Bachelorstudiengänge im HFKG verankert
Die Fachhochschulen können künftig praxisintegrierte Bachelorstudiengänge (PiBS) in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) einführen. Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat mit 29 zu 12 Stimmen die Verankerung der PiBS im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) gutgeheissen. Die kleine Kammer nahm einen zusätzlichen Absatz in den Gesetzesentwurf auf mit der Forderung, dass der Bund das neue Angebot nochmals prüfen müsse, sollten sich «bildungspolitisch unerwünschte Effekte» zeigen. Dadurch wurde eine Differenz zum Nationalrat geschaffen, die die grosse Kammer anschliessend mit 100 zu 90 Stimmen beseitigte.
ETH-Bereich Erstmals mehr Frauen als Männer auf Professuren ernannt
Der ETH-Rat hat im Jahr 2025 erstmals mehr Frauen als Männer auf Professuren ernannt. Während der Frauenanteil bei den Neuernennungen in den letzten Jahren bei über 40% lag, wurde nun mit 53,8% der bisherige Höchstwert erreicht. Der Gesamtanteil der Professorinnen an der ETH Zürich und der ETH Lausanne liegt derzeit bei rund 25%.
Bundeshaushalt FK-S will Sparvolumen des Entlastungspakets 27 reduzieren
Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) hat die Detailberatung des
Entlastungspakets 27 (EP27) für den Bundeshaushalt abgeschlossen und den
Entwurf in der Gesamtabstimmung mit 9 zu 4 Stimmen zuhanden des Ständerats
verabschiedet. Im Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Bereich)
beantragt sie eine Reduktion der Sparmassnahmen im ETH-Bereich, bei den
kantonalen Hochschulen und bei Innosuisse. Die FK-S will im Weiteren auf
Gesetzesänderungen bei den projektgebundenen Beiträgen an Hochschulen und bei der
Innovationsförderung verzichten. Insgesamt führen die beantragten Anpassungen in
verschiedensten Bereichen zu einem Gesamtsparvolumen von 1,8 Milliarden Franken
im Jahr 2027 und rund 2,4 Milliarden Franken in den Jahren 2028 und 2029.
Raumfahrt Staatssekretärin Hirayama an ESA-Ministerratstagung
Die Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina
Hirayama, nahm an der Ratstagung auf Ministerebene der Europäischen
Weltraumorganisation ESA teil. Im Zentrum der Diskussionen standen die
strategische Ausrichtung der Organisation und die Finanzierung zentraler
Raumfahrtprogramme für die kommenden Jahre in der Höhe von insgesamt 22,1 Milliarden
Euro. Die Schweiz engagiert sich mit ihrem Beitrag von 771 Millionen Euro in
Programmen in den Bereichen Technologie und Innovation, Planetenabwehr und
Asteroidenbeobachtung, Navigation und Quantentechnologie, Exploration und
wissenschaftliche Instrumente.
Bilaterale Schweiz–EU Schweiz tritt europäischer Metrologiepartnerschaft bei
Die Schweiz tritt dem Programm der europäischen Metrologiepartnerschaft (European Partnership on Metrology, EPM) bei. Möglich wurde dies durch die Unterzeichnung des EU-Programmabkommens am 10. November 2025 und der damit verbundenen Assoziierung der Schweiz ans EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe». Gemäss aktuellen Analysen der European Association of National Metrology Institutes (EURAMET) generiert jeder in die Metrologieforschung investierte Franken den vierfachen wirtschaftlichen Mehrwert.
Swiss Photonics Integration Center Fertigungszentrum zur Integration lichtbasierter Mikrochips eröffnet
Das Swiss Photonics Integration Center (Swiss PIC), das von einer Allianz
aus Forschung und Industrie mit Beteiligung des Paul Scherrer Instituts (PSI) getragenen
wird, hat in Villigen (AG) ein Fertigungszentrum zur Integration lichtbasierter
Mikrochips in technologische Anwendungen eröffnet. Das Zentrum soll Unternehmen
dabei unterstützen, lichtbasierte Technologien schneller zur Marktreife zu
bringen. Die Nutzung von Licht zur Übertragung von Informationen (Photonik)
gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft und bildet die Grundlage für optische
Kommunikation, Sensorik, Quantencomputing, autonomes Fahren, künstliche
Intelligenz und virtuelle Realität.
