Neueste News (Archiv)

Konsolidierte Rechnung 2020 Defizit von 14,2 Milliarden

Im Jahr 2020 schloss die konsolidierte Rechnung des Bundes mit einem Defizit von 14,2 Milliarden Franken ab. Zusätzlich zur Bundesrechnung berücksichtigt die konsolidierte Rechnung die Resultate der bundesnahen Unternehmen sowie der Sozialversicherungen. Der grosse Verlust ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

SWEET Zweite Ausschreibung lanciert

Das Bundesamt für Energie lancierte die zweite Ausschreibung des Energieforschungsprogramms Swiss Energy Research for the Energy Transition (SWEET). Die Ausschreibung im Umfang von 20 Millionen Franken ist dem Leitthema «Leben und Arbeiten» gewidmet. Während 8 Jahren werden die Forschungsarbeiten von zwei Konsortien zu gleichen Teilen finanziert. Forschungskonsortien können sich bis am 16. Juni 2021 bewerben.

Innosuisse Strategische Ziele gutgeheissen

Der Bundesrat hiess die strategischen Ziele für Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, für die Jahre 2021–2024 gut. Der Fokus liegt auf Kontinuität. Schwerpunkte bilden die Förderung von Projekten mit einem überdurchschnittlichen volkswirtschaftlichen Potenzial sowie die Flaggschiffprojekte – Ausschreibungen, die Innovationsthemen von grosser und branchenübergreifender Bedeutung aufnehmen. Zudem beauftragt der Bundesrat Innosuisse in den Jahren 2021 und 2022 mit der Umsetzung des Impulsprogramms «Innovationskraft Schweiz».

Schweizerische Studienstiftung Astrid Epiney wird Präsidentin

Der Stiftungsrat der Schweizerischen Studienstiftung ernannte Astrid Epiney einstimmig zu seiner neuen Präsidentin. Die Rektorin der Universität Freiburg und Professorin für Völkerrecht, Europarecht und schweizerisches öffentliches Recht tritt das Amt im November 2021 an. Sie folgt auf Antonio Loprieno, der den Stiftungsrat seit August 2008 präsidierte. Der Stiftungsrat bestimmt die strategische Ausrichtung der Studienstiftung, beschliesst neue Förderprogramme und Kooperationen mit Institutionen im In- und Ausland.

Tier- und Menschenversuche WBK-S lehnt Initiative ab

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats (WBK-S) empfiehlt die Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» einstimmig zur Ablehnung. Die Forderung der Initiative, Tierversuche und Forschung am Menschen zu verbieten, geht der Kommission zu weit und hätte ihrer Ansicht nach negative Folgen für die Gesundheit, die Wirtschaft und den Forschungsplatz Schweiz. Der Ständerat wird das Geschäft voraussichtlich in der Sommersession behandeln. 
 

ETH-Bereich Weiter auf Erfolgskurs

Der Bundesrat hiess die Berichte über die Erreichung der strategischen Ziele für den ETH-Bereich im Jahr 2020 gut und genehmigte den Geschäftsbericht des ETH-Rats. Die Institutionen des ETH-Bereichs betrieben weiterhin Forschung und Lehre auf hohem wissenschaftlichen Niveau. Dies bestätigen international vergleichende Rankings, sowie das Einwerben von insgesamt 40 Stipendien des europäischen Forschungsrats (ERC) im Berichtsjahr. Nicht zuletzt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ETH-Bereichs essenzielle Beiträge zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie geleistet.

ETH-Gesetz Revision abgeschlossen

Die eidgenössischen Räte haben in der Frühjahrssession die letzten beiden Differenzen bezüglich der Änderung des ETH-Gesetzes bereinigt. Demnach wird das Beschwerderecht der Institutionen im Bereich der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Bereich) künftig in zwei Bereichen eingeschränkt: in Personalfragen und bei Entscheiden über Mittelzuweisungen. Zudem werden die Mitglieder der Beschwerdekommission fortan vom Bundesrat und nicht wie bis anhin vom ETH-Rat gewählt. In beiden Punkten setzte sich in der Einigungskonferenz die Version des Ständerates durch. Damit ist die Revision des ETH-Gesetzes, mit der unter anderem Leitsätze der Corporate Governance im ETH-Bereich festgelegt werden abgeschlossen.

Tier- und Menschenversuche Nationalrat lehnt Initiative ab

Der Nationalrat lehnte die Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» oppositionslos ab und folgte somit dem Bundesrat. Des Weiteren verwarf er zwei Minderheitsanträge der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats. Der eine forderte eine Rückweisung an die Kommission zur Ausarbeitung eines indirekten Gegenvorschlags, der andere verlangte einen direkten Gegenentwurf; beide hatten einen sukzessiven Ausstieg aus belastenden Tierversuchen zum Ziel. Ebenso abgelehnt wurde ein Einzelantrag für die Rückweisung an die Kommission mit dem Ziel, das 3R-Prinzip im Rahmen eines Gegenvorschlags stärker zu fördern. Das Geschäft kommt als Nächstes in die WBK des Ständerates.

Wissenschaft und Innovation Vertiefte Zusammenarbeit von SNF und Innosuisse

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) und Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, vertiefen ihre bisherige Zusammenarbeit. Im Rahmen einer Vereinbarung bekräftigen die beiden Organisationen die Absicht, das Zusammenspiel von Wissenschaft und Innovation weiter zu stärken. So sollen etwa Förderportfolios und -richtlinien verstärkt koordiniert und die Zusammenarbeit auf operativer und strategischer Ebene intensiviert werden. Das Budget des gemeinsamen Programms BRIDGE soll im Zeitraum 2021–2024 um 50 Prozent auf 105 Millionen Franken erhöht werden. 

ETH-Rat Gender-Strategie aktualisiert

Der ETH-Rat verabschiedete die aktualisierte Gender-Strategie im ETH-Bereich für die Jahre 2021 bis 2024. Damit sollen das Geschlechterverhältnis weiter verbessert und die Chancengleichheit von Frau und Mann in den Institutionen des ETH-Bereichs garantiert werden. Das Ziel ist, den Frauenanteil in Lehre und Forschung, insbesondere in Führungspositionen zu erhöhen. Für die verschiedenen Massnahmen sollen jährlich mindestens 0,5% oder rund 13 Millionen Franken der Trägerfinanzierung eingesetzt werden.
 

swissuniversities Luciana Vaccaro wird Präsidentin der Kammer FH

Die Rektorin der Fachhochschule Westschweiz HES-SO, Luciana Vaccaro, wird am 1. August 2021 das Präsidium der Kammer Fachhochschulen (FH) von swissuniversities übernehmen. Luciana Vaccaro hat einen Doktortitel in Mikrotechnik, arbeitete vor ihrer Ernennung zur Rektorin der HES-SO unter anderem im CERN und an der EPFL. Sie folgt auf Crispino Bergamaschi, der dieses Gremium während zwei dreijährigen Amtszeiten präsidierte. Die Kammer Fachhochschulen vereint die Rektorinnen und Rektoren der neun Schweizer Fachhochschulen.
 

Erasmus+ Kantone fordern Vollassoziierung

Die Konferenz der Kantonsregierungen spricht sich für eine Vollassoziierung ans EU-Bildungsprogramm Erasmus+ in den Jahren 2021–2027 aus. Sie stimmt dem vom Bundesrat in die Konsultation gegebenen Verhandlungsmandat zu. In zwei Punkten wünschen die Kantone Ergänzungen: Eine Schweizer Beteiligung dürfe nicht zu Lasten der Bildungsbudgets des Bundes oder der Finanzen der Kantone gehen und die Kantone wollen von Anfang an in der Schweizer Verhandlungsdelegation vertreten sein.

BFS und UniNE Verstärkte Zusammenarbeit

Die Universität Neuchâtel (UniNE) und das Bundesamt für Statistik (BFS) verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Statistikmethoden und Datenwissenschaft. Sie unterzeichneten eine Zusammenarbeitsvereinbarung für die Jahre 2021–2024. An der UniNE gibt es einen neuen Lehrstuhl für Datenwissenschaften, am BFS eine neue Abteilung für Datenwissenschaft und statistische Methoden. Das Ziel ist es, Forschung und Entwicklung in konkreten Digitalisierungsprojekten voranzutreiben. 

Aussereuropäische Zusammenarbeit Bilaterale Programme erneuert

Der Bundesrat entschied, die bilateralen Kooperationsprogramme mit aussereuropäischen Staaten im Bereich Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2024 fortzusetzen. Er erneuerte die Mandate der fünf Leading Houses ETH Zürich, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Universität St. Gallen, Fachhochschule Westschweiz sowie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts in Zusammenarbeit mit der Universität Basel. Eine Evaluation im Jahr 2020 weist für diese Programme einen Mehrwert zugunsten der Schweizer Forschenden und ihrer Institutionen aus, was sich etwa in einem Anstieg der wissenschaftlichen Publikationen mit Partnern der Zielländer niederschlägt. 

SWEET Vier Konsortien starten

Die erste Ausschreibung des Energieforschungsprogramms Swiss Energy Research for the Energy Transition (SWEET) ist beendet. Vier Forschungskonsortien erhalten den Zuschlag in der Höhe von 6 bis 8 Millionen Franken. Sie werden in den kommenden sechs bis acht Jahren an den Gastinstitutionen ETH Zürich, EPFL, Universität Genf und Paul-Scherrer-Institut arbeiten. Zwei international besetzte Expertengremien evaluierten und bewerteten insgesamt 13 Projekte.

FIFG-Revision Mehr Spielraum für Innovationsförderung

Der Bundesrat überwies dem Parlament die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG). Die Gesetzesrevision hat zum Ziel, den Handlungsspielraum und die Flexibilität von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, zu erhöhen. Nebst einer Flexibilisierung der Kostenbeteiligungen bei der Förderung von Innovationsprojekten soll die Innosuisse auch Start-ups direkt fördern können. Im Weiteren schlägt der Bundesrat vor, die Bestimmungen über die Reserven von Innosuisse und des Schweizerischen Nationalfonds zu ändern, damit die bis anhin fixe Reserveobergrenze ausnahmsweise und zeitlich limitiert überschritten werden kann. 

SNF Frauenquote in Evaluationsgremien

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) führt in seinen Evaluationsgremien eine Frauenquote ein. Der Forschungsrat und das Forschungsratspräsidium sollen beispielsweise künftig einen Frauenanteil von mindestens 40 Prozent aufweisen; in fachspezifischen Gremien soll die Quote an das entsprechende Forschungsfeld angepasst werden. Damit möchte er dem Ungleichgewicht in Leitungspositionen in der Forschung entgegenwirken. Aktuell sind 23 Prozent der Lehrstühle an Schweizer Universitäten von Professorinnen besetzt. Auf Doktoratsstufe beträgt der Frauenanteil hingegen beinahe 45 Prozent. Der Entscheid zur Einführung der Frauenquote fiel im Dezember 2020 und gilt per sofort. 
 

Tierversuche NFP 79 zu 3R lanciert

Der Bundesrat lancierte ein neues Nationales Forschungsprogramm (NFP) mit dem Namen «Advancing 3R – Tiere, Forschung und Gesellschaft». Die Ziele des NFP 79 bestehen darin, die Zahl der Tierversuche in der wissenschaftlichen Forschung zu reduzieren, die Belastung der Versuchstiere zu minimieren sowie ethische, rechtliche, soziale, kulturelle und ökonomische Aspekte von Tierversuchen zu erforschen. Das neue NFP hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verfügt über einen Finanzrahmen von 20 Millionen Franken aus bestehenden Mitteln. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ist für die Durchführung zuständig und wird die Ausschreibung im Frühjahr 2021 publizieren.

Erasmus+ WBK-S unterstützt Verhandlungsmandat

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) unterstützt das Verhandlungsmandat zu Erasmus+ ohne Vorbehalte und heisst die vom Bundesrat vorgeschlagenen Lösungen, die «Pay as you go»-Bezahlmethode und die Verhandlungsvorbereitungen, gut. Nebst dem Handlungsspielraum ist für die WBK-S auch ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis von Bedeutung.

Innovationszusammenarbeit Vereinbarung mit Liechtenstein erneuert

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein erneuern ihre Vereinbarung über die Förderung wissenschaftsbasierter Innovation. Die Vereinbarung garantiert, dass die Expertise der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse weiterhin auch dem Fürstentum Liechtenstein zur Verfügung steht.  

Erasmus+ WBK-N für Vollassoziierung

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) beriet das Verhandlungsmandat zu Erasmus+. Sie ist der Meinung, dass im Rahmen der Verhandlungen mit der EU eine Vollassoziierung der Schweiz angestrebt werden sollte. Die Kommission berief sich auf den bereits mehrmals geäusserten Willen des Parlaments, in der Periode 2021–2027 als vollassoziiertes Mitglied am EU-Bildungsprogramm Erasmus+ teilzunehmen.

Horizon Europe Verordnung revidiert

Der Bundesrat hiess die Revision der Verordnung über die Massnahmen für die Beteiligung der Schweiz an den Programmen der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation gut. Wie bis anhin gilt die Verordnung für die volle oder teilweise Assoziierung der Schweiz sowie im Falle einer Beteiligung als Drittstaat an den Programmen und Aktivitäten der EU für Forschung und Innovation in den Jahren 2021–2027 (Horizon Europe und drei weitere Initiativen). Sie tritt am 1. März 2021 in Kraft.
 

Erasmus+ APK-N beantragt Vollassoziierung

Im Rahmen der Konsultation der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates (APK-N) zum Verhandlungsmandat für eine Assoziierung an Erasmus+ sprach sich die Kommission für eine Vollassoziierung aus. Mit 18 zu 6 Stimmen beantragt die APK-N dem Bundesrat, das Mandat so anzupassen, dass ein künftiges Abkommen in jedem Fall eine Vollassoziierung an Erasmus+ für die Programmperiode 2021–2027 umfasst. Einen Antrag, die Verhandlungen komplett abzubrechen, lehnte die Kommission deutlich ab.    

SWR Arbeitsprogramm 2020-2023 vorgestellt

Der Schweizerische Wissenschaftsrat (SWR) präsentierte sein Arbeitsprogramm für die Jahre 2020 bis 2023. Darin setzt er Schwerpunkte zur wissenschaftlichen Unterstützung der Behörden. Aus der gegenwärtigen Krise will der SWR Lehren ziehen, damit künftig die notwendigen wissenschaftlichen Kompetenzen entwickelt und genutzt werden können. In seiner Arbeit will der SWR auch die Rahmenbedingungen untersuchen, die es braucht, damit die Schweizer Forschungslandschaft offen und der Exzellenz verpflichtet bleiben kann.
 

Innovationsförderung Innosuisse startet Flagship Initiative

Am 14. Januar 2021 startet die erste Ausschreibung der Flagship Initiative der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse. Diese soll systemische Innovationen fördern, die auf aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Schwerpunkte sind die Digitalisierung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sowie Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit hinsichtlich demographischer Wandel, Lieferketten, IKT-Infrastrukturen und Dekarbonisierung. Fördergesuche können bis am 31. März 2021 eingereicht werden.