Neueste News

ETH-Rat Gender-Strategie aktualisiert

Der ETH-Rat verabschiedete die aktualisierte Gender-Strategie im ETH-Bereich für die Jahre 2021 bis 2024. Damit sollen das Geschlechterverhältnis weiter verbessert und die Chancengleichheit von Frau und Mann in den Institutionen des ETH-Bereichs garantiert werden. Das Ziel ist etwa, den Frauenanteil in Lehre und Forschung, insbesondere in Führungspositionen zu erhöhen. Für die verschiedenen Massnahmen sollen jährlich mindestens 0,5% oder rund 13 Millionen Franken der Trägerfinanzierung eingesetzt werden.
 

swissuniversities Luciana Vaccaro wird Präsidentin der Kammer FH

Die Rektorin der Fachhochschule Westschweiz HES-SO, Luciana Vaccaro, wird am 1. August 2021 das Präsidium der Kammer Fachhochschulen (FH) von swissuniversities übernehmen. Luciana Vaccaro hat einen Doktortitel in Mikrotechnik, arbeitete unter anderem im CERN und baute vor ihrer Ernennung zur Rektorin der HES-SO an der EPFL das «Grants Office» auf. Sie folgt auf Crispino Bergamaschi, der dieses Gremium während zwei dreijährigen Amtszeiten präsidierte. Die Kammer Fachhochschulen vereint die Rektorinnen und Rektoren der neun Schweizer Fachhochschulen.
 

Erasmus+ Kantone fordern Vollassoziierung

Die Konferenz der Kantonsregierungen spricht sich für eine Vollassoziierung ans EU-Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2021–2027 aus. Sie stimmt dem vom Bundesrat in die Konsultation gegebenen Verhandlungsmandat zu. In zwei Punkten wünschen die Kantone Ergänzungen: Eine Schweizer Beteiligung dürfe nicht zu Lasten der Bildungsbudgets des Bundes oder der Finanzen der Kantone gehen und die Kantone wollen von Anfang an in der Schweizer Verhandlungsdelegation vertreten sein.

BFS und UniNE Verstärkte Zusammenarbeit

Die Universität Neuchâtel (UniNE) und das Bundesamt für Statistik (BFS) verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Statistikmethoden und Datenwissenschaft. Sie unterzeichneten eine Zusammenarbeitsvereinbarung für die Jahre 2021–2024. An der UniNE gibt es einen neuen Lehrstuhl für Datenwissenschaften, am BFS eine neue Abteilung für Datenwissenschaft und statistische Methoden. Das Ziel ist es, Forschung und Entwicklung in konkreten Digitalisierungsprojekten voranzutreiben. 

Aussereuropäische Zusammenarbeit Bilaterale Programme erneuert

Der Bundesrat entschied, die bilateralen Kooperationsprogramme mit aussereuropäischen Staaten im Bereich Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2024 fortzusetzen. Er erneuerte die Mandate der fünf Leading Houses ETH Zürich, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Universität St. Gallen, Fachhochschule Westschweiz sowie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts in Zusammenarbeit mit der Universität Basel. Eine Evaluation im Jahr 2020 weist für diese Programme einen Mehrwert zugunsten der Schweizer Forschenden und ihrer Institutionen aus, was sich etwa in einem Anstieg der wissenschaftlichen Publikationen mit Partnern der Zielländer niederschlägt. 

SWEET Vier Konsortien starten

Die erste Ausschreibung des Energieforschungsprogramms Swiss Energy Research for the Energy Transition (SWEET) ist beendet. Vier Forschungskonsortien erhalten den Zuschlag in der Höhe von 6 bis 8 Millionen Franken. Sie werden in den kommenden sechs bis acht Jahren an den Gastinstitutionen ETH Zürich, EPFL, Universität Genf und Paul-Scherrer-Institut arbeiten. Zwei international besetzte Expertengremien evaluierten und bewerteten insgesamt 13 Projekte.

FIFG-Revision Mehr Spielraum für Innovationsförderung

Der Bundesrat überwies dem Parlament die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG). Die Gesetzesrevision hat zum Ziel, den Handlungsspielraum und die Flexibilität von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, zu erhöhen. Nebst einer Flexibilisierung der Kostenbeteiligungen bei der Förderung von Innovationsprojekten soll die Innosuisse auch Start-ups direkt fördern können. Im Weiteren schlägt der Bundesrat vor, die Bestimmungen über die Reserven von Innosuisse und des Schweizerischen Nationalfonds zu ändern, damit die bis anhin fixe Reserveobergrenze ausnahmsweise und zeitlich limitiert überschritten werden kann. 

SNF Frauenquote in Evaluationsgremien

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) führt in seinen Evaluationsgremien eine Frauenquote ein. Der Forschungsrat und das Forschungsratspräsidium sollen beispielsweise künftig einen Frauenanteil von mindestens 40 Prozent aufweisen; in fachspezifischen Gremien soll die Quote an das entsprechende Forschungsfeld angepasst werden. Damit möchte er dem Ungleichgewicht in Leitungspositionen in der Forschung entgegenwirken. Aktuell sind 23 Prozent der Lehrstühle an Schweizer Universitäten von Professorinnen besetzt. Auf Doktoratsstufe beträgt der Frauenanteil hingegen beinahe 45 Prozent. Der Entscheid zur Einführung der Frauenquote fiel im Dezember 2020 und gilt per sofort. 
 

Tierversuche NFP 79 zu 3R lanciert

Der Bundesrat lancierte ein neues Nationales Forschungsprogramm (NFP) mit dem Namen «Advancing 3R – Tiere, Forschung und Gesellschaft». Die Ziele des NFP 79 bestehen darin, die Zahl der Tierversuche in der wissenschaftlichen Forschung zu reduzieren, die Belastung der Versuchstiere zu minimieren sowie ethische, rechtliche, soziale, kulturelle und ökonomische Aspekte von Tierversuchen zu erforschen. Das neue NFP hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verfügt über einen Finanzrahmen von 20 Millionen Franken aus bestehenden Mitteln. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ist für die Durchführung zuständig und wird die Ausschreibung im Frühjahr 2021 publizieren.

Erasmus+ WBK-S unterstützt Verhandlungsmandat

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) unterstützt das Verhandlungsmandat zu Erasmus+ ohne Vorbehalte und heisst die vom Bundesrat vorgeschlagenen Lösungen, die «Pay as you go»-Bezahlmethode und die Verhandlungsvorbereitungen, gut. Nebst dem Handlungsspielraum ist für die WBK-S auch ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis von Bedeutung.

Innovationszusammenarbeit Vereinbarung mit Liechtenstein erneuert

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein erneuern ihre Vereinbarung über die Förderung wissenschaftsbasierter Innovation. Die Vereinbarung garantiert, dass die Expertise der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse weiterhin auch dem Fürstentum Liechtenstein zur Verfügung steht.  

Erasmus+ WBK-N für Vollassoziierung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) beriet das Verhandlungsmandat zu Erasmus+. Sie ist der Meinung, dass im Rahmen der Verhandlungen mit der EU eine Vollassoziierung der Schweiz angestrebt werden sollte. Die Kommission berief sich auf den bereits mehrmals geäusserten Willen des Parlaments, in der Periode 2021–2027 als vollassoziiertes Mitglied am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ teilzunehmen.

Horizon Europe Verordnung revidiert

Der Bundesrat hiess die Revision der Verordnung über die Massnahmen für die Beteiligung der Schweiz an den Programmen der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation gut. Wie bis anhin gilt die Verordnung für die volle oder teilweise Assoziierung der Schweiz sowie im Falle einer Beteiligung als Drittstaat an den Programmen und Aktivitäten der EU für Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2027 (Horizon Europe und drei weitere Initiativen). Sie tritt am 1. März 2021 in Kraft.
 

Erasmus+ APK-N beantragt Vollassoziierung

Im Rahmen der Konsultation der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N) zum Verhandlungsmandat für eine Assoziierung an Erasmus+ sprach sich die Kommission für eine Vollassoziierung aus. Mit 18 zu 6 Stimmen beantragt die APK-N dem Bundesrat, das Mandat so anzupassen, dass ein künftiges Abkommen in jedem Fall eine Vollassoziierung an Erasmus+ für die Programmperiode 2021–2027 umfasst. Einen Antrag, die Verhandlungen komplett abzubrechen, lehnte die Kommission deutlich ab.    

SWR Arbeitsprogramm 2020-2023 vorgestellt

Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) präsentierte sein Arbeitsprogramm für die Jahre 2020 bis 2023. Darin setzt er Schwerpunkte zur wissenschaftlichen Unterstützung der Behörden. Aus der gegenwärtigen Krise will der SWR Lehren ziehen, damit künftig die notwendigen wissenschaftlichen Kompetenzen entwickelt und genutzt werden können. In seiner Arbeit will der SWR auch die Rahmenbedingungen untersuchen, die es braucht, damit die Schweizer Forschungslandschaft offen und der Exzellenz verpflichtet bleiben kann.
 

Innovationsförderung Innosuisse startet Flagship Initiative

Am 14. Januar 2021 startet die erste Ausschreibung der Flagship Initiative der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse. Diese soll systemische Innovationen fördern, die auf aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Schwerpunkte sind die Digitalisierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sowie Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit hinsichtlich demographischer Wandel, Lieferketten, IKT-Infrastrukturen und Dekarbonisierung. Fördergesuche können bis am 31. März 2021 eingereicht werden.  

Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung 31 Förderbeiträge gesprochen

Der Bundesrat gab 31 Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung bekannt, welche in der Periode 2021-2024 einen Beitrag im Rahmen des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) erhalten. Mit insgesamt 460 Millionen Franken unterstützt das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) diese Einrichtungen ergänzend zu den Beiträgen der Kantone, der Hochschulen und der Privatwirtschaft. Der Förderschwerpunkt liegt bei der Unterstützung von Technologiekompetenzzentren.

Voranschlag 2021 Budget in trockenen Tüchern

Das Parlament beschloss in der Beratung des Voranschlags 2021 Aufstockungen von 1,5 Millionen Franken im Bereich der Weiterbildung und 5,1 Millionen Franken für Innovations- und Projektbeiträge im Rahmen der Berufsbildung. Im integrierten Aufgaben- und Finanzplan für die Jahre 2022-2024 wurden mit Blick auf eine mögliche Beteiligung am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ die Mittel zugunsten der internationalen Mobilität erhöht.
 

Wissenschaftsbarometer Vertrauen in Wissenschaft gestiegen

Im Jahr 2020 stieg das Vertrauen der Schweizer Wohnbevölkerung in die Wissenschaft gegenüber dem Vorjahr um 11% an. 67% der Befragten bezeichneten ihr Vertrauen als hoch oder sehr hoch. Die Bevölkerung ist grossmehrheitlich (72%) der Ansicht, dass politische Entscheide zur Bewältigung der Corona-Pandemie auf wissenschaftlicher Expertise beruhen soll. Diese Ergebnisse liefert das Wissenschaftsbarometer Schweiz in seiner COVID-19-Edition. 
 

Horizon Europe Nationalrat unterstützt Horizon-Paket

Der Nationalrat hiess die finanziellen Mittel für eine Beteiligung der Schweiz am europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon Europe» gut. Die grosse Kammer bestätigte als Zweitrat den Kredit für das Horizon-Paket von insgesamt 6,15 Milliarden Franken. Ein Rückweisungsantrag einer Kommissionsminderheit wurde mit 135 zu 49 Stimmen bei 2 Enthaltungen verworfen. 
 

BFI-Botschaft 2021-2024 28,1 Mia. für vier Jahre

In der Differenzbereinigung zur Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021-2024 (BFI-Botschaft) folgte der Nationalrat dem Ständerat bei zwei Bundesbeschlüssen. Er verzichtete auf die Aufstockungen von 15 Millionen Franken zugunsten des ETH-Bereichs und von 12 Millionen Franken für das 3R Kompetenzzentrum. Im Gegenzug schloss sich der Ständerat dem Nationalrat bei der beruflichen Weiterbildung an und erhöhte den Kredit um 20,4 Millionen Franken. Somit stehen dem BFI-Bereich in den kommenden vier Jahren insgesamt 28,1 Milliarden Franken zur Verfügung. 
 

ETH-Gesetz Letzte Differenzen bleiben bestehen

In der Beratung der Differenzen bei der Änderung des ETH-Gesetzes hielt der Nationalrat grösstenteils an seiner Version fest. Weder will er das Wahlsystem der Beschwerdekommission ändern, noch ein Beschwerderecht der Institutionen explizit ausschliessen. Bei der Frage der Verwendung von Videoaufnahmen folgte der Nationalrat dem Ständerat. Der Ständerat machte in der dritten Sessionswoche einen Kompromissvorschlag, wonach ein Beschwerderecht für ausgewählte Bereiche gelten soll. Die grosse Kammer wird sich voraussichtlich in der Frühjahrssession erneut mit der Gesetzesrevision befassen.

EHB Strategische Ziele verabschiedet

Der Bundesrat verabschiedete die strategischen Ziele für das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) für die Jahre 2021-2024. Sie umfassen unter anderem strategische und betriebliche Ziele sowie Ziele für die Tätigkeitsbereiche Lehre, Forschung und Dienstleistung. Mit Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes über die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung wird aus dem Hochschulinstitut eine Hochschule.
 

ETH-Rat Vollassoziierung an Erasmus+ bringt Mehrwert

Der ETH-Rat spricht sich für eine vollständige Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ in den Jahren 2021-2027 aus. Seit 2014 beteiligt sich die Schweiz nur noch als Drittstaat mit eingeschränktem Zugang am Bildungsprogramm der EU. Der ETH-Rat erachtet den zusätzlichen Nutzen einer Vollassoziierung als bedeutend, so dass die Mehrkosten im Vergleich zur aktuellen Lösung gerechtfertigt seien. Er fordert, dass diese Mehrkosten nicht im BFI-Bereich kompensiert werden. 

ERC Consolidator Grants 21 EU-Förderungen für die Schweiz

Der Europäische Forschungsrat (ERC) gab die Verleihung der Consolidator Grants 2020 bekannt. Diese Förderungen kommen Forschenden mit mindestens sieben Jahren Erfahrung nach dem Doktorat zugute. Total wurden 655 Millionen Euro auf 327 Projekte verteilt. Sieben der Stipendien gehen an die ETH Zürich, drei an die Universität Basel und je zwei an die Universitäten Bern und Zürich. Die EPFL, die Universitäten Genf, Luzern und Lugano sowie die EMPA, die WSL und IBM Research in Zürich erhalten je einen Consolidator Grant.

Innosuisse Unterstützung bei Innovationsrisiko

Die Innosuisse fördert vor allem innovationsstarke Unternehmen und Projekte mit hohem Innovationsrisiko. Diese Ergebnisse gehen aus einer Erhebung der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hervor. Die befragten KMU sehen zusätzlichen Bedarf bei der Flexibilisierung der Förderung, der Unterstützung radikaler Innovationen und der Beschleunigung der Prozesse. 

F&E 15,5 Mia. aus dem Privatsektor

Im Jahr 2019 investierten private Unternehmen rund 15,5 Milliarden Franken in Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Gemäss der Erhebung des Bundesamtes für Statistik stiegen die Investitionen im Vergleich zum Jahr 2017 um 9%. Mit 5,2 Milliarden wendete die Pharmaindustrie am meisten finanzielle Mittel auf.