Akademischer Nachwuchs Weniger Studierende mit Auslanderfahrung im Jahr 2024
Im Jahr 2024 hatten 19% der Studierenden an den Schweizer Hochschulen im
Verlauf ihres Studiums bereits einmal einen Studienaufenthalt, ein Praktikum
oder eine andere Art von Auslandaufenthalt absolviert. Im Jahr 2020 betrug
dieser Anteil der Studierenden noch 26%. Im gleichen Zeitraum sank auch der
Anteil der Studierenden, welche eine Auslanderfahrung in Erwägung ziehen, von
60% auf 55%. Neben pandemiebedingten Reisebeschränkungen gehörten auch Schwierigkeiten
bei der Suche nach einer Unterkunft im Gastland zu den Gründen für den Rückgang.
Berufsbildung Bund will Attraktivität der Berufsbildung stärken
Unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin haben die Spitzen der
Berufsbildung das weitere Vorgehen zur Erhaltung und Stärkung der Attraktivität
der Berufsbildung verabschiedet. Der Bund richtet einen Förderschwerpunkt ein und
stellt für die betriebliche Bildung für die Jahre 2026 bis 2028 3 Millionen
Franken zur Verfügung. Eine Expertengruppe soll zudem untersuchen, wie sich die
Berufsbildung im Hinblick auf gesellschaftliche Erwartungen und Veränderungen
auf dem Arbeitsmarkt künftig bestmöglich positionieren lässt.
Bundes-Exzellenz-Stipendien Bundesrat erhöht Beiträge für ausländische Doktorierende
Der Bundesrat erhöht die monatlichen Stipendienbeiträge für ausländische Doktorierende per 1. Januar 2026 auf 2450 Franken. Er hat die Verordnung über Stipendien für ausländische Studierende und Kunstschaffende entsprechend geändert. Um die Anpassung kostenneutral umzusetzen, reduziert der Bundesrat die Anzahl der zur Verfügung gestellter Stipendien. Ab dem akademischen Jahr 2027/28 werden zudem keine Postdoktorats-Stipendien mehr vergeben.
Höhere Berufsbildung Bundesbeiträge entlasten Absolvierende deutlich
Seit 2018 beteiligt sich der Bund direkt an den Kosten für Vorbereitungskurse für eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen. Eine Wirkungsevaluation zeigt nun, dass die Beiträge die finanzielle Belastung der Absolventinnen und Absolventen deutlich reduziert hat. Die Beiträge decken bis zur Hälfte der Kurskosten. Seit 2018 haben rund 60’000 Personen Bundesbeiträge in der Höhe von insgesamt 350 Millionen Franken erhalten.
Voranschlag 2026 FK-N beantragt Mehrausgaben gegenüber dem Bundesratsentwurf
Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) hat den Voranschlag 2026
mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2027–2029 des Bundes beraten. Mit 11
zu 8 Stimmen bei 6 Enthaltungen beantragt sie ihrem Rat ein Bundesbudget, das gegenüber
dem Bundesratsentwurf Mehreinnahmen in der Höhe von 14,8 Millionen Franken und Mehrausgaben
in der Höhe von 248,5 Millionen Franken vorsieht. Die Mehrheit der FK-N lehnt
Kürzungsanträge im Bereich Bildung, Forschung und Innovation ab. Der von der
FK-N beantragte Voranschlag 2026 weist einen strukturellen Überschuss von 138,7
Millionen Franken auf.
Berufsbildung WBK-N stimmt der Einführung neuer Titelzusätze zu
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) empfiehlt ihrem Rat einstimmig, den Entwurf des Bundesrates zur Änderung des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (BBG) anzunehmen. Der Entwurf sieht insbesondere die Verankerung eines Bezeichnungsrechts für höhere Fachschulen, die Einführung der Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» für Abschlüsse der höheren Berufsbildung und die Einführung von Englisch als mögliche zusätzliche Prüfungssprache vor. Eine Kommissionsminderheit, deren Antrag mit 16 zu 9 Stimmen abgelehnt wurde, beantragt ausserdem die Einführung einer spezifischen Bezeichnung «Professional Bachelor» plus Angabe der jeweiligen Fachrichtung, wenn der Titel an einer höheren Fachschule erworben wurde.
Bundeshaushalt WBK-N hat vom EP27 betroffene Organisationen angehört
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat Organisationen aus dem Bereich Forschung und Bildung angehört, die vom Entlastungspaket 2027 für den Bundeshaushalt (EP27) betroffen sind. Die angehörten Organisationen stellten die zu erwartenden Folgen der Einsparungen vor und erläuterten, wie sie ihre Aktivitäten angesichts der geplanten Massnahmen anpassen müssten. Expertinnen und Experten präsentierten der Kommission zudem Strategien, um Einsparungen innerhalb der bestehenden Bildungs- und Forschungslandschaft zu erzielen.
Voranschlag 2026 Handlungsspielraum erhöht sich um 290 Millionen Franken
Der Bundesrat wird dem Parlament eine dritte
Nachmeldung zum Voranschlag 2026 unterbreiten. Diese erhöht den
finanzpolitischen Handlungsspielraum im Bundesbudget für das Jahr 2026 um 290
Millionen Franken und geht auf temporäre Mehreinnahmen aus der
Gewinnbesteuerung von im Kanton Genf ansässigen Firmen zurück.
Voranschlag 2026 FK-S beantragt Anpassungen am Budgetentwurf
Die Finanzkommission des Ständerates
(FK-S) hat den Voranschlag 2026 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan
2027–2029 des Bundes beraten. Die Kommissionsmehrheit beantragt ihrem Rat Anpassungen,
die Mehreinnahmen in der Höhe von 26,7 Millionen Franken und Mehrausgaben in
der Höhe von 14,2 Millionen Franken zur Folge hätten. Der strukturelle
Saldo beliefe sich damit auf 384,9 Millionen Franken.
Bilaterale Schweiz–EU Abkommen über die Teilnahme der Schweiz an EU-Programmen unterzeichnet
Bundesrat Guy Parmelin und EU-Kommissarin Ekaterina Zaharieva haben in
Bern das Abkommen über die Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen (EUPA)
unterzeichnet. Das EUPA ist Teil des Pakets Schweiz-EU und tritt rückwirkend
auf den 1. Januar 2025 in Kraft. Das Abkommen ermöglicht die Assoziierung der
Schweiz an den Programmen Horizon Europe, Euratom und Digital Europe. Es ebnet
auch den Weg für eine Beteiligung der Schweiz an der Forschungsinfrastruktur
ITER, am Bildungsprogramm Erasmus+ und am Gesundheitsprogramm EU4Health.
Horizon Europe 12 Forschungsprojekte mit Schweizer Beteiligung erhalten Beiträge
Der European Research Council (ERC) hat Fördergelder
aus dem Programm der EU für Forschung und Innovation «Horizon Europe» an zwölf Forschungsprojekte mit Schweizer Beteiligung vergeben. Von den sogenannten «ERC
Synergy Grants» profitieren vier Forschende der ETH Lausanne (EPFL), je zwei
Forschende der ETH Zürich und der Universität Bern sowie je ein Wissenschaftler
oder eine Wissenschaftlerin der Universität Basel, der Universität Freiburg, der
Universität Zürich, der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) sowie
des Botnar Institute of Immune Engineering in Basel.
Bildung Zwei Forschungsarbeiten mit dem Schweizer Preis für Bildungsforschung ausgezeichnet
Der Schweizer Preis für Bildungsforschung 2025 geht an Benita Combet
(Universität Bern) sowie an Patrick McDonald (ETH Zürich) und Maïlys Korber
(Bundesamt für Sozialversicherungen). Die beiden prämierten Arbeiten
untersuchen den Einfluss individueller Präferenzen auf Entscheidungen im
Zusammenhang mit der Bildung und dem Rekrutierungsprozess. Der vom Bund und den
Kantonen verliehene Preis ist mit 25'000 Franken dotiert und würdigt
Forschungsarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Steuerung
des Schweizer Bildungssystems leisten.
Schweizerschulen WBK-S nimmt Arbeiten für eine Gesetzesänderung auf
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates
(WBK-S) hat die Arbeiten zur parlamentarischen Initiative «Änderung des
Schweizerschulengesetzes» aufgenommen. Diese sieht vor, dass der Bund eine
privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche Organisation damit beauftragen kann,
Lehrpersonen mit einer Lehrbefugnis in der Schweiz anzustellen und an Schweizerschulen
im Ausland zu entsenden. Die WBK-S wird einen Vorentwurf ausarbeiten und diesen
im Jahr 2026 in die Vernehmlassung schicken.
Berufsbildung WBK-S lehnt nationalen Berufsberatungsplan ab
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates
(WBK-S) hat die Motion «Berufsbildung. Stärkung der Berufsberatung» vorberaten
und beantragt ihrem Rat mit 10 zu 3 Stimmen diese abzulehnen. Die WBK-S ist der
Ansicht, dass die Berufsberatung in erster Linie in die Zuständigkeit der
Kantone fällt, und spricht sich daher gegen die Idee eines nationalen Plans aus.
Angesichts der aktuellen Finanzlage und der im Entlastungspaket 2027
vorgesehenen Kürzungen ist die Kommission zudem der Meinung, dass der Bund
keine neuen Aufgaben übernehmen sollte.
Erasmus+ WBK-S unterstützt vier kantonale Initiativen
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung
und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat vier Initiativen der Kantone St. Gallen,
Thurgau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft vorgeprüft und mit 9 zu 2 Stimmen bei
2 Enthaltungen beschlossen, ihnen Folge zu geben. Die Initiativen fordern den
Bundesrat auf, eine Botschaft zur Finanzierung der Beteiligung der Schweiz am
EU-Bildungsprogramm Erasmus+ vorzulegen. Sie sollen die Verhandlungen zwischen
der EU und der Schweiz innenpolitisch stützen und damit zur Stärkung der Schweizer
Bildungsqualität und Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Bilaterale Schweiz-EU SPK-S lehnt Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ab
Die Staatspolitische Kommission des
Ständerates (SPK-S) hat die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» beraten
und empfiehlt sie mit 8 zu 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen zur Ablehnung. Die
Kommission ist insbesondere der Ansicht, dass die Initiative langfristig die
bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union gefährden würde. Die SPK -S hat
auch alle Vorschläge für einen direkten Gegenentwurf abgelehnt.
Bundeshaushalt 2025 Finanzierungsdefizit von 600 Millionen erwartet
Für das laufende Jahr rechnet der Bund aufgrund einer zweiten
Hochrechnung von Ende September mit einem Finanzierungsdefizit von 600
Millionen Franken. Im Juni hatte er aufgrund einer ersten Hochrechnung ein
Defizit von 200 Millionen erwartet. Die Abwärtskorrektur gegenüber der
Juni-Hochrechnung sei auf tiefer geschätzte Einnahmen zurückzuführen. Im
Voranschlag 2025 hatte das ursprünglich budgetierte Defizit 800 Millionen Franken
betragen.
Bundeshaushalt Die FK-S hat mit der Detailberatung des EP 27 begonnen
Die Finanzkommission des Ständerates (FK-S) ist mit 9 zu 4 Stimmen auf
das Entlastungspaket 2027 (EP27) für den Bundeshaushalt eingetreten. Die
Kommission wird ihre Beratungen zum EP27 bis Ende November 2025 fortführen. Sie hat jedoch bereits entschieden, ihrem Rat
zu beantragen, die Änderung des Subventionsgesetzes aus der EP27-Vorlage
herauszulösen und an den Bundesrat zurückweisen. Letzterer soll zu dieser
Gesetzesänderung eine Regulierungsfolgeabschätzung durchführen und die
zahlreichen Fragen beantworten, die sich im Rahmen der Vernehmlassung zum EP27 ergeben
haben.
Armee Bundesrat genehmigt Schaffung eines Kompetenzzentrums Weltraum
Der Bundesrat hat die Änderung der Verordnung über die Strukturen der
Armee (VSA) genehmigt. Die Revision sieht insbesondere die Schaffung eines
Kompetenzzentrums Weltraum vor, um innerhalb der Armee die notwendigen
operationellen Fähigkeiten im Bereich des Weltraums aufzubauen und weiterzuentwickeln.
Die geplanten Änderungen sollen die Verteidigungsfähigkeit der Armee stärken.
Sie treten am 1. Januar 2026 in Kraft.
Der Bundesrat hat die aktualisierte Vereinbarung zwischen der Schweiz
und der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) genehmigt. Sie muss nun noch durch
den Rat der EU verabschiedet werden. Mit der Aktualisierung soll die 2012 mit
der EVA abgeschlossene Vereinbarung strategischer auf die
Verteidigungsfähigkeit der Schweiz ausgerichtet werden. Das neue Abkommen
ermöglicht es der Schweiz insbesondere, ihre Beteiligung an Projekten und
Programmen in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation zu präzisieren.
Bundeshaushalt FK-N hat vom Entlastungspaket betroffene Institutionen angehört
Die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) hat mehrere vom
Entlastungspaket 2027 für den Bundeshaushalt (EP27) betroffene Organisationen
angehört. Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich Bildung und Forschung
(ETH-Rat, swissuniversities und Schweizerischer Nationalfonds) haben die Konsequenzen
der geplanten Entlastungsmassnahmen für ihre Institutionen und deren Leistungen
dargelegt. Der Ständerat berät die Vorlage in der Wintersession 2025 als
Erstrat. Danach wird sich die FK-N ab Januar 2026 vertieft mit dem Geschäft
befassen.
Weiterbildung 15% der Erwachsenen verfügen über geringe Grundkompetenzen
In der Schweiz verfügen 15% der Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren über geringe Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Rechnen und adaptives Problemlösen. Dies entspricht rund 844’000 Personen. Das geht aus einem Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Dieser beruht auf Daten des «Programme for the International Assessment of Adult Competencies» (PIAAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
BFI-Botschaft 2029-2032 WBK-N beschliesst Postulat zur Stärkung des Wirtschafts- und Technologiestandorts
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) hat einstimmig das Postulat «BFI-Botschaft: Berücksichtigung der neuen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb um Wissenschaft und Technologie» beschlossen. Es ersucht den Bundesrat im Hinblick auf die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2029–2032 (BFI-Botschaft), in einem Bericht aufzuzeigen, wie die wissenschaftlichen und technologischen Herausforderungen in den Bereichen Wissenserwerb und Wissensnutzung in der Schweiz sowie Förderung des Schweizer Know-hows auf internationaler Ebene besser berücksichtigt werden können.
Horizon Europe WBK-N spricht sich für Nachtragskredit aus
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) begrüsst das Ziel der vollständigen Wiederassoziierung der Schweiz an die EU-Programme für Forschung und Innovation. Sie spricht sich mit 17 zu 6 Stimmen bei einer Enthaltung für den Nachtragskredit zur Deckung des entsprechenden Pflichtbeitrags der Schweiz für das Jahr 2025 aus. Die Kommissionsmehrheit ist der Ansicht, dass eine vollständige Assoziierung den Übergangslösungen vorzuziehen ist. Eine Minderheit bevorzugt die aktuellen Lösungen und hat Bedenken bezüglich der Einhaltung der Schuldenbremse